„Wir handeln nicht nur des Handelns wegen, sondern aus Überzeugung – nur wenn wir das Beste für Taiwan hinterlassen, kann die junge Generation wahrhaft stark sein.“ André Yang verbindet rationale institutionelle Steuerung mit kulturellem Engagement und schafft als inspirierender Vordenker eine Brücke zwischen der taiwanischen Jugend und der Welt.
Die Aufnahme in die Gen.T-Liste ist für den erst 18-jährigen André Yang, der kurz vor seinem Studium an der Cornell University steht, sowohl eine Ehre als auch eine Überraschung. Sein tief verwurzeltes Engagement für das Gemeinwohl lässt sich auf ein Spielzeug zurückführen, das sein Vater einst aus Nepal mitbrachte – ein Moment, der den Grundstein für seinen Altruismus legte.
Seit er in der 9. Klasse eine Benefizauktion organisierte, verfolgt er beharrlich das Ziel, durch Wohltätigkeit zu wirken. Als Gründer und CEO der “Taiwan Youth Exhibition” sowie als Geschäftsführer der “Puyuan Team Education Foundation” setzt er sich entschlossen für gesellschaftliche Belange ein.
„In beiden Funktionen überlege ich fortwährend, wie man Ressourcen in Möglichkeiten für die nächste Generation verwandeln kann“, erklärt André Yang. Während die Stiftung Kinder durch Bildungsinitiativen unterstützt, dient die Taiwan Youth Exhibition als Plattform, die von Jugendlichen selbst initiiert und gesteuert wird. „Wir stärken das Selbstvertrauen junger Menschen durch Ausstellungen und aktives Engagement, um so eine Generation zu fördern, die den Weitblick besitzt, der Gesellschaft etwas zurückzugeben.“ André Yang möchte nicht nur Zuschauer sein, sondern selbst Hand anlegen und eine Bühne für seine Generation schaffen.

Above André Yang, Gründer und CEO der 2026 Gen.T Taiwan Youth Exhibition (Foto: Chuan Zhou)
Harte Management-Prinzipien hinter der Vision von André Yang
Auf der Website der Taiwan Youth Exhibition wirkt das Wort „GIVER“ kraftvoll. Für André Yang ist es jedoch weit mehr als ein PR-Slogan; es stellt den Standard für das tägliche Handeln dar. Er nutzt die strenge Logik des Unternehmensmanagements, um diesen Begriff in fünf disziplinierte Säulen zu unterteilen:
„Erstens: Governance – Probleme nicht erst reparieren, wenn sie auftreten, sondern Regeln und Prozesse festlegen, für die Verantwortung übernommen werden kann. Zweitens: Innovation – wenn bewährte Methoden nicht mehr ausreichen, sollte man mutig als Erster neue Wege gehen. Drittens: Mut – auch in Momenten der Erschöpfung oder bei Hindernissen den nächsten Schritt wagen.“
Er ergänzt: „Viertens: Bildung – es geht nicht um einmalige Events, sondern darum, Methoden zu vermitteln, die weitergegeben werden können. Fünftens: Gegenseitigkeit – statt als Einzelkämpfer zu agieren, vernetzen wir Partner, damit die Flamme der Inspiration weitergetragen wird.“
Diese institutionalisierte Denkweise gründet auf seinem Wunsch, das Team zu schützen. André Yang ist überzeugt: „Wahrer Einfluss bemisst sich nicht daran, was man allein erreicht, sondern an den Strukturen, die man hinterlässt, damit andere fortfahren können.“

Above André Yang, Gründer und CEO der 2026 Gen.T Taiwan Youth Exhibition (Foto: Chuan Zhou)
Die Ambition hinter einem kunstvollen Puzzle
André Yangs Integrationskraft zeigt sich besonders in der Initiative „Jugend sieht Taiwan gemeinsam“. Dieses groß angelegte Projekt involvierte über tausend Kinder aus 40 ländlichen Gemeinden und erforderte enorme Koordinationsleistung.
Um die begrenzten Ressourcen effizient zu nutzen, bewies André Yang sein diplomatisches Geschick. Er teilte seine Vision mit dem Vorstandsvorsitzenden der China Trust Charity Foundation, Koo Chung-liang, und integrierte erfolgreich Kurse in 33 Gemeinden des „Taiwan Dream Project“. Zudem suchte er aktiv die Zusammenarbeit mit der Chi Po-lin Foundation, um deren wertvolle Luftaufnahmen zu nutzen. André Yang skizzierte diese Vorlagen für die Kinder, die sie in 25 kleine Leinwände aufteilten. Das daraus entstandene Gesamtwerk wurde versteigert, um die Stiftungen und ländliche Schulen nachhaltig zu fördern.
„Taiwans Stimme lässt sich kaum durch eine Person oder einen Satz definieren“, erklärt André Yang. „Das Bild vereint 25 Perspektiven ländlicher Kinder auf ihre Heimat. Meine Aufgabe ist es, diese Stimmen zu verstärken.“

Above André Yang, Gründer und CEO der 2026 Gen.T Taiwan Youth Exhibition (Foto: Chuan Zhou)
Werte weitergeben und Horizonte erweitern
André Yangs Geheimnis für anhaltende Kreativität ist schlicht: der Austausch. „Jeder Mensch hat eine begrenzte Vorstellungskraft, aber durch den Dialog entstehen neue Funken.“ Ein Beispiel ist die Taiwan Chinese Music Promotion Association, ein Gemeinschaftsprojekt, das aus Gesprächen mit der Guzheng-Lehrerin Chiang Tsai-hsi hervorging.
Für die Zukunft zeigt sich André Yang optimistisch: Das Feuer, das er entfacht hat, wird nicht erlöschen, wenn er ins Ausland geht. Er hat längst Mechanismen für eine generationenübergreifende Stabübergabe geschaffen.
„In fünf Jahren soll die Taiwan Youth Exhibition eine Marke sein, die einer ganzen Generation gehört“, so André Yang entschlossen. „Nach zehn Jahren hoffe ich, dass eine Kultur des Mentoring fest verankert ist: Wer selbst gefördert wurde, sollte auch bereit sein, andere zu fördern. Erfolg sollte nicht nur als Aufstieg, sondern als Weitergabe verstanden werden.“
Projektleitung von Hou Chou, Erica Yu & Ben Kuo.
Fotografie von Zhou Chuan.
Styling von Keira Lu & Xiang Huang.
Make-up von Doris, Aga & Camila (Backstage).
Haare von Pari, Angel & Zing.
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