Nicholas Simon ผู้ก่อตั้งและประธานเจ้าหน้าที่บริหาร Indochina Productions ซึ่งมีบทบาทสำคัญในการสร้างซีรีส์ ‘White Lotus’ ซีซั่น 3 (ภาพ: davidreviews.com)
Cover Nicholas Simon, Gründer von Indochina Productions, spielt eine zentrale Rolle bei der Produktion von “The White Lotus” Staffel drei. (Bild: davidreviews.com)
Nicholas Simon ผู้ก่อตั้งและประธานเจ้าหน้าที่บริหาร Indochina Productions ซึ่งมีบทบาทสำคัญในการสร้างซีรีส์ ‘White Lotus’ ซีซั่น 3 (ภาพ: davidreviews.com)

Vom angehenden Journalisten zum weltweit gefragten Filmproduzenten: Nicholas Simon macht Thailand zum Epizentrum der internationalen Filmindustrie und rückt kreative Talente aus Asien in den globalen Fokus.

Filme sind wie Portale, die das Publikum in unendliche Welten entführen — und Nicholas Simon ist einer der visionären Produzenten, die diese Tore für Hollywood seit über drei Jahrzehnten öffnen. Sein Name prangt vielleicht nicht in riesigen Lettern auf den Kinoplakaten, doch seine Handschrift prägt Blockbuster wie “Kong: Skull Island”, “Extraction” und “The Creator” ebenso wie die gefeierte dritte Staffel der HBO-Serie “The White Lotus”, die Thailand in seiner ganzen Faszination weltweit präsentierte.

Als Gründer und CEO von Indochina Productions, einem Produktionshaus mit Hauptsitz in Bangkok, fungiert Nicholas Simon nicht nur als Brückenbauer für internationale Filmteams, sondern hat maßgeblich ein Ökosystem geschaffen, in dem lokale Fachkräfte zu Weltklasse-Standards heranwachsen.

Während Asien in der globalen Unterhaltungsbranche immer stärker in den Mittelpunkt rückt, reicht Simons Vision heute weit über die bloße Anwerbung von Hollywood-Produktionen hinaus. Er setzt sich leidenschaftlich dafür ein, Geschichten und kreative Köpfe aus Asien auf die globale Leinwand zu bringen. Nicholas Simon verkörpert damit eine neue Ära der globalen Vernetzung.

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Eine ungeplante Laufbahn

Der berufliche Werdegang von Nicholas Simon begann keineswegs mit dem Traum einer Hollywood-Karriere. Ursprünglich sah er seine Zukunft im Journalismus, einer Profession, in der man die Wahrheit sucht und Geschichten der Menschen dokumentiert.

In einem Interview mit der Zeitung “The Daily Star” aus dem Jahr 2014 verriet er, dass er nach seinem Journalismus-Studium eigentlich als Reporter arbeiten wollte. Ein Zufall lenkte sein Leben jedoch in eine neue Richtung: Als ein Freund jemanden suchte, der innerhalb von zehn Tagen drei Werbespots produzieren konnte, sprang Simon ein — obwohl er bis dato keine Produktionserfahrung hatte. “Ich hatte nie geplant, Produzent zu werden”, gestand er.

Was als Zufall begann, eröffnete ihm eine Welt, in der er sein Gespür für Storytelling mit der interkulturellen Zusammenarbeit kombinieren konnte. Nicholas Simon sammelte Erfahrungen von Dokumentationen über Werbefilme bis hin zu abendfüllenden Spielfilmen; seine Arbeit in Asien reicht bis in die frühen 1990er Jahre zurück.

Auch wenn er die journalistische Feder gegen die Filmkamera tauschte, blieb seine Leidenschaft für das menschliche Leben der Kern seines Wirkens. Für Simon ist Film mehr als reine Unterhaltung — er ist ein Medium, um Barrieren zu überwinden. “Ich möchte mit Menschen auf der ganzen Welt arbeiten und ihre Geschichten teilen”, erklärt er, ein Leitgedanke, der ihn zu einer Schlüsselfigur für die Filmbranche in Südostasien gemacht hat.

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Nicholas Simon ย้ายมาพำนักในกรุงเทพฯ พร้อมกับภรรยาและบุตรสาวในปี 2009 ต่อมาในปี 2010 เขาก็ได้ก่อตั้งบริษัท Indochina Productions ขึ้น เพื่อให้บริการด้านการผลิตสำหรับโครงการต่างๆ ในเอเชียตะวันออกเฉียงใต้ (ภาพ: 20th Century Studios; Jason Lang)
Above Nicholas Simon ließ sich 2009 mit seiner Familie in Bangkok nieder und gründete 2010 Indochina Productions, um Filmprojekte in Südostasien professionell zu betreuen. (Bild: 20th Century Studios; Jason Lang)
Nicholas Simon ย้ายมาพำนักในกรุงเทพฯ พร้อมกับภรรยาและบุตรสาวในปี 2009 ต่อมาในปี 2010 เขาก็ได้ก่อตั้งบริษัท Indochina Productions ขึ้น เพื่อให้บริการด้านการผลิตสำหรับโครงการต่างๆ ในเอเชียตะวันออกเฉียงใต้ (ภาพ: 20th Century Studios; Jason Lang)

Asien auf der Hollywood-Landkarte

Wenn von Hollywood die Rede ist, denken viele an die großen Studios in Los Angeles. Doch Nicholas Simon erkannte früh, dass die wahre Chance darin liegt, Filmcrews an bisher unerschlossene Orte zu bringen und lokale Talente zu fördern.

Diese Vision manifestierte sich in Indochina Productions. Mit Hauptsitz in Bangkok und einer Niederlassung in Tokio deckt das Unternehmen ein weites Netzwerk in ganz Asien ab.

Die Mission von Nicholas Simon geht über die reine Motivsuche hinaus: Er und sein Team koordinieren die gesamte Produktion, von der Logistik und den Genehmigungen bis hin zur Bereitstellung erstklassiger technischer Ausrüstung und lokalem Fachpersonal.

Ein Meilenstein war die Arbeit an “Kong: Skull Island” (2017), bei dem Vietnam als Kulisse diente. Dies ebnete den Weg für große US-Produktionen in der Region und bewies, dass Südostasien technologisch und organisatorisch für komplexe Welterfolge bereit ist.

Above In “Kong: Skull Island” führt eine wissenschaftliche Expedition zu einer mysteriösen Insel und entfesselt einen epischen Überlebenskampf, bei dem Vietnam als zentrale, atemberaubende Kulisse dient.

Es folgten weitere Projekte wie der Netflix-Actionfilm “Extraction” mit Chris Hemsworth, teilweise gedreht in Bangladesch, “Da 5 Bloods” von Spike Lee und zahlreiche Marvel-Produktionen.

Was Nicholas Simon auszeichnet, ist sein Blick für den wirtschaftlichen Mehrwert: Jede Großproduktion bringt Arbeitsplätze und Wissenstransfer in die Region. Somit hinterlässt ein Filmprojekt weit mehr als nur Bilder auf der Leinwand; es hinterlässt eine nachhaltige Infrastruktur an Talenten und Fertigkeiten.

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“The White Lotus”: Vom Hintergrund zum Hauptdarsteller

Wenn “Kong: Skull Island” zeigte, was technisch möglich ist, so ist “The White Lotus” Staffel drei ein Meilenstein, der Thailand als Weltklasse-Drehort festigte.

Die HBO-Serie unter der Regie von Mike White nutzt Thailand als lebendigen Schauplatz — von luxuriösen Resorts bis hin zur kulturellen Vielfalt. Nicholas Simon fungierte bei dieser Produktion als Co-Executive Producer.

Above Die dritte Staffel von “The White Lotus” entführt die Zuschauer in die turbulente Welt wohlhabender Gäste und Mitarbeiter in einem Luxusresort auf Koh Samui, Phuket und in Chiang Mai.

In einem Gespräch mit “DAVID Reviews” im Jahr 2025 erläuterte Nicholas Simon, wie die achtmonatige Produktion die lokale Expertise forderte und bewies. Der Erfolg von “The White Lotus” veränderte das internationale Bild von Thailand grundlegend: Das Land dient nicht mehr nur als billiger Ersatz für andere Orte, sondern ist als eigenständiger, kulturell reicher Hauptdarsteller wahrnehmbar.

Die Begeisterung für die Serie hat zudem die Wahrnehmung lokaler Fachkräfte — von Art Directors bis hin zu Produktionskoordinatoren — gestärkt. Für Simon ist dieser Erfolg der ultimative Beweis, dass Thailand bereit für größere Rollen auf der internationalen Bühne ist.

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Fa Bendetti, Nicholas Simon at the HBO Max Primetime Emmy Awards Afterparty held at San Vicente Bungalows on September 14, 2025 in Los Angeles, California. (Photo by JC Olivera/Variety via Getty Images)
Above Fa Benedetti und Nicholas Simon bei der HBO Max Post-Emmy-Party 2025 im San Vicente Bungalows in Los Angeles. (Bild: JC Olivera/Variety via Getty Images)
Fa Bendetti, Nicholas Simon at the HBO Max Primetime Emmy Awards Afterparty held at San Vicente Bungalows on September 14, 2025 in Los Angeles, California. (Photo by JC Olivera/Variety via Getty Images)

“The Creator”: Wenn Weltklasse-Vision auf asiatisches Potenzial trifft

Ein weiteres Beispiel für die Arbeitsweise von Nicholas Simon ist “The Creator” (2023). Regisseur Gareth Edwards schuf eine futuristische Welt zwischen Mensch und KI, indem er konsequent auf echte Drehorte in Asien setzte.

Statt auf rein computergenerierte Studiosets zu vertrauen, nutzte die Crew reale Landschaften, die durch innovative visuelle Effekte erweitert wurden. Dieses Projekt gilt als Paradebeispiel für modernes, kosteneffizientes und dennoch ambitioniertes Hollywood-Kino.

Above “The Creator” spielt im Jahr 2070 und thematisiert einen epischen Krieg zwischen der Menschheit und Künstlicher Intelligenz nach einer nuklearen Katastrophe in Los Angeles.

Gegenüber “The Hollywood Reporter” betonte Nicholas Simon, dass das asiatische Marktpotenzial, insbesondere in Thailand und Japan, exzellente Rahmenbedingungen für internationale Produktionen biete. Das Modell zeigt: Wenn globale Filmteams auf lokales Fachwissen und erstklassige Infrastruktur treffen, müssen Filme nicht mehr zwingend in den klassischen Zentren wie Los Angeles entstehen.

Dies ist das Territorium, in dem Nicholas Simon Asien den entscheidenden Vorteil verschafft hat — durch die Vernetzung von Talenten und Ressourcen über nationale Grenzen hinweg.

Vom Produktionshub zum Kreativkraftwerk

Thailand hat sich in den letzten Jahrzehnten von einer einfachen Filmkulisse zu einem Hub für komplexe Großproduktionen entwickelt. Laut dem Thailand Film Office (TFO) wurden bis zum 15. Oktober 2026 insgesamt 423 internationale Projekte mit einem Investitionsvolumen von rund 7,5 Milliarden Baht genehmigt.

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5 อันดับประเทศที่เข้ามาลงทุนใช้ประเทศไทยเป็นโลโคชั่นสูงสุด จากข้อมูลของ กองกิจการภาพยนตร์และวีดิทัศน์ต่างประเทศ กรมการท่องเที่ยว กระทรวงการท่องเที่ยวและกีฬา
Above Die Top 5 der Nationen, die Thailand als Drehort wählen und das größte Budget investieren, basierend auf Daten des Thailand Film Office, Tourismusministerium. (Bild: Datenvisualisierung)
5 อันดับประเทศที่เข้ามาลงทุนใช้ประเทศไทยเป็นโลโคชั่นสูงสุด จากข้อมูลของ กองกิจการภาพยนตร์และวีดิทัศน์ต่างประเทศ กรมการท่องเที่ยว กระทรวงการท่องเที่ยวและกีฬา

Nicholas Simon betont, dass der Erfolg nicht nur auf finanziellen Anreizen beruht, sondern auf dem aufgebauten Vertrauen. “Sobald Filmproduzenten erfahren haben, was in Thailand möglich ist, schauen sie nicht mehr nur auf die Kosten”, erklärt Nicholas Simon. Dieser Wandel hin zu Qualität und Zuverlässigkeit ist der Schlüssel zum Erfolg.

Ob Visuelle Effekte, Animation oder Post-Produktion — die thailändische Industrie ist heute in der Lage, Projekte komplett im eigenen Land abzuwickeln, was neue Perspektiven für die nächste Generation kreativer Fachkräfte eröffnet.

Asien muss seine eigenen Geschichten erzählen

Nach Jahrzehnten des Brückenschlags nach Hollywood schlägt Nicholas Simon nun ein neues Kapitel auf: Er beteiligt sich direkt an der Entwicklung von Inhalten, die in Asien verwurzelt sind.

Mit der Gründung von TSixtySix im Jahr 2025 fördert Nicholas Simon thailändische Filme, die internationales Potenzial haben, und bietet lokalen Talenten eine Bühne.

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The Great Esarn Heist is an action-comedy heist thriller set in Thailand’s North East. When Dech's family land is stolen by a corrupt local politician, he gathers a crew of old friends and quirky locals to reclaim justice, pride, and their way of life. Directed by Chatana Tiprachat. (ภาพ: tsixtysix.com)
Above “The Great Esarn Heist”, eine Action-Komödie aus der Region Isan, erzählt von einer Gruppe Außenseiter, die gegen korrupte Politiker kämpfen. Regie führt Chantana Tiprachart. (Bild: tsixtysix.com)
The Great Esarn Heist is an action-comedy heist thriller set in Thailand’s North East. When Dech's family land is stolen by a corrupt local politician, he gathers a crew of old friends and quirky locals to reclaim justice, pride, and their way of life. Directed by Chatana Tiprachat. (ภาพ: tsixtysix.com)

Weitere Kooperationen wie “Java Road” mit Mike Goodridge und Lawrence Osborne, sowie das im März 2026 gemeinsam mit Storyoscopic Films gegründete BKK Films, zeigen Simons neue Strategie. Mit Projekten wie “7 Guns” und “Dead Run” rücken nun asiatische Charaktere und Perspektiven ins Zentrum.

Nicholas Simon hat seine Rolle transformiert: Wenn er einst Hollywood nach Asien brachte, so trägt er nun den asiatischen Geist direkt in die Hollywood-Welt.

“Made in Thailand, Wanted by the World”

Nicholas Simon wird auf dem Tatler Gen.T Summit 2026 (27. – 28. Oktober) in Bangkok sprechen. Am 27. Oktober um 11:20 Uhr diskutiert er gemeinsam mit dem Regisseur Nattawut Poonpiriya unter dem Titel “Made in Thailand, Wanted by the World” darüber, wie lokale Identität global erfolgreich vermarktet werden kann.

Unter dem Motto “The Defining Generation” verdeutlicht der Weg von Nicholas Simon, dass Pioniergeist in der Entdeckung von Chancen liegt, die andere übersehen. Nach drei Jahrzehnten als Brückenbauer zeigt er heute, dass die Zukunft des Films nicht nur davon abhängt, wo die Kamera steht, sondern wer die Geschichte kontrolliert.

Vielleicht ist sein wichtigster Erfolg nicht die Anzahl der Hollywood-Filme, die er in Asien produziert hat, sondern der Moment, in dem asiatische Geschichtenerzähler ihre eigenen Narrative definieren, ohne darauf warten zu müssen, dass jemand anderes für sie das Tor öffnet.

Sobald Filmproduzenten erfahren haben, was in Thailand möglich ist, schauen sie nicht mehr nur auf die Kosten.

- Nicholas Simon -

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