Die weltberühmte Architektur von Ludwig Mies van der Rohe diente als Inspiration für den T Pavillion. Entdecken Sie diesen privaten Gästepavillon, der durch luftige Leichtigkeit und eine harmonische Verbindung zur Natur besticht.
“Tatsächlich arbeite ich sieben Tage die Woche, und mein Leben ist stark von Routinen geprägt. Daher wünschte ich mir einen Raum, der Arbeit und Privatleben harmonisch vereint, ohne dabei zu formell zu wirken”, erklärt Peck Seranee Charnvirakul über die Anfänge des T Pavillion. Dieses herausragende Projekt verwandelte einen Teil seines Gartens in einen eleganten Rückzugsort, der sein intensives Leben perfekt ausbalanciert und die gesuchte Ruhe bietet.
Beim Betreten des über 3.000 Quadratmeter großen Grundstücks fällt sofort die moderne, rechteckige Architektur ins Auge. Es wirkt, als würde das Dach frei über dem weitläufigen Rasen und dem alten, majestätischen Baumbestand schweben. Die Transparenz der raumhohen Glaswände, die die 450 Quadratmeter große Wohnfläche umschließen, verleiht dem Gebäude die Anmutung eines luftigen Pavillons. Hier verschwimmen die Grenzen zwischen Innen und Außen, und die umgebende Natur wird bewusst zu einem integralen Bestandteil des exquisiten Wohnerlebnisses.

Above Die architektonische Struktur des T Pavillion, entworfen vom renommierten Designstudio Atelier01 (A01), ist von der Neuen Nationalgalerie in Berlin inspiriert — einem Meisterwerk des weltberühmten Architekten Ludwig Mies van der Rohe (Bild: Worapon Teerawatvijit).
Die Vision für dieses außergewöhnliche Gebäude entstand aus einer Begegnung zwischen Peck und Atelier01 (A01). Das Designstudio ist dafür bekannt, Räume so zu gestalten, dass sie den Bedürfnissen der Hausbesitzer in Bezug auf Funktion und Stil vollkommen gerecht werden. Diese Zusammenarbeit begann ganz unkompliziert über die sozialen Medien. Hier trafen ein passendes Designkonzept und ein detailverliebter Bauherr aufeinander. Aus einem idealisierten Traumhaus wurde schließlich ein realer Lebensraum, der den anspruchsvollen Geschmack und den Lebensrhythmus seines Bewohners perfekt widerspiegelt.
Auf dem weitläufigen Rasen, der eine hervorragende Aussicht bietet, interpretierten der Architekt und der Bauherr gemeinsam das berühmte “Less is More”-Konzept des modernen Meisters Ludwig Mies van der Rohe neu. Sie transformierten die formelle Architektursprache in einen warmen, einladenden Maßstab und verwandelten den Hinterhof in ein T-förmiges Refugium. Dieses Design stellte sowohl in der Technik als auch in der Gestaltung eine Herausforderung dar, bestätigt jedoch Pecks Überzeugung: “In einer Welt, in der wir wenig kontrollieren können, finden wir zumindest zu Hause eine beruhigende Symmetrie. Etwas zu sehen, das dem Auge schmeichelt, bringt wahrhaften inneren Frieden.”

Above Peck Seranee Charnvirakul genießt die entspannte Atmosphäre auf seinem Lieblingssofa im exquisiten T Pavillion (Bild: Worapon Teerawatvijit).
Von der Neuen Nationalgalerie zu einem warmen, einladenden Wohnkonzept
Ein entscheidender Ausgangspunkt war Pecks Wunsch nach einem separaten Gästepavillon, losgelöst vom Haupthaus. Dieser sollte als einladender Ort für Gäste, als privater Rückzugsort sowie als stilvolles Homeoffice dienen. Daraufhin suchten die Architekten nach einer Formensprache, die das Potenzial der von großen Bäumen gesäumten Rasenfläche optimal zur Geltung bringt.
“Wir wollten das Gebäude so transparent wie möglich gestalten, um die gesamte Aussicht einzufangen. Daher haben wir die Anzahl der Säulen auf ein absolutes Minimum reduziert, damit nichts den Blick stört”, erklärt Mark Natthawut Klawuthanan, Mitbegründer von Atelier01 (A01). Bei diesem Ansatz ließ er sich von Meisterwerken wie dem Farnsworth House, einem architektonischen Vorbild der Moderne in den USA, sowie von der Neuen Nationalgalerie in Berlin inspirieren. Letztere ist berühmt für ihre weite Stahlkonstruktion und den Einsatz weniger, gezielt platzierter Säulen, um eine maximale Offenheit zu erreichen.

Above Das Farnsworth House in den USA gilt weltweit als legendäres architektonisches Vorbild für moderne Wohngebäude.

Above Die majestätische Neue Nationalgalerie in Berlin, entworfen von dem visionären Architekten Ludwig Mies van der Rohe (Bild: www.preussischer-kulturbesitz.de/SMB / Reinhard Friedrich CC NC-BY-SA).
Es war jedoch keine leichte Aufgabe, die monumentale Erhabenheit eines Museums in ein privates Wohnhaus zu integrieren. Die Herausforderung bestand darin, diese gewaltigen Dimensionen so zu reduzieren, dass ein entspannendes und behagliches Wohngefühl entsteht. Die Lösung lag im harmonischen Zusammenspiel von natürlichem Licht und offenen Räumen — Aspekte, die für Peck von höchster Bedeutung sind.
“Ich glaube fest an die Kraft des natürlichen Lichts, ganz gleich, wo ich mich befinde. Wenn ich bei Tageslicht arbeite, fließen meine Gedanken besser, und ich kann kreativer denken, weil mich keine starren Wände einengen”, fügt der Bauherr hinzu.
Genau diese Überzeugung bildete das Herzstück bei der Konzeption des T Pavillion. Die Architekten reduzierten Säulen und Balken auf ein Minimum, bis sie nahezu unsichtbar wurden. So entsteht für die Bewohner das Gefühl, direkt im Garten zu sitzen, während ein schützendes Dach sie vor Sonne und Regen bewahrt.
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Above Der elegante Loungebereich und der ruhige Garten hinter dem T Pavillion laden zum Verweilen ein (Bild: Worapon Teerawatvijit).

Above Die beeindruckende, schwebende Architektur des T Pavillion, meisterhaft entworfen vom Designstudio Atelier01 (A01) (Bild: Worapon Teerawatvijit).
“Less is More”: Ein Meisterwerk, das mehr Raffinesse erfordert, als es auf den ersten Blick scheint
Hinter der scheinbar schwerelosen Glasfassade verbirgt sich eine immense ingenieurtechnische Herausforderung. Der gesamte Pavillon wird von nur vier schlanken Stahlsäulen getragen, die ein beeindruckendes, 16 Meter langes Dach stützen. Die Architekten entschieden sich für eine dreieckige Stahlfachwerkkonstruktion, die geschickt im Dach verborgen ist. So konnte ein größtmöglicher, säulenfreier Raum geschaffen werden.
“Auf den ersten Blick wirkt die Struktur oder Decke vielleicht simpel, doch tatsächlich wurde jedes Detail präzise berechnet, um alle technischen Systeme unsichtbar zu integrieren. Wir zeigen wirklich nur das absolut Notwendige”, erläutert Mark. Ein besonderes Highlight ist die makellos anmutende Teakholzdecke. Es gibt keine störenden Lüftungsgitter oder Wartungsklappen, da die Holzlattung selbst als Luftauslass dient. Die Zugangspunkte für die Wartung sind so kunstvoll unter winzigen Holzstiften verborgen, dass man schon sehr genau hinsehen muss, um sie überhaupt zu entdecken.

Above Die meisterhaft gefertigte Teakholzdecke verbirgt Klimasysteme und Wartungsklappen mit äußerster Präzision (Bild: Worapon Teerawatvijit).
Diese außergewöhnliche Präzision verdankt das Projekt nicht nur den Architekten, sondern vor allem auch Pecks feinem Gespür für Ästhetik und seinem bemerkenswerten Blick für Details.
“Mark weiß, dass ich sehr anspruchsvoll bin. Wenn Sie einen Blick in meinen Kleiderschrank werfen, sehen Sie, dass ich alles nach Farben sortiere und jedem Gegenstand seinen festen Platz zuweise. Die Architekten haben meine hohen Erwartungen an die Detailtreue sogar noch übertroffen”, erzählt Peck mit einem Lächeln.
Ein weiteres architektonisches Highlight sind die gebogenen Eckfenster aus Glas — ein spezieller Wunsch von Peck, der die ursprünglich geplanten eckigen Kanten ersetzte.
“Eine gerade Glasfuge hätte die Sicht auf einen bestimmten Baum beeinträchtigen können. Die geschwungenen Ecken hingegen eröffnen einen ungehinderten Blick und verleihen dem Raum eine noch luftigere Atmosphäre.” Das Ergebnis ist ein fließendes Panorama ohne störende Silikonfugen oder Stahlrahmen. So wird der einfache “Blick in den Garten” zu einem vollkommenen Eintauchen in die umgebende Natur.

Above Der Loungebereich besticht durch gebogene Eckfenster, die auf speziellen Wunsch des Eigentümers entworfen wurden, um einen uneingeschränkten Blick in die Natur zu gewährleisten (Bild: Worapon Teerawatvijit).
“T Architecture”: Die Linienführung, die dem T Pavillion seinen Namen gab
Betrachtet man die Hauptstahlkonstruktion, die das Dach mit den Säulen verbindet, erkennt man sofort die markante T-Form, die dem “T Pavillion” seinen Namen verleiht. Was dieses Bauwerk jedoch grundlegend von gewöhnlichen Gebäuden unterscheidet, ist die bewusste Entscheidung, die Säulen nicht an den Ecken zu platzieren.
“Normalerweise werden Säulen natürlicherweise an den Ecken eines Gebäudes positioniert”, erklärt Mark und beschreibt seinen unkonventionellen Ansatz. “Um jedoch die Ecken vollständig zu öffnen, haben wir das Dach weit nach außen gezogen und die Säulen zur Mitte hin verschoben.”

Above Der weitläufige Loungebereich und der grüne Garten hinter dem T Pavillion bieten pure Entspannung (Bild: Worapon Teerawatvijit).

Above Die ikonische T-Form des T Pavillion entsteht durch die nach innen versetzten Säulen, die den Ecken eine schwerelose, moderne Ästhetik verleihen (Bild: Thanawatchu).

Above Der elegante T Pavillion fügt sich nahtlos und harmonisch in die benachbarte Architektur ein (Bild: Thanawatchu).
Die Verlagerung der Säulen zur Gebäudemitte lässt nicht nur die Dachkanten schwerelos und elegant auskragen, sondern prägt auch das Raumgefühl entscheidend. Wo die rahmenlosen, geschwungenen Glaswände auf die säulenfreien Ecken treffen, kann der Blick der Bewohner grenzenlos in den grünen Garten schweifen.
“Die T-Struktur fördert die Verbindung zur Umgebung und verleiht dem Bauwerk zugleich eine außergewöhnliche Schönheit”, fasst der Architekt die Kernidee des Designs zusammen. Die Struktur fungiert somit nicht nur als architektonisches Rückgrat, sondern auch als übergroßer Bilderrahmen. Sie integriert die Landschaft nahtlos in den Innenraum und schafft so ein vollendetes Wohnerlebnis.

Above Mark Natthawut Klawuthanan, Mitbegründer von Atelier01 (A01) und der visionäre Architekt hinter dem Design des T Pavillion (Bild: Worapon Teerawatvijit).
Open-Plan-Design: Räume ohne strenge funktionale Grenzen
Im Inneren des T Pavillion entschieden sich die Architekten für ein Open-Plan-Design und verzichteten bewusst auf massive Trennwände. Dadurch passt sich der Raum mühelos und ohne starre Abläufe an den Lebensstil seiner Bewohner an. Die verschiedenen Nutzungszonen werden subtil durch die Möbelanordnung und unterschiedliche Deckenhöhen definiert, sodass ein fließender Übergang vom Arbeits- zum Loungebereich entsteht.
“An einem einzigen Tag kann dieser Raum vier verschiedene Funktionen erfüllen. Morgens genießen wir hier unser Frühstück, später finden geschäftliche Besprechungen statt. Am Nachmittag lade ich vielleicht Freunde zum Essen ein, und am späten Abend schauen wir Fußball oder einen Film. Er bietet mir alles, was ich brauche”, erläutert Peck die enorme Vielseitigkeit. Für ihn ist der Pavillon zugleich Empfangssalon, privates Arbeitszimmer und geselliger Rückzugsort nach einer anspruchsvollen Arbeitswoche.

Above Das offene Layout des T Pavillion passt sich flexibel dem Tagesrhythmus an — vom privaten Arbeitsplatz bis hin zur eleganten Lounge für Gäste (Bild: Worapon Teerawatvijit).

Above Der beeindruckende, lange Esstisch im T Pavillion bietet großzügigen Platz für Konferenzen oder familiäre Zusammenkünfte mit bis zu zwölf Personen (Bild: Worapon Teerawatvijit).
Trotz seines avantgardistischen Designs schlägt im T Pavillion das Herz einer Familie. Eine ebenso simple wie anspruchsvolle Aufgabe für die Architekten bestand darin, einen langen Esstisch zu integrieren, der Platz für alle zwölf Familienmitglieder bietet.
“Peck wünschte sich ausdrücklich einen Tisch mit zwölf Sitzplätzen. Seine Familie besteht aus zwölf Personen, und er wollte sicherstellen, dass alle gemeinsam an einem Ort speisen können”, erinnert sich Mark an diese besondere Anforderung. Dies macht den Pavillon nicht nur zu einem privaten Refugium für Peck, sondern zum lebendigen Mittelpunkt der gesamten Familie.
Das wandlose Konzept zeichnet sich zudem durch ein universelles Design aus. Ein rollstuhlgerechtes Layout ohne störende Stufen ermöglicht es den älteren Familienmitgliedern, sich frei und komfortabel zu bewegen. So ist ein einladender Ort entstanden, an dem alle Generationen zusammenkommen, um in einer hellen und zugleich herzlichen Atmosphäre gemeinsame Momente zu genießen.
Sorgfältig kuratiertes Interieur: Weltklasse-Marken treffen auf meisterhafte Marmorkunst
“Ich bevorzuge Marken, die sich nicht in den Vordergrund drängen, sei es bei Kleidung oder bei Möbeln. Was mich fasziniert, sind die Texturen und die herausragende Qualität der Materialien”, beschreibt Peck seinen persönlichen Geschmack. Dieser spiegelt sich eindrucksvoll in der Wahl von renommierten italienischen Möbelmarken wie Poliform und Poltrona Frau wider.
Ein besonderes Highlight ist das Brera Sofa von Poliform. Um eine besonders einladende Haptik zu erzielen, wählten die Architekten hierfür einen Stoffbezug anstelle von Leder. Es ist der perfekte Ort, um entspannt Musik zu hören oder ein Fußballspiel zu verfolgen. Ergänzt wird das Ensemble durch die Times Lounge Sessel von Poltrona Frau. Für diese bestellte Peck exklusiv Stoffe der Marke Loro Piana, um genau den Farbton und das Gefühl zu erhalten, das ihm vorschwebte. Mark fügt hinzu, dass dieses Design die Zeit überdauert: “Einige dieser Stücke wurden bereits vor über zehn Jahren entworfen, wirken aber so zeitlos, als wären sie erst gestern kreiert worden.”

Above Das elegante Brera Sofa von Poliform lädt mit seinem weichen Stoffbezug zu stundenlangem Entspannen, Musikhören oder Fernsehen ein (Bild: Thanawatchu).
Diese Materialästhetik setzt sich bis in den privatesten Raum fort: das Badezimmer. Sein kreisförmiges Design harmoniert perfekt mit der geschwungenen Glasfassade. Der absolute Blickfang ist hierbei das maßgefertigte Waschbecken aus Naturmarmor. Zwei bis drei erfahrene Kunsthandwerker verbrachten über zwei Wochen damit, den Stein in seine makellose und funktionale Form zu schleifen.
“Dieses Waschbecken besticht nicht nur durch seine wunderschöne Marmorierung, sondern wurde auch für höchste Funktionalität konzipiert — vom perfekten Neigungswinkel für den Wasserabfluss bis hin zum leicht zugänglichen Wartungssystem. Es ist ein wahrhaft ikonisches Kunstwerk im Zentrum des Badezimmers, das unweigerlich alle Blicke auf sich zieht”, berichtet Mark über die außergewöhnliche Handwerkskunst, die sich harmonisch in den Alltag einfügt.

Above Das exklusive, maßgefertigte Waschbecken aus edlem Naturmarmor verleiht dem T Pavillion einen Hauch von Luxus (Bild: Worapon Teerawatvijit).

Above Handwerkliche Perfektion: Das meisterhaft geschliffene Marmorwaschbecken im T Pavillion (Bild: Thanawatchu).
Höchste Privatsphäre inmitten von transparentem Glas
Obwohl der T Pavillion durch seine 360-Grad-Glasfassade außerordentlich offen wirkt, legte das Designteam großen Wert auf eine diskrete Privatsphäre. Durch die durchdachte Ausrichtung des Grundrisses, die strategische Platzierung der Säulen und den gezielten Einsatz von Granitwänden als Sichtschutz bleibt der Raum vor ungewollten Blicken geschützt, bevor Besucher in den weiten, transparenten Hauptbereich treten.
Für Peck und Atelier01 ist die Designreise damit jedoch noch nicht beendet. Derzeit arbeiten sie im Verborgenen an einem neuen, groß angelegten Projekt im Herzen der Stadt, das noch ambitionierter ist. Es wird ein weiterer Beweis dafür sein, dass ein Raum, in dem Leidenschaft für Perfektion auf visionäre Architektur trifft, stets mehr ist als nur ein Gebäude — es wird zu einem echten “Zuhause”.

Above Hinter Glas gepflanzte Silber-Eichen fungieren als elegantes Foyer und garantieren dem T Pavillion vollkommene Privatsphäre (Bild: Worapon Teerawatvijit).






