Der LVMH Watch Prize für unabhängige Kreative zielt darauf ab, das Profil aufstrebender und unabhängiger Uhrmacher weltweit zu schärfen
Wer behauptet, die Kreativität in der Uhrenindustrie stagniere, sollte einen Blick auf die Einreichungen für den LVMH Watch Prize für unabhängige Kreative werfen. Allein die fünf Finalisten präsentierten eine faszinierende Auswahl an uhrmacherischen Meisterwerken, die die Grenzen von Design und Mechanik sprengen.
Der LVMH Watch Prize, eine Idee von Jean Arnault, dem Uhrendirektor von Louis Vuitton, ist eine alle zwei Jahre stattfindende Auszeichnung, die von La Fabrique du Temps Louis Vuitton organisiert wird. Er wurde ins Leben gerufen, um das kreative Talent und den Mut unabhängiger Uhrmacher und Unternehmer weltweit zu würdigen und zu fördern. Dem Gewinner winken ein Preisgeld von 150.000 Euro sowie ein einjähriges Mentoring-Programm. Die Auswahl des Siegers erfolgt anhand strenger Kriterien: Design und Ästhetik, Kreativität und Kühnheit, technische Innovation, Details und Veredelungen sowie Komplexität.
Die erste Ausgabe des LVMH Watch Prize fand 2024 statt, bei der Raúl Pagès mit seinem Régulateur à Détente RP1 als Sieger hervorging. Der exquisite Zeitmesser verfügte über separate Anzeigen für Stunden, Minuten und Sekunden und wurde von einem Uhrwerk mit einer speziellen Wippenchronometerhemmung angetrieben, welche die Energieübertragung maßgeblich verbesserte.
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Above Die exklusive und aufstrebende Uhrenmarke Hazemann & Monnin wurde im Jahr 2024 gegründet
Die Ausgabe 2025-2026, deren Suche bereits im November 2024 begann, hat soeben ihren Gewinner bekannt gegeben: die “School Watch” von Hazemann & Monnin. Hinter dem Namen verbergen sich Alexandre Hazemann und Victor Monnin, zwei Freunde, die sich an der renommierten Uhrmacherschule in Morteau kennengelernt haben.
Ihre erste Kreation, die “School Watch Subscription”, wurde beim GPHG 2025 in der Kategorie “Mechanical Exception” für ihre meisterhafte Neuinterpretation der Schlagwerks- und springenden Stundenkomplikationen nominiert. Angetrieben vom Kaliber HM01, einem vollständig eigenständigen Uhrwerk, das auf keiner bestehenden Basis aufbaut, werden beide Komplikationen zur vollen Stunde aktiviert und perfekt synchronisiert.
Die Einreichung von Hazemann & Monnin für den LVMH Watch Prize ist eine raffinierte neue Interpretation der “School Watch”, ausgestattet mit einem skelettierten Zifferblatt, das einen völlig ungestörten Blick auf den arbeitenden Schlagwerkmechanismus gewährt.
Siehe auch: GPHG 2025: Warum die Nano Foudroyante von Greubel Forsey zur “Mechanical Exception” gekürt wurde

Above Die “School Watch” von Hazemann & Monnin wurde zur Siegeruhr der Ausgabe 2025-2026 des renommierten LVMH Watch Prize gekürt
Der Gewinner wurde von einer fünfköpfigen Jury unter der Leitung von Carole Forestier-Kasapi, der Direktorin für Uhrwerkstrategie bei Tag Heuer, ermittelt. Die weiteren vier Finalisten waren:
Die “Möbius” von Fam Al Hut

Above Xinyan Dai, der visionäre Gründer der innovativen Uhrenmarke Fam Al Hut

Above Die außergewöhnliche und hochkomplexe “Möbius”-Uhr von Fam Al Hut
Die “Möbius” besticht durch ein kompaktes Tourbillon, das auf dem Zifferblatt vollständig sichtbar um zwei Achsen rotiert. Darunter befindet sich eine originelle Kombination aus doppelten retrograden Anzeigen und einer springenden Stunde.
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Die “CIC 39mm Racing Green” von Lederer

Above Bernhard Lederer, der Gründer der renommierten gleichnamigen Uhrenmarke Lederer

Above Der elegante und technisch anspruchsvolle Zeitmesser “CIC 39mm Racing Green” von Lederer
Die “CIC 39mm Racing Green” beherbergt ein bahnbrechendes Uhrwerk mit Doppelhemmung und zwei Remontoirs d’égalité, die für eine konstante Energieübertragung sorgen.
Die “Fading Hours” von Quiet Club

Above Norifumi Seki, der leitende Chefuhrmacher der exklusiven Marke Quiet Club

Above Die faszinierende und einzigartige Armbanduhr “Fading Hours” von Quiet Club
Ein faszinierender mechanischer Zeitmesser mit einer Weckfunktion, bei der ein Hammer direkt auf das Zifferblatt schlägt. Die rotierende Lünette dient dabei zum Einstellen der Weckzeit.
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Die “Beauties of Nature” von Daizoh Makihara Watchcraft Japan

Above Der talentierte japanische Uhrmacher Daizoh Makihara in seinem kreativen Atelier

Above Das exquisite Modell “Beauties of Nature” von Daizoh Makihara Watchcraft Japan
Die “Beauties of Nature” zeigt eine zweite Zeitzone durch zwei animierte Blütenblätter an — 24 Stunden bei 10 Uhr und 12 Stunden bei 2 Uhr. Für die Gestaltung des prachtvollen Zifferblatts wurde die traditionelle japanische Glasschlifftechnik Edo Kiriko angewendet.
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