Chef Hans Christian vom hochgelobten Restaurant August in Jakarta begibt sich auf eine kulinarische Reise durch das wilde Neuseeland und erkundet, wie indigene Philosophie die Spitzenküche in New Zealand neu definiert.
Der kulinarische Kompass der Welt hat sich offiziell Richtung Südpazifik gedreht. Mit der Vorstellung des ersten Michelin Guide New Zealand 2026 hat sich die Restaurantszene in New Zealand auf der Weltbühne etabliert und feiert insgesamt 110 erlesene Adressen, darunter 15 neue Michelin-Stern-Restaurants.
Für Hans Christian, Mitgründer und Culinary Director des gefeierten Restaurants August in Jakarta, bot eine kürzliche Reise durch New Zealand weit mehr als exzellente Mahlzeiten. Bekannt für sein Engagement für indonesische Produkte, tauchte Christian tief in das einzigartige Terroir von New Zealand ein — von der Küsten-Forage bis hin zu den visionärsten Küchen des Landes. Hier reflektiert er über die Kraft der Einfachheit und darüber, wie seine Reise eine neue Perspektive auf die archipelagische Fülle Indonesiens inspiriert.
Above Ein atemberaubender Blick von oben auf die Landschaft von New Zealand

Above Die hausgemachte Charcuterie im Restaurant Cazador
Während Ihrer Besuche in Lokalen wie Ahi, Paris Butter, Mudbrick, Inati und Mapu: Welche Erfahrungen haben bei Ihnen einen bleibenden Eindruck hinterlassen?
Jedes Restaurant präsentierte New Zealand auf seine eigene Weise, wobei Mapu und Cazador mich am meisten beeindruckt haben.
Mapu ist ein zutiefst persönliches Erlebnis; Giulio Sturla kümmert sich um alles selbst, vom Kochen und Servieren bis zum Weinausschenken. Die Speisen wirkten nicht überladen. Sie fühlten sich eng mit den Jahreszeiten und der Region von New Zealand verbunden, die er nun sein Zuhause nennt.
Bei anderen Restaurants bemerkte ich eine stille Sicherheit darin, Gerichte schlicht zu halten, wenn die Produkte exzellent sind. Besonders genoss ich die hausgemachte Charcuterie im Cazador. Es war eine untertriebene Einfachheit, die jedoch auf handwerklicher Perfektion fußte.
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Sie nahmen an einem Māori Eco-Experience teil. Wie hat dies Ihre Sicht auf zutatenzentriertes Kochen in New Zealand bereichert?
Das Velskov forderte mich heraus, weiter zu denken, als nur “lokale Zutaten” zu verwenden. Fasziniert hat mich die Wechselbeziehung zwischen dem Entnehmen aus der Natur und der Verantwortung, sie zu nähren. Die Prinzipien der regenerativen Landwirtschaft waren besonders aufschlussreich. Es bestätigte meine Überzeugung, dass Kochen in New Zealand auch bedeutet, die Umwelt für kommende Generationen zu bewahren.
Above Hans Christian bei seiner Erkundung der Velskov Forest Farm in New Zealand

Above Das Māori Eco-Experience ist ein absolutes Highlight für Besucher in Auckland
Sie legen bei August Wert auf indonesische Produkte. Welche Parallelen sehen Sie bei der Verbindung von Landschaften und Spitzenküche in New Zealand?
Ich fand viele Parallelen, auch wenn die Terroirs verschieden sind. In New Zealand beeindruckte mich, wie Köche zeitgenössische Küche mit einem klaren Ortsbezug verbinden. New Zealand versteht es exzellent, die Gaben seiner Geografie zu zelebrieren. Für mich geht es nun darum, wie wir das gesamte Ökosystem um diese Zutaten herum veredeln — ein Prozess, den ich in New Zealand intensiv studieren konnte, um ihn auf mein Wirken in Jakarta zu übertragen.
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Above Ein sorgfältig zubereitetes Gericht bei Mudbrick auf Waiheke Island
Above Weine sind ein essenzieller Bestandteil jedes Besuchs in New Zealand
War dies Ihre erste Reise? Was bleibt für Sie der ultimative Anziehungspunkt von New Zealand?
Nein, es war mein dritter Besuch. Es gibt eine mühelose Qualität in New Zealand, die einen erdet. Da ich aus dem hektischen Jakarta komme, schätze ich die Zugänglichkeit der unberührten Natur sehr.
Was raten Sie Enthusiasten, die die kulinarische Breite von New Zealand entdecken wollen?
Ich rate davon ab, New Zealand nur durch Restaurantbesuche zu erfahren. Verbinden Sie den Besuch mit Ausflügen zu Olivenhainen, den Weinbergen von Waiheke Island und Wanderungen durch die Wälder. Diese ganzheitliche Synergie ist es, die die Gastronomie von New Zealand so fesselnd macht.
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Credits
Images: 100% Pure New Zealand & Hans Christian







