The Leeum Museum of Art campus in Hannam-dong, Seoul, showing Mario Botta’s terracotta brick Museum 1 building in the background and the cantilevered steel Samsung Child Education and Culture Centre by OMA in the foreground, with Rem Koolhaas’s “memories of the future” text installation visible along its roofline (Photo: iStock)
Cover Das Leeum Museum of Art, ein wegweisendes Wahrzeichen der Chaebol-Architektur in Korea, auf seinem Campus in Hannam-dong in Seoul. Im Hintergrund ist das von Mario Botta aus Terrakotta-Ziegeln erbaute Museum 1 zu sehen, während im Vordergrund das ausladende, stählerne Samsung Child Education and Culture Centre von OMA thront, an dessen Dachlinie Rem Koolhaas' Textinstallation “memories of the future” erkennbar ist (Foto: iStock)
The Leeum Museum of Art campus in Hannam-dong, Seoul, showing Mario Botta’s terracotta brick Museum 1 building in the background and the cantilevered steel Samsung Child Education and Culture Centre by OMA in the foreground, with Rem Koolhaas’s “memories of the future” text installation visible along its roofline (Photo: iStock)

Von einem durch drei Pritzker-Preisträger entworfenen Campus am Hang von Hannam-dong bis hin zu einem über ein Jahrzehnt entwickelten Triple-Tower-Hauptsitz: Die Chaebol-Architektur in Korea hat einige der bedeutendsten Gebäude in der Geschichte des Landes hervorgebracht.

Während des größten Teils des 20. Jahrhunderts wurden Koreas familiengeführte Konglomerate primär als treibende Kräfte für Produktion und Export betrachtet. Ob Elektronik, Automobile, Schifffahrt oder Bauwesen: Die Produktion war industrieller Natur, wobei die Ästhetik bestenfalls eine beiläufige Nebensache darstellte. In den vergangenen zwei Jahrzehnten haben sich jedoch einige der größten Unternehmensgruppen des Landes der Architektur zugewandt — nicht als logistische Notwendigkeit, sondern als bewussten Akt der kulturellen Positionierung. Sie gaben Bauwerke in Auftrag, die ganze Stadtviertel neu formten, internationale Spitzentalente anzogen und sich auf eine Weise im öffentlichen Bewusstsein verankerten, die keine Produktkampagne jemals hätte reproduzieren können. Dies markiert die Geburtsstunde der modernen Chaebol-Architektur in Korea.

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Lotte World Tower seen from across the Han River, its 555-metre height placing it well above the surrounding low-rise fabric of eastern Seoul (Photo: Unsplash/Park Gunwoo)
Above Der Lotte World Tower, vom anderen Ufer des Han-Flusses aus betrachtet. Mit seiner Höhe von 555 Metern überragt er die umliegende, niedrig bebaute Struktur des östlichen Seouls bei Weitem (Foto: Unsplash/Park Gunwoo)
Lotte World Tower seen from across the Han River, its 555-metre height placing it well above the surrounding low-rise fabric of eastern Seoul (Photo: Unsplash/Park Gunwoo)

Während die koreanische Soft Power weltweit durch Film, Musik, Gastronomie und Mode expandierte, bauten die Chaebols zeitgleich ihre physische Infrastruktur in der Heimat aus. Es entstanden beeindruckende Projekte wie ein von drei Pritzker-Preisträgern gestalteter Museumscampus am Hang von Hannam-dong, ein Super-Wolkenkratzer in Jamsil, dessen Formensprache von traditioneller Keramik inspiriert ist, sowie ein Kunstzentrum im Westen Seouls, entworfen von einem der berühmtesten Architekten Japans. Nicht alle dieser Meisterwerke der Chaebol-Architektur in Korea gehören zu den klassischen “Big Four”-Konglomeraten. Amorepacific, gegründet 1945, operiert zwar abseits dieser Hierarchie, agiert jedoch in puncto Größe und Ambition auf einem vergleichbaren Niveau. Hanwha, Eigentümer der Kaufhauskette Galleria, repräsentiert eine weitere Facette dieser faszinierenden Unternehmenslandschaft.

Im Folgenden präsentieren wir eine Auswahl der bedeutendsten Auftragsbauten — Gebäude, die eindrucksvoll dokumentieren, wie die Unternehmensmacht in Korea im 21. Jahrhundert ihren architektonischen Ausdruck findet.

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Amorepacific-Hauptsitz, Yongsan-gu, Seoul

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The full street-facing elevation of the Amorepacific headquarters on Hangang-daero in Yongsan-gu, Seoul, designed by David Chipperfield Architects Berlin as a cube approximately 100 metres in width and height, clad in a continuous aluminium fin screen (Photo: iStock)
Above Die vollständige Straßenansicht des Amorepacific-Hauptsitzes am Hangang-daero in Yongsan-gu, Seoul. Das von David Chipperfield Architects Berlin entworfene Gebäude präsentiert sich als Würfel von etwa 100 Metern Breite und Höhe, umhüllt von einer durchgehenden Aluminiumlamellen-Fassade (Foto: iStock)
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A close view of the aluminium brise-soleil screen and façade opening of the Amorepacific headquarters in Yongsan-gu, Seoul, designed by David Chipperfield Architects Berlin and completed in 2017 (Photo: iStock)
Above Eine Nahaufnahme des Aluminium-Brise-Soleil-Sichtschutzes und der Fassadenöffnung des Amorepacific-Hauptsitzes in Yongsan-gu, Seoul, entworfen von David Chipperfield Architects Berlin und im Jahr 2017 fertiggestellt (Foto: iStock)
The full street-facing elevation of the Amorepacific headquarters on Hangang-daero in Yongsan-gu, Seoul, designed by David Chipperfield Architects Berlin as a cube approximately 100 metres in width and height, clad in a continuous aluminium fin screen (Photo: iStock)
A close view of the aluminium brise-soleil screen and façade opening of the Amorepacific headquarters in Yongsan-gu, Seoul, designed by David Chipperfield Architects Berlin and completed in 2017 (Photo: iStock)

Das Grundstück in Yongsan wurde bereits seit 1956 von Amorepacific genutzt. Der neue Hauptsitz, der nach achtjähriger Planungs- und Bauzeit fertiggestellt wurde, bietet Arbeitsplätze für 7.000 Menschen auf 30 Etagen und einer Fläche von 216.000 Quadratmetern. David Chipperfield Architects Berlin entschied sich gegen einen traditionellen Turm und favorisierte stattdessen einen Würfel mit einer Kantenlänge von rund 100 Metern, dessen Formgebung dezent an das weiße koreanische Porzellangefäß “Moon Jar” angelehnt ist.

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The ground-floor public atrium of LG Arts Centre Seoul, featuring Tadao Ando’s characteristic board-formed concrete coffered ceiling above a multi-level lobby connecting the Park Gate entrance to the venue’s cultural and retail spaces (Photo: iStock)
Above Das öffentliche Atrium im Erdgeschoss des LG Arts Center Seoul, das durch die für Tadao Ando charakteristische Kassettendecke aus Sichtbeton besticht. Es befindet sich über einer mehrstöckigen Lobby, die den Park Gate-Eingang mit den Kultur- und Einzelhandelsflächen des Veranstaltungsortes verbindet (Foto: iStock)
The ground-floor public atrium of LG Arts Centre Seoul, featuring Tadao Ando’s characteristic board-formed concrete coffered ceiling above a multi-level lobby connecting the Park Gate entrance to the venue’s cultural and retail spaces (Photo: iStock)

Drei großzügige städtische Öffnungen in der Fassade beherbergen jeweils einen hängenden Garten, während ein zentraler Innenhof die natürliche Belüftung und das Tageslicht maximiert. Öffentlich zugängliche Einrichtungen in den unteren Etagen — darunter das Amorepacific Museum of Art, ein Auditorium, eine Bibliothek und Kinderbetreuungseinrichtungen — waren eine ausdrückliche Vorgabe des Wettbewerbs. Das Gebäude wurde mit dem prestigeträchtigen LEED-Gold-Zertifikat ausgezeichnet.

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Leeum Museum of Art, Hannam-dong, Seoul

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The Samsung Child Education and Culture Centre at the Leeum Museum of Art campus, designed by OMA under Rem Koolhaas, showing the cantilevered dark steel volume and the sculptural grounds connecting the three buildings of the complex (Photo: iStock)
Above Das Samsung Child Education and Culture Centre auf dem Campus des Leeum Museum of Art, entworfen von OMA unter der Leitung von Rem Koolhaas. Zu sehen sind das auskragende, dunkle Stahlvolumen und die skulpturalen Außenanlagen, welche die drei Gebäude des Komplexes harmonisch miteinander verbinden (Foto: iStock)
The Samsung Child Education and Culture Centre at the Leeum Museum of Art campus, designed by OMA under Rem Koolhaas, showing the cantilevered dark steel volume and the sculptural grounds connecting the three buildings of the complex (Photo: iStock)

Kein privater Architekturauftrag in Korea reicht an das heran, was die Samsung Foundation of Culture an den Hängen des Namsan in Hannam-dong erschaffen hat. Anstatt einen einzigen Architekten zu beauftragen, lud die Stiftung gleich drei Koryphäen ein: Mario Botta entwarf Museum 1 (für traditionelle koreanische Kunst), Jean Nouvel gestaltete Museum 2 (für zeitgenössische Kunst) und Rem Koolhaas von OMA verantwortete sowohl den Masterplan als auch das Samsung Child Education and Culture Centre.

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The Leeum Museum of Art campus in Hannam-dong, Seoul, showing Mario Botta’s terracotta brick Museum 1 building in the background and the cantilevered steel Samsung Child Education and Culture Centre by OMA in the foreground, with Rem Koolhaas’s “memories of the future” text installation visible along its roofline (Photo: iStock)
Above Der Campus des Leeum Museum of Art in Hannam-dong, Seoul. Im Hintergrund erhebt sich das aus Terrakotta-Ziegeln gefertigte Museum 1 von Mario Botta, während im Vordergrund das auskragende stählerne Samsung Child Education and Culture Centre von OMA thront. Entlang dessen Dachlinie ist Rem Koolhaas' Textinstallation “memories of the future” zu erkennen (Foto: iStock)
The Leeum Museum of Art campus in Hannam-dong, Seoul, showing Mario Botta’s terracotta brick Museum 1 building in the background and the cantilevered steel Samsung Child Education and Culture Centre by OMA in the foreground, with Rem Koolhaas’s “memories of the future” text installation visible along its roofline (Photo: iStock)

Das Ergebnis, das 2004 seine Pforten öffnete, gilt als eine der führenden privaten Institutionen Südkoreas. Es beherbergt eine ständige Sammlung von über 15.000 Werken, darunter 36 Objekte, die als nationale Kulturschätze deklariert sind. Die herausragende Chaebol-Architektur in Korea zeigt sich hier besonders raffiniert: Die drei Gebäude teilen sich eine weitläufige unterirdische Ebene, präsentieren sich oberirdisch jedoch vollkommen eigenständig, wobei jeder Architekt mit einer unverwechselbaren Materialpalette und strukturellen Logik arbeitete.

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Galleria Centercity, Cheonan

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The exterior of Galleria Centercity in Cheonan, designed by UNStudio and completed in 2010, is clad in a double-layered aluminium façade of vertical mullions that skews the perceived scale of the 66,700-square-metre building (Photo: Getty)
Above Die Fassade der Galleria Centercity in Cheonan, entworfen von UNStudio und 2010 fertiggestellt. Sie ist in eine doppellagige Aluminiumstruktur aus vertikalen Pfosten gehüllt, welche die wahrgenommene Dimension des 66.700 Quadratmeter großen Gebäudes geschickt verfremdet (Foto: Getty)
The exterior of Galleria Centercity in Cheonan, designed by UNStudio and completed in 2010, is clad in a double-layered aluminium façade of vertical mullions that skews the perceived scale of the 66,700-square-metre building (Photo: Getty)

Die zu Hanwha gehörende Kaufhauskette Galleria beauftragte das in Amsterdam ansässige Architekturbüro UNStudio mit dem Entwurf eines Flagship-Stores in Cheonan, einer sich rasant entwickelnden Stadt südlich von Seoul. Das Gebäude besticht durch eine doppellagige Fassade mit einem Trompe-l’œil-Muster aus vertikalen Pfosten, das die wahrgenommene Größe der Struktur optisch manipuliert. Computergenerierte Animationen sind raffiniert in das Lichtdesign integriert und verwandeln die Hülle in eine Medienfassade, die das Bauwerk in einer Vielzahl von Farben und Effekten erstrahlen lässt.

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The multi-level interior atrium of Galleria Centercity, Cheonan, featuring UNStudio’s sequence of curved white platforms designed to recast the department store as a cultural as well as a commercial destination (Photo: Getty)
Above Das mehrstöckige innere Atrium der Galleria Centercity in Cheonan. Es besticht durch UNStudios elegante Abfolge von geschwungenen, weißen Plattformen, die das Kaufhaus nicht nur als kommerzielle, sondern gleichermaßen als kulturelle Destination inszenieren (Foto: Getty)
The multi-level interior atrium of Galleria Centercity, Cheonan, featuring UNStudio’s sequence of curved white platforms designed to recast the department store as a cultural as well as a commercial destination (Photo: Getty)

Der leitende Architekt Ben van Berkel entwarf das Innere als eine Abfolge von geschichteten, geschwungenen Plattformen. Sein Ansatz beruhte auf der Überzeugung, dass sich das Kaufhaus im modernen Asien von einer reinen Einkaufsstätte zu einer wahrhaften Kulturinstitution gewandelt hat. Das Projekt warf zudem die Frage auf, wie ein Gebäude eine neue urbane Zone markieren kann, da die Galleria Centercity zu den ersten großen kommerziellen Strukturen in diesem aufstrebenden Teil von Cheonan zählte.

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Lotte World Tower, Jamsil, Seoul

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Lotte World Tower seen against the Seoul skyline and the mountains of Bukhansan beyond, its rounded profile contrasting with the denser residential and commercial fabric of the surrounding Jamsil district (Photo: Unsplash/Yeon Lee)
Above Der Lotte World Tower, eingebettet in die Skyline von Seoul und umrahmt von den malerischen Bergen des Bukhansan-Nationalparks im Hintergrund. Seine abgerundete Silhouette bildet einen faszinierenden Kontrast zu der dichteren Wohn- und Geschäftsbebauung des umliegenden Jamsil-Viertels (Foto: Unsplash/Yeon Lee)
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The tapered glass and lacquered metal facade of Lotte World Tower in Jamsil, Seoul, designed by Kohn Pedersen Fox and completed in 2017, rises 555 metres across 123 storeys to become the tallest building in South Korea (Photo: Unsplash/Olivia Kim)
Above Die spitz zulaufende Fassade aus Glas und lackiertem Metall des Lotte World Tower in Jamsil, Seoul. Das von Kohn Pedersen Fox entworfene und 2017 fertiggestellte Meisterwerk ragt mit seinen 123 Etagen majestätische 555 Meter in die Höhe und ist damit das höchste Gebäude Südkoreas (Foto: Unsplash/Olivia Kim)
Lotte World Tower seen against the Seoul skyline and the mountains of Bukhansan beyond, its rounded profile contrasting with the denser residential and commercial fabric of the surrounding Jamsil district (Photo: Unsplash/Yeon Lee)
The tapered glass and lacquered metal facade of Lotte World Tower in Jamsil, Seoul, designed by Kohn Pedersen Fox and completed in 2017, rises 555 metres across 123 storeys to become the tallest building in South Korea (Photo: Unsplash/Olivia Kim)

Mit 555 Metern und 123 Stockwerken ist der Lotte World Tower das höchste Gebäude Südkoreas, das höchste in einem OECD-Land und das erste in Korea, das die magische Marke von 100 Etagen durchbrach. Im April 2017 öffnete er seine Pforten für die Öffentlichkeit. Der vom Lotte-Konzern in Auftrag gegebene Turm, dessen Entwurf aus einem internationalen Architekturwettbewerb siegreich hervorging, stammt aus der Feder des New Yorker Büros Kohn Pedersen Fox. Das Äußere des Turms — bestehend aus hellen Glaspaneelen, die von einem eleganten Gitter aus weiß lackiertem Metall durchzogen sind — zitiert unmittelbar die traditionelle koreanische Handwerkskunst.

KPF beabsichtigte, eine Form zu schaffen, die “koreanische Kunstfertigkeit widerspiegelt”, und positionierte das abgerundete, sich verjüngende Profil als bewussten Kontrast zur umliegenden Berglandschaft. Im Inneren umfasst das luxuriöse Raumprogramm exklusiven Einzelhandel, hochmoderne Büros, das erstklassige Luxushotel Signiel, Serviced Residences sowie eine in 500 Metern Höhe gelegene Aussichtsplattform.

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Hyundai Motorstudio Goyang

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The street-facing façade of Hyundai Motorstudio Goyang, designed by Delugan Meissl Associated Architects and completed in 2017, shows the cantilevered “shaped sky” roof — clad in bronze-toned aluminium panels — extending over a fully glazed ground-level volume (Photo: Instagram/DMAA)
Above Die Straßenfassade des Hyundai Motorstudio Goyang, exzellent entworfen von Delugan Meissl Associated Architects und 2017 vollendet. Deutlich zu erkennen ist das auskragende “Shaped Sky”-Dach — verkleidet mit bronzefarbenen Aluminiumpaneelen —, das sich schützend über das vollständig verglaste Erdgeschoss spannt (Foto: Instagram/DMAA)
The street-facing façade of Hyundai Motorstudio Goyang, designed by Delugan Meissl Associated Architects and completed in 2017, shows the cantilevered “shaped sky” roof — clad in bronze-toned aluminium panels — extending over a fully glazed ground-level volume (Photo: Instagram/DMAA)

Mit einer Länge von 160 Metern und einer Breite von bis zu 75 Metern ist das Hyundai Motorstudio Goyang der größte Mobilitäts-Themenpark in Südkorea. Das in Wien ansässige Büro Delugan Meissl Associated Architects, das 2011 einen internationalen Einladungswettbewerb für sich entscheiden konnte, entwarf ein Gebäude, das auf drei architektonischen Leitmotiven basiert: einer durchdachten Erdgeschosslandschaft, üppigen vertikalen Begrünungswänden und einem “Shaped Sky” — einem organisch geformten, auskragenden Dach, welches Kinos, Ausstellungsgalerien, eine Mehrzweckhalle sowie moderne Büros beherbergt. Dieser geformte Himmel wird von lediglich vier Betonstützkernen und sechs schlanken Säulenclustern getragen, deren Positionen computergestützt optimiert wurden, um störende Elemente im darunterliegenden Raum auf ein absolutes Minimum zu reduzieren. Das Bauwerk vereint Vertrieb, Markenerlebnis und Automobilkultur meisterhaft unter einem Dach. Inzwischen hat Hyundai das erfolgreiche Motorstudio-Konzept auch in Busan, Peking und Moskau etabliert.

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LG Arts Center Seoul, Magok, Seoul

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The exterior of LG Arts Centre Seoul in Magok, designed by Tadao Ando Architect & Associates with Gansam, showing the main entrance to the 1,335-seat LG SIGNATURE Hall performance venue (Photo: iStock)
Above Die markante Außenansicht des LG Arts Center Seoul in Magok, entworfen von Tadao Ando Architect & Associates in enger Zusammenarbeit mit Gansam. Zu sehen ist der einladende Haupteingang der LG SIGNATURE Hall, eines modernen Veranstaltungssaals mit 1.335 Sitzplätzen (Foto: iStock)
The exterior of LG Arts Centre Seoul in Magok, designed by Tadao Ando Architect & Associates with Gansam, showing the main entrance to the 1,335-seat LG SIGNATURE Hall performance venue (Photo: iStock)
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The LG Science Park campus in Magok, Gangseo-gu, Seoul, adjacent to the Seoul Botanic Park, where the LG Arts Center Seoul, designed by Tadao Ando, opened in October 2022 (Photo: iStock)
Above Der weitläufige Campus des LG Science Park in Magok, Gangseo-gu, Seoul, direkt angrenzend an den Seoul Botanic Park, wo im Oktober 2022 das von Tadao Ando entworfene LG Arts Center Seoul feierlich eröffnet wurde (Foto: iStock)
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The Tube at LG Arts Centre Seoul, a 10-metre-high diagonal passage designed by Tadao Ando Architect & Associates that runs through the ground floor of the building, connecting Seoul Botanic Park to the adjacent LG Science Park (Photo: iStock)
Above Die Röhre (“The Tube”) im LG Arts Center Seoul, ein 10 Meter hoher, diagonaler Durchgang, entworfen von Tadao Ando Architect & Associates, der quer durch das Erdgeschoss des Gebäudes verläuft und den Seoul Botanic Park architektonisch mit dem benachbarten LG Science Park verbindet (Foto: iStock)
The LG Science Park campus in Magok, Gangseo-gu, Seoul, adjacent to the Seoul Botanic Park, where the LG Arts Center Seoul, designed by Tadao Ando, opened in October 2022 (Photo: iStock)
The Tube at LG Arts Centre Seoul, a 10-metre-high diagonal passage designed by Tadao Ando Architect & Associates that runs through the ground floor of the building, connecting Seoul Botanic Park to the adjacent LG Science Park (Photo: iStock)

Nach 22 Jahren im prestigeträchtigen Gangnam verlegte das LG Arts Center seinen Standort in das florierende Viertel Magok im Westen Seouls und feierte im Oktober 2022 inmitten des Seoul Botanic Park seine Neueröffnung. Tadao Andos exquisites Designkonzept stützt sich auf drei zentrale Raumelemente, von denen das faszinierendste “The Tube” ist: ein 10 Meter hoher, runder Durchgang, der diagonal durch das Erdgeschoss des Gebäudes schneidet und den botanischen Garten der Stadt mit dem benachbarten LG Science Park verknüpft. Diese meisterhafte Chaebol-Architektur in Korea beherbergt unter anderem die LG SIGNATURE Hall mit 1.335 Sitzplätzen sowie ein innovatives Black-Box-Theater für 365 Zuschauer. Für diese architektonische Meisterleistung wurde das herausragende Projekt mit dem Hauptpreis der Seoul Architecture Awards 2023 gewürdigt.

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