Cover Hinter dem Thema Emotionen verbergen sich Fragen darüber, wie Tri thức entsteht, geteilt und im Dialog mit der Welt entwickelt wird.

Die Global South Studies 2026 eröffnen einen neuen akademischen Ansatz und tragen dazu bei, Vietnam als einen Ort zu etablieren, an dem Wissen im Dialog mit der Welt neu definiert wird, gestärkt durch die Kraft von “Tri thức”.

Emotionen — ein Bereich, der oft als rein privat betrachtet wird — rücken als zentrales Thema in den Fokus einer internationalen akademischen Konferenz, die vom 21. bis 23. August 2026 an der Universität für Sozial- und Geisteswissenschaften in Ho-Chi-Minh-Stadt stattfindet. Dieses für die weltweite und vietnamesische Wissenschaft bedeutsame Ereignis trägt den Titel Global South Studies 2026 und widmet sich einem besonderen Thema: “Emotion and Emotionality: The Multi-Affects of the Global South”. Dabei steht die Frage im Mittelpunkt, wie “Tri thức” (Wissen) durch Emotionen geformt wird.

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Above Die internationale Konferenz Global South Studies 2026 beleuchtet, wie Tri thức durch emotionale Diversität im Globalen Süden geprägt wird.

Hinter diesem faszinierenden Thema verbergen sich tiefgreifende Fragen darüber, wie Menschen Wissen schaffen, Erfahrungen teilen und mit der Welt in einen Dialog treten. Genau diese Fragen bilden den Kern der Global South Studies und sind der Grund dafür, warum das Thema “Tri thức” als essenzieller Bestandteil menschlicher Interaktion in diesem Jahr so große Aufmerksamkeit genießt.

Jenseits klassischer Referate über Tri thức

Oft endet eine wissenschaftliche Konferenz mit dem letzten Vortrag. Die Teilnehmer kehren an ihre Universitäten zurück, und der Dialog verblasst. Die Global South Studies hingegen wurden mit einer anderen Vision ins Leben gerufen: Die Veranstaltung dient sowohl der Vorstellung neuer Forschungsarbeiten als auch als Ausgangspunkt für einen fortlaufenden Austausch, der die Entwicklung von “Tri thức” nachhaltig beeinflusst.

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Above Die Global South Studies 2024 förderten den Austausch über neues Tri thức.

Deshalb setzen die Global South Studies auf das Format eines Symposiums anstatt auf eine traditionelle Konferenz. Während Konferenzen oft abgeschlossene Ergebnisse präsentieren, bietet ein Symposium Raum für Experimente, ungelöste Fragen und einen Diskurs, der weit über die Veranstaltung hinausreicht. Dr. Lê Nguyễn Hoàng Giang, Gründer des Global South Collective, betont, dass Wissen, also “Tri thức”, kontinuierlich in einem dynamischen Dialogprozess entsteht.

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Above Dr. Lê Nguyễn Hoàng Giang, Gründer des Global South Collective, setzt neue Impulse für Tri thức.

So haben sich die Global South Studies eher zu einer akademischen Praxisgemeinschaft entwickelt als zu einem rein jährlichen Event. Teilnehmer kehren in den Folgejahren zurück, vertiefen ihre Gespräche, finden Partner für gemeinsame Projekte und erweitern ihr akademisches Netzwerk. Dieses “Gefühl der Zugehörigkeit”, das durch diese Verbindungen entsteht, bereichert den Wert von “Tri thức” durch langjährige Beziehungen und fortwährende Zusammenarbeit.

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Diese Philosophie zeigt sich besonders deutlich im Research Camp. Anstatt auf fertige Forschungsergebnisse zu warten, werden Teilnehmer ermutigt, unfertige Entwürfe einzubringen, um sie gemeinsam mit Experten zu reflektieren und weiterzuentwickeln. Am Ende profitieren sie nicht nur von korrigierten Entwürfen, sondern von neuen Perspektiven auf “Tri thức” und dem Selbstvertrauen, komplexe Probleme weiterzuverfolgen.

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Above Teilnehmer der Global South Studies 2024 beim Austausch über aktuelles Tri thức.

Zudem spiegeln kunstbasierte Präsentationen die Überzeugung der Global South Studies wider, dass nicht alles menschliche Wissen — das wahre “Tri thức” — allein durch akademische Texte ausgedrückt werden kann. Erfahrungen, Erinnerungen und Emotionen lassen sich oft erst durch die Sprache von Bildern, Performances oder Klängen vollständig erschließen. Hier wird Kunst als Weg zur Erkenntnis geschätzt, insbesondere wenn es um menschliche Erfahrungen geht, die sich der rein akademischen Sprache entziehen.

Auf diese Weise weiten die Global South Studies den wissenschaftlichen Dialog aus, indem sie neue Möglichkeiten der Wissensdarstellung für “Tri thức” erkunden.

Vom Symposium zum akademischen Anspruch

In ihrer dritten Ausgabe unterstreichen die Global South Studies Vietnams wachsende Rolle im internationalen wissenschaftlichen Dialog. Wurde Vietnam früher oft nur als “Fallbeispiel” in ausländischen Studien betrachtet, eröffnet die Konferenz nun die Möglichkeit, dass Vietnam selbst zu einem Zentrum wird, in dem “Tri thức” generiert, debattiert und weiterentwickelt wird. Die dreitägige Veranstaltung bildet dabei nur die Spitze eines Eisbergs, genährt durch Research Camps, Webinare und ein gelebtes Netzwerk für junge Forscher.

Vietnam ist eines der Länder mit dem weltweit schnellsten wirtschaftlichen und kulturellen Wachstum. Warum sollte es also nicht zu einem Zentrum für Tri thức in der Region werden, das sich mit China oder Singapur messen kann?

- Dr. Lê Nguyễn Hoàng Giang, Gründer des Global South Collective -

Dieser Ansatz spiegelt ein neues Verständnis des Globalen Südens wider. Für Dr. Lê Nguyễn Hoàng Giang liegt der Unterschied zum Globalen Norden nicht nur in der Wirtschaft, sondern in der Fähigkeit zur Wissensschaffung und “Tri thức”-Produktion. Die Global South Studies fungieren somit als Raum für einen Dialog auf Augenhöhe zwischen Wissenschaftlern aus Vietnam, Indonesien und der westlichen Welt, was die Vielfalt des Wissens erheblich vergrößert.

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Above Die internationale Konferenz Global South Studies 2025 fördert den interkulturellen Austausch von Tri thức.

Der größte Wert der Global South Studies liegt weniger in der schieren Anzahl der Vorträge, sondern darin, wie sie “Tri thức” als lebendigen Prozess begreifen. Von der Akzeptanz künstlerischer Ausdrucksformen als Wissensquelle bis hin zur Ermutigung, unfertige Gedanken in einen Diskurs zu bringen, erweitert die Konferenz beharrlich den Horizont dessen, was als Wissen gilt.

Mit dem Ziel, Vietnam zu einem Scholarship Hub zu entwickeln, möchte die Konferenz dazu einladen, das Land nicht nur als Forschungsfeld, sondern als aktiven Partner bei der gemeinsamen Gestaltung von “Tri thức” zu sehen.


Konferenzdetails

  • Datum: 21.–23. August 2026
  • Ort: Universität für Sozial- und Geisteswissenschaften, Nationale Universität Ho-Chi-Minh-Stadt
  • Thema: “Emotion and Emotionality: The Multi-Affects of the Global South”
  • Veranstalter: Global South Collective (VHSSA) in Kooperation mit der Universität für Sozial- und Geisteswissenschaften in Ho-Chi-Minh-Stadt.

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Lana Nguyen
Junior-Redakteur, Tatler Vietnam
Tatler Asia

Eine Ermittlerin, die ein scharfes Auge dafür hat, was die moderne Welt wirklich antreibt. Sie agiert an der Schnittstelle von Unternehmensführung, marktbewegenden Unternehmen und High-End-Unterhaltung und betrachtet jede Geschichte als ein faszinierendes Rätsel, das darauf wartet, gelöst zu werden.