Die Ausstellung “The Hunch” zum zwanzigjährigen Bestehen der Galerie Ora-Ora erforscht unser Engagement gegenüber dem Unbekannten im Zeitalter der Daten. Durch die Arbeiten von neun Künstlern wird diese Ausstellung zur “展覽”, die Intuition, Erinnerung und den Glauben beleuchtet.
Das 22. Kapitel des Buches Genesis erzählt eine dramatische Geschichte: Gott versprach Abraham im hohen Alter einen Sohn, forderte ihn später jedoch auf, diesen als Opfer darzubringen. Abraham folgte dem Befehl bedingungslos. Am Ende segnete Gott ihn jedoch stattdessen. Diese Prüfung stellt die tiefste Frage nach unserem Glauben: Wie viel sind wir bereit zu opfern? Diese 展覽 erinnert uns daran, dass wir uns nicht nur nach logischen Beweisen richten sollten.
Wenn der dänische Philosoph Søren Kierkegaard diesen Prozess in “Furcht und Zittern” analysiert, deutet er darauf hin, dass Abrahams Glaube keine rationale Schlussfolgerung war, sondern eine einsame, innere Verpflichtung. In unserer heutigen, von Daten und Algorithmen geprägten Zeit verlieren wir oft die Fähigkeit, das Unbekannte auszuhalten.
Zum zwanzigjährigen Jubiläum präsentiert die Galerie Ora-Ora die Ausstellung “The Hunch” in Zusammenarbeit mit dem Kurator Lin Jingfeng. Sie markiert den Beginn einer neuen Serie, die sich mit dem “Mehrdeutigen” und der Intuition in dieser 展覽 beschäftigt.
“The Hunch”: Eine Haltung zwischen Warten und Handeln
Above Einblicke in die “The Hunch” Ausstellung bei Ora-Ora, Bildnachweis: Ora-Ora.
Im Englischen verbindet das Wort “Hunch” sowohl Intuition als auch die physische Haltung des “gebeugten Rückens”. In dieser 展覽 wird der Körper als Ort der Stille und Reflexion genutzt. Die neun Künstler präsentieren ihre Werke wie Gebete, indem sie nach innen schauen, um den Schnittpunkt von Instinkt und Überzeugung zu finden.
Wong Sze-wai: Ein spirituelles Archiv der Zeit

Above Wong Sze-wai, “The Conspiracy of Play” (2026), Bildnachweis: Ora-Ora.
Wong Sze-wai kombiniert antike Höhlenmaltechniken mit westlicher Tradition. In “The Conspiracy of Play” (2026) porträtiert sie die unschuldige, aber schelmische Freude zweier Schwestern in einem verlassenen Spielplatz und fängt damit die flüchtigen Spuren längst vergangener Zeit ein.
Ng Kwok-cheung: Ein verschwommener Blick auf das Licht

Above Ng Kwok-cheung, “111” (2026), Bildnachweis: Ora-Ora.

Above Ng Kwok-cheung, “444” (2026), Bildnachweis: Ora-Ora.
Ng Kwok-cheung erforscht in seinen Ölgemälden das Konzept der Erinnerung. Durch die Verwendung von Engelszahlen wie “111” oder “444” kreiert er unscharfe, sanfte Profile, die durch präzise Schichtung von Farbpigmenten entstehen. Die Werke dieser 展覽 wirken wie eine verblasste, aber greifbare Erinnerung.
Above Besucher betrachten die Werke in der Ora-Ora Ausstellung, Bildnachweis: Ora-Ora.
Lee Jin-ju: Ein tiefer Blick in die Risse der Erinnerung
Lee Jin-ju verwebt Realität und Traum. In Werken wie “Visible-Veil” (2024–2025) nutzt sie eine von ihrem Ehemann entwickelte spezielle Tusche, die eine tiefe, matte Textur erzeugt. Die Hände, die die Gesichter bedecken, erinnern an ein stilles Gebet innerhalb dieser 展覽.
Belinda Janousek: Eine Reise nach innen
Belinda Janousek präsentiert in dieser 展覽 Werke wie “When She Ends” (2026), die mit fließenden Formen und versteckten religiösen Symbolen eine Reise nach innen beschreiben. Es ist ein Prozess des Loslassens und der Übergabe an das Unbekannte.
Stephen Thorpe: Architektonische Projektionen
Above Die Ora-Ora Galerie präsentiert moderne Kunstwerke, Bildnachweis: Ora-Ora.
Stephen Thorpes Arbeiten balancieren zwischen Außenwelt und Innenleben. In “The Reflection of Forgotten Things” (2025) verschmilzt er klassische Architektur mit Denim-Ölgemälden, um psychologische Prototypen zu erzeugen.
Cheng Tsz-yan:Emotionale Rekonstruktion

Above Cheng Tsz-yan, “Unvisited Coast” (2026), Bildnachweis: Ora-Ora.
Cheng Tsz-yan verwandelt Alltagssplitter in innere Landschaften. In “Unvisited Coast” (2026) verwendet sie gedämpfte Töne, um die subtile Verbindung zwischen Individuum und Umgebung in dieser 展覽 darzustellen.
Leung Pui-yi: Präzision und Hingabe

Above Leung Pui-yi, “Boundless” (2026), Bildnachweis: Ora-Ora.
Leung Pui-yi malt in “Boundless” (2026) mit akribischer Hingabe kleine Kaninchen. Diese 展覽 zeigt, wie unsere Suche nach dem Äußeren oft nur eine Spiegelung unserer inneren Schätze ist.
Xiao Xu: Zwischen Sichtbarem und Unsichtbarem

Above Xiao Xu, “Under the Moon” (2020), Bildnachweis: Ora-Ora.
Xiao Xu nutzt traditionelle Tuschemalerei, um die geheimnisvolle Grenze zwischen Traum und Realität zu erforschen, beeinflusst von seiner Kindheit in Chongqing.
Xu Lei: Orientalischer Surrealismus
Above Ausstellungshalle der Ora-Ora Galerie, Bildnachweis: Ora-Ora.
Der international renommierte Künstler Xu Lei kombiniert in “Untitled” (2008) Renaissance-Perspektiven mit chinesischer Tuschenarrative. Diese 展覽 bei Ora-Ora unterstreicht die Bedeutung von Glauben und Intuition. Für weitere Informationen: Ora-Ora, Tai Kwun, Hongkong. Kuratiert von Lin Jingfeng.



