Von den Neonlichtern in Amsterdam über den verfliegenden Duft in Paris bis hin zum ersten Morgenlicht am Hehuan-Berg: Die Ailìse Bar im ersten Stock des Oku Hotels nutzt Reisen als roten Faden und verwebt Städte, Düfte und flüchtige Begegnungen in ihre neue Barkarte.
Was bleibt Ihnen nach einer Reise von einer Stadt im Gedächtnis? Vielleicht sind es nicht die klassischen Sehenswürdigkeiten, sondern ein unerwarteter Regenschauer, ein flüchtiger Hauch von Parfum oder eine Geschichte, die nie so richtig stattfand. Das Oku Hotel Taichung, das in der historischen Altstadt in einem ehemaligen Kaufhaus untergebracht ist, verfolgt das Konzept “The Department of Travellers’ Tales”. Es lädt dazu ein, die Geschichten und Erinnerungen der Reisenden in den Räumlichkeiten zu bewahren. Die Ailìse Bar sorgt dafür, dass diese Reise nach Einbruch der Dunkelheit ihre Fortsetzung findet. Als erste auf Gin spezialisierte Bar in Taichung beeindruckt sie mit einem riesigen, raumhohen Lichtturm. Das Design des Studios HBA wurde kürzlich für die “Asia – Hotel”-Kategorie der 2026 Restaurant & Bar Design Awards nominiert. In dieser Saison richtet die Ailìse Bar ihren Blick erneut in die Ferne. Unter dem Titel “Träume von Weltaromen und Erinnerungen” folgt sie den Spuren von Nebel, Sonnenlicht und flüchtigen Begegnungen, bevor sie schließlich wieder in Taiwan landet.
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Eine “Kaufhaus der Reisegeschichten” in einem historischen Gebäude

Above Die Ailìse Bar, entworfen von Studio HBA, ist für die 2026 Restaurant & Bar Design Awards in der Kategorie “Asia – Hotel” nominiert. (Foto: Oku Hotel)
Um die Barkarte der Ailìse Bar wirklich zu verstehen, muss man ihre Wurzeln im Oku Hotel Taichung betrachten. Die Ailìse Bar besticht durch ihr einzigartiges, von Reisen inspiriertes Ambiente.
Das Hotelgebäude diente einst als Sakura-Kaufhaus in der Altstadt von Taichung. Nach der Umgestaltung wurde die Vergangenheit keineswegs gelöscht, sondern als “Department of Travellers’ Tales” neu interpretiert. Die Innenarchitekten von Studio HBA Singapore kombinierten Art Déco-Elemente, Antiquitäten und zeitgenössisches Design, um den fiktiven Reisenden “Mr. OKU” zum Leben zu erwecken. Die überall im Hotel verteilten Gegenstände wirken wie Souvenirs von seinen weltweiten Reisen. Vergangenheit und Gegenwart verschmelzen zu einer kontinuierlichen Reiseerinnerung.
Die Ailìse Bar ist der lebendigste Schauplatz dieser Weltanschauung bei Nacht. In der hohen Hotellobby zieht der raumhohe Lichtturm alle Blicke auf sich. Er beherbergt Gins aus aller Welt und erstreckt sich zwischen Spiegeln und geometrischen Art Déco-Linien in die Höhe. Rundherum variiert die Atmosphäre: vom lebhaften Hauptbereich bis zur diskreten Lounge, geprägt von Metall, dunklem Holz und warmem bernsteinfarbenem Licht. Diese exzellente Gestaltung der Ailìse Bar würdigte auch die internationale Fachwelt mit der Nominierung für die 2026 Restaurant & Bar Design Awards.
Die neue Karte der Ailìse Bar erzählt von Reisezuständen

Above Die neue Barkarte der Ailìse Bar, “Träume von Weltaromen und Erinnerungen”, übersetzt Städte und Gefühle in flüssige Kunstwerke. (Foto: Oku Hotel)
Wenn der Raum von Reisen erzählt, darf die Barkarte in der Ailìse Bar nicht nachstehen.
Die von einem Meister-Mixologen-Team entwickelte Karte geht weit über die bloße Nennung von Städten hinaus. Vielmehr stellt sie die Frage, was nach einer Reise im Gedächtnis bleibt: das Wetter, die Pflanzen, das Licht, die Düfte und flüchtige Begegnungen. Die Karte der Ailìse Bar fungiert wie ein Reisetagebuch, das mit Kapiteln wie “Regen und Nebel”, “Hitze und Licht” sowie “Zwischen den Städten” beginnt und mit der “Heimkehr” endet.
Regen, Nebel, Hitze und Licht

Above Die Ailìse Bar fängt mit Cocktails wie “Regengedanken auf dem Blumenpfad” sensorische Erinnerungen statt Klischees ein. (Foto: Oku Hotel)
Die Reise beginnt beim Wetter. Die regnerischen Straßen von Dublin verwandeln sich in eine wärmende Mischung aus Bourbon, Cold-Brew-Kaffee und Zitronenverbene-Honig. In Kyoto hingegen hinterlässt der Regen ein Gefühl von Frische mit Gin, Birnenlikör und Hojicha-Tee.
Das Kapitel “Hitze und Licht” lässt die Szenerie erstrahlen. Wüsten, Zitrusgärten und sonnenüberflutete Highways dienen als Ausgangspunkt, um die Essenz einer Reise zu erfassen. Es geht nicht darum, ein Gericht nachzuahmen, sondern das körperliche Empfinden einer Reise einzufangen: Hitze, Kälte, Trockenheit und die Emotionen, die man in der Fremde spürt. So schmeckt man in der Ailìse Bar keine Landkarte, sondern durch Geschmack geweckte Erinnerungsfragmente.
Zwischen den Städten

Above Das Kapitel “Zwischen den Städten” der Ailìse Bar widmet sich den persönlichen Begegnungen und urbanen Geschichten. (Foto: Oku Hotel)

Above Der Cocktail “Nachdem das Parfum verflogen ist” in der Ailìse Bar erinnert mit Gin, Mezcal und Tabak an die Pariser Atmosphäre. (Foto: Oku Hotel)
Amsterdam und Paris: Manchmal bleiben nur die Menschen.
Das Kapitel “Zwischen den Städten” in der Ailìse Bar ist das menschlichste der gesamten Karte.
In Amsterdam spiegeln sich rote Neonlichter im Kanal. Die Erinnerung ist nicht an einen touristischen Ort geknüpft, sondern an die Auseinandersetzung mit dem Unbekannten. Mit einer Basis aus Earl-Grey-Gin, Wassermelone, Pfirsich und Hibiskus wirkt der Cocktail in der Ailìse Bar hell und spritzig, wie das Neonlicht der Amsterdamer Nacht. In Paris hingegen dominiert der Duft. Sobald man die U-Bahn verlässt, strömt einem ein Parfum entgegen, gefolgt von Tabak und den Schatten der Stadt. Der Drink “Nachdem das Parfum verflogen ist” vereint Gin und Mezcal mit Veilchen- und Holunderblütenlikör, abgerundet durch eine Essenz aus Orangenblüten und Sandelholz. Solche Momente – der Duft eines Fremden oder eine zufällige Begegnung in der Ailìse Bar – sind es, die eine Reise unvergesslich machen.
Wenn die Stadt zurücktritt und die Reise zur eigenen Erinnerung wird

Above Das Kapitel “Heimkehr” in der Ailìse Bar zelebriert die Rückkehr nach Zentral-Taiwan mit dem Drink “Gaomei-Sonnenuntergang”. (Foto: Oku Hotel)
Gegen Ende der Barkarte in der Ailìse Bar treten die geografischen Koordinaten in den Hintergrund. Was zählt, ist die Art und Weise, wie die Ailìse Bar die menschliche Sensorik interpretiert. Gin ist nach wie vor der Star, doch er muss nicht in jedem Cocktail dominieren. Tee, Blumen, Kräuter und rauchige Noten ergänzen die Kompositionen. Wie in der Erinnerung sind manche Details glasklar, andere nur noch schemenhaft.
Dieser Ansatz harmoniert perfekt mit dem Konzept der Ailìse Bar. Die Ailìse Bar präsentiert nicht nur die Welt, sondern wird zum Ort, an dem diese Geschichten in Taiwan neu erzählt werden. Im letzten Kapitel “Heimkehr” führt uns die Ailìse Bar zurück nach Zentral-Taiwan. Der Cocktail “合歡晨曦” (Morgenlicht am Hehuan-Berg) mit Minz-Rum und Rosenwasser zeichnet die Kühle des ersten Sonnenstrahls nach. “漫步武陵” (Spaziergang durch den Wuling-Garten) fängt mit Kaffirlimettenblatt und Honig den Duft von Wald und Obstgarten ein. Sogar die Klänge von Tempeltrommeln fließen in das Konzept der Ailìse Bar ein. Am Ende stellt die Ailìse Bar fest: Wer weit gereist ist, sieht die vertraute Heimat mit anderen Augen. So wird die Ailìse Bar zum Ankerpunkt für Reisende und Einheimische zugleich.
(Alkoholmissbrauch gefährdet die Gesundheit)




