Weit über das klassische Restaurant hinaus präsentiert Locavore Nxt “The Source” – ein immersives, sensorisches Erlebnis, das die Reinheit indonesischer Zutaten feiert.
In der globalen Kulinarik ist der Name Locavore seit Langem ein Synonym für die Bewegung lokaler Zutaten. Mit Locavore Nxt in Ubud heben Ray Adriansyah und Eelke Plasmeijer diese Philosophie jedoch auf ein noch futuristischeres Niveau. Locavore Nxt ist nicht bloß ein Ort zum Speisen, sondern ein holistisches Ökosystem über drei Ebenen, in dem Nachhaltigkeit kein Schlagwort ist, sondern vom Dach bis ins Untergeschoss der pulsierende Herzschlag.
Ihr neuestes Menü, “The Source”, ist eine Hommage an die Biodiversität des indonesischen Archipels. In einem 16-Gänge-Degustationsmenü werden die Gäste auf eine Reise durch rare Zutaten geführt – von wilden Wäldern bis zu Waldrandkulturen. Diese Erfahrung ist interaktiv: In der Mitte des Menüs werden die Gäste in den Rooftop Food Forest gebeten, um direkt vor Ort zu pflücken und zu kosten. Das ist die Quintessenz eines Foraging-to-Table-Ansatzes, kunstvoll und mit höchster Präzision kuratiert – ganz im Geiste von Locavore Nxt.
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Above Foraging-Prozess: Zutaten in der Natur sammeln

Above Kokosnuss und Algen als Hauptakteure eines Gerichts bei Locavore Nxt
Sie sind eingeladen, Gerichte wie Botanical Deception zu probieren. “Unser liebster Walnuss-‘Käse’ kehrt zurück – in einem Gericht, das von einem Antipasto-Teller inspiriert ist. Alle Elemente entstehen aus lokalen Pflanzen, einige kultivieren wir im eigenen Areal, etwa Pilze. Wir verwenden außerdem junge Datteln, die als ‘Oliven’ in Öl aus Tamarindenblättern serviert werden. Papaya erscheint in drei Ausdrucksformen: dry-aged, zu Konfitüre fermentiert und mit zu Pfefferersatz verarbeiteten Kernen. Dieses Gericht zeigt, wie einfache Zutaten ein außerordentlich weites Aromenspektrum entfalten, wenn wir sie konsequent weiterdenken und aus ihrer konventionellen Rolle lösen,” so Plasmeijer.
Es gibt zudem Silken Tofu – eine seidige Köstlichkeit aus hauseigener Sojamilch, deren Trester (Okara) im Sinne des Zero-Waste-Prinzips für den nächsten Gang weiterverarbeitet wird. Komplexität entsteht durch Pilze, die mit präzisen Techniken veredelt werden: von Milchsäurefermentation über Essigmazeration bis hin zu Confit in aromatischem Kaffeeöl. Die Nebenprodukte dieser Prozesse transformieren sich zu Shoyu und Dashi mit reichlich Umami – ein eindrucksvolles Beispiel dafür, wie Locavore Nxt einfache Zutaten in einen sinnvollen, ununterbrochenen Geschmackszyklus überführt.

Above Zwei neue Ausstellungen im Nxt Art Space – “The Harmonious Source” und “Exhibit A: Found” – vertiefen das gastronomische Erlebnis bei Locavore Nxt
Die Kreativität von Locavore Nxt endet nicht auf dem Teller. Das R&D LabX, die Fermentationsküche und Head Mixologist Raka Ambarawan entwickeln gemeinsam Beverage Pairings, die Erwartungen herausfordern. Mit kompromisslosem Fokus auf lokale Zutaten entstehen überraschende Kreationen wie Mushroom Arak bis hin zu Rooftop-Flower Pét-Nat mit belebender Perlage. Jeder Schluck ist darauf ausgelegt, die Geschichte auf dem Teller zu verstärken – als alkoholische wie auch alkoholfreie Option.
Die Schönheit von Locavore Nxt liegt zudem in seinem zirkulären Ethos. Von Solarpanels zur Energieversorgung bis zum Wurm-Abwasseraufbereitungssystem im Untergeschoss, das mehr als 20.000 Würmer nutzt – jedes Detail ist darauf ausgerichtet, der Erde etwas zurückzugeben.
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Above Beeswax Aged Negroni: ein Cocktail aus lokalen Zutaten mit globalem Geschmacksprofil von Raka Ambarawan

Above Silken Tofu mit Kaffee und Beluntas aus dem neuen “The Source”-Menü
Zwei neue, eindrucksvolle Ausstellungen im Nxt Art Space, “The Harmonious Source” und “Exhibit A: Found”, vertiefen die künstlerische Erzählung. “The Harmonious Source” ist eine Kollaboration von Agency X, Black Hand Gang und Digital Nativ. Die audiovisuelle Installation verbindet Videoprojektionen und kinetische Bewegung zu einer akustisch fein austarierten, meditativen Reflexion, die die Gäste einlädt, das Tempo zu drosseln und innezuhalten, bevor ihre kulinarische Reise beginnt.
“Exhibit A: Found” im Untergeschossbereich Root System fungiert als konzeptueller Schauraum. Hier kommen Materialien aus der unmittelbaren Umgebung zum Einsatz: von roten Ziegelsteinen, wie sie für Tempelbauten auf Bali typisch sind, über lokal und nachhaltig bezogenes Kaffeebaumholz, das traditionell als Brennholz dient, bis hin zu alten Holzkisten aus dem Fundus des Küchenteams.
Locavore Nxt hat eindrucksvoll bewiesen, dass die Zukunft der Gastronomie in der Rückbesinnung auf die Wurzeln liegt – jedoch mit einem Weitblick, der seiner Zeit voraus ist. Luxus definiert sich hier nicht über teure Importware, sondern über Tiefe des Geschmacks, Aufrichtigkeit der Zutaten und Integrität gegenüber der Umwelt.




