Aufgrund einer unerwarteten Nachricht flogen die Pasti-Küchenchefs Hans und Rita spontan nach Italien für einen viertägigen Kurztrip. Von Mailand über die Alpen bis zum Lido 84 sammeln sie auf dieser Reise wertvolle kulinarische Inspirationen.
Hans und Rita, das Ehepaar hinter dem in Taipeh äußerst gefragten italienischen Restaurant Pasti, waren am Mittwoch vor dem chinesischen Neujahrsfest gerade erst aus Italien nach Taiwan zurückgekehrt. Doch kaum hatten sie ihr Gepäck abgestellt, zog eine unerwartete Nachricht ihre Gedanken sofort wieder nach Italien zurück. Ihr absolutes Lieblingsrestaurant und langjähriger Partner, das Lido 84, kündigte unerwartet seine vorübergehende Schließung an. Ohne lange zu zögern, trafen die beiden eine schnelle Entscheidung: Sie flogen über die Feiertage erneut nach Italien für einen viertägigen Kurztrip.
Für Hans und Rita ist jede Reise nach Italien weit mehr als ein gewöhnlicher Urlaub; es ist ein kontinuierlicher Prozess, ihren Geschmackssinn zu verfeinern und ihre kulinarische Wahrnehmung zu schärfen. Über die Jahre haben sie unzählige Restaurants und Erzeuger besucht. Diese langjährig gesammelten Eindrücke formen nach und nach ihre Vision des perfekten Restaurants und dienen als reiche Inspirationsquelle für die innovativen Geschmackskreationen im Pasti.
Diese Reise galt nicht nur dem Lido 84, sondern verband auch jene erlesenen kulinarischen Stationen, die die beiden über die Jahre immer wieder besucht haben. Es wurde zu einer erneuten Bestätigung von Erinnerungen, Aromen und kreativen Impulsen — und zugleich zu einem herausragenden Reiseführer für anspruchsvolle Feinschmecker!
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Eine Reise mit Fokus auf herausragende Restaurants

Above Hans und Rita, die Inhaber des exklusiven italienischen Restaurants Pasti in Taipeh, reisen seit Jahren regelmäßig nach Italien und teilen nun exklusiv mit Tatler die Geheimtipps ihrer neuesten kulinarischen Entdeckungsreise. (Foto: Pasti)
Für Hans und Rita geht es beim Reisen niemals primär um das „Wohin“, sondern stets um das „Was wird genossen“.
„Ich habe großes Glück, dass mein Leben und meine Arbeit so eng miteinander verwoben sind“, erklärt er. Jede Reise erstreckt sich von einem kulinarischen Zentrum aus: tagsüber reisen, nachmittags flanieren und der Abend ist stets für ein vollendetes Dinner reserviert, das dem Tag einen tiefgründigen Abschluss verleiht.
Dieser besondere Rhythmus lässt jede Stadt auf faszinierende Weise durch ihre eigenen Geschmackswelten erlebbar werden.
Mailand: Ein kulinarisches Erwachen mit erlesenem Streetfood
Above Das traditionsreiche Panzerotti Luini, ein jahrhundertealtes Geschäft verborgen in einer kleinen Gasse nahe dem Mailänder Dom. (Foto: Pasti)
Above Bereits am frühen Morgen bilden sich lange Schlangen vor dem traditionsreichen Panzerotti Luini in Mailand. (Foto: Pasti)
Above Die köstlichen halbmondförmigen, frittierten Teigtaschen, weithin bekannt als klassische italienische Panzerotti. (Foto: Pasti)
Nach ihrer Ankunft in Mailand um sieben Uhr morgens mietete das Ehepaar ein Auto und fuhr direkt ins Stadtzentrum — eine Fahrt, die ihnen überraschend neue Eindrücke des städtischen Verkehrs bescherte. Um halb zehn standen sie bereits vor dem majestätischen Mailänder Dom, um sich wieder an den eleganten Rhythmus Europas anzupassen. „Die Streetfood-Kultur in Italien ist äußerst faszinierend“, bemerkt Hans. „Egal ob an kleinen Essensständen oder in unscheinbaren Gassenlokalen, ich bin stets voller Neugier und möchte alles probieren.“
Ihre erste Station war Panzerotti Luini, ein alteingesessenes Geschäft in einer Gasse nahe dem Dom. Bei diesem 1888 gegründeten Kultlokal sind Warteschlangen an der Tagesordnung. Es ist berühmt für seine halbmondförmigen, frittierten Panzerotti. Die Kruste ist herrlich knusprig, die Füllung überaus reichhaltig: von der klassischen Kombination aus Tomaten und Mozzarella über die süße Verführung von Feigen und Schokolade bis hin zu frisch gebackenen, frittierten Schokoladendonuts — all dies lässt einen sofort in den italienischen Alltag eintauchen. Durch ihre frühe Ankunft zur Öffnung um zehn Uhr konnten sie den großen Besucherstrom meiden und diesen Klassiker in aller Ruhe genießen.
Marchesi 1824: Mailands historische Luxus-Pâtisserie

Above Bei Marchesi 1824 sind Pâtisserie-Kreationen weit mehr als nur Desserts — sie sind die vollendete Essenz aus fast zwei Jahrhunderten Handwerkskunst und dem unverkennbaren Mailänder Lebensstil. (Foto: Pasti)

Above Küchenchef Hans empfiehlt besonders das klassische Panino von Marchesi 1824, das durch höchste Qualität und feinsten Geschmack besticht. (Foto: Pasti)

Above Traditionelle Rezepturen vereint mit zeitgenössischer Ästhetik: Von feinsten handgefertigten Desserts bis hin zur eleganten Verpackung erhebt Marchesi 1824 die Pâtisserie zu einer wahren Modesprache. (Foto: Pasti)
Anschließend führte der Weg zu Marchesi 1824. Diese jahrhundertealte Pâtisserie repräsentiert eine ganz eigene Facette Mailands: elegant, raffiniert und von einem Hauch puren Luxus umgeben. Ein aromatischer Espresso, begleitet von einem exzellenten Panino — gefüllt mit zartschmelzendem Stracchino-Käse, 36 Monate gereiftem Parmesan, süßer Feigenmarmelade und feinstem Parmaschinken. Diese perfekte Balance aus süßen und herzhaften Noten bot eine kurze, aber vollkommene luxuriöse Auszeit.
Vor der Vitrine voller exquisiter Kreationen ein Dessert auszuwählen und dazu einen meisterhaften Espresso zu genießen, bedeutet, den eleganten Puls Mailands intensiv zu spüren. Das klassische Panino ist ein absolutes Muss: Die vielschichtige Füllung aus Stracchino, Parmesan, Feige und Schinken bietet ein unvergleichliches Geschmackserlebnis.
Gegen vierzehn Uhr verließen sie Mailand, um nach einer etwa zweistündigen Fahrt ihr Ziel für die erste Nacht zu erreichen. Nach einem langen Flug ist es ratsam, das Abendessen leicht und unbeschwert zu gestalten, um den Körper behutsam an den Reiserhythmus zu gewöhnen: Ein einfaches, doch meisterhaft zubereitetes Gericht handgemachter Pasta ist hierfür genau das Richtige.
Valeggio sul Mincio: Der Geburtsort des legendären Liebesknotens

Above Im exklusiven Restaurant Alla Borsa umhüllt ein beinahe lichtdurchlässiger Teig die feine Füllung der Liebesknoten-Tortellini; ein großes Gericht zum Teilen lässt Aromen und Emotionen gleichermaßen verschmelzen. (Foto: Pasti)

Above Ein abendlicher Spaziergang durch Valeggio sul Mincio offenbart belebte Straßen voller Feinschmecker, die alle nur auf einen Bissen der hauchdünnen Nodo d’Amore warten. (Foto: Pasti)
Beim Flanieren durch Valeggio sul Mincio fiel ihnen schnell eine faszinierende Besonderheit auf: Nahezu jedes Geschäft in diesem charmanten Ort bietet handgemachte Tortellini und verschiedenste Pastasorten an. Gegen siebzehn Uhr bildeten sich bereits lange Schlangen vor den kleinen Manufakturen, als würde die gesamte Stadt sehnsüchtig auf denselben exquisiten Geschmack warten. Doch warum dreht sich hier alles um diese feinen Teigtaschen?
Die Antwort liegt in der reichen Historie dieses Ortes verborgen, der weitläufig als „Heimat der Tortellini“ bekannt ist. Das renommierte Alla Borsa, ein Restaurant, das auch vom Küchenchef des Lido 84 wärmstens empfohlen wird, ist der Inbegriff dieser kulinarischen Tradition.
Einer alten Legende zufolge verliebte sich einst ein Offizier am Ufer des Flusses Mincio in eine wunderschöne Wassernymphe. Da ihre Liebe in dieser Welt keine Zukunft hatte, hinterließ die Nymphe beim Abschied ein seidenes Tuch als Zeichen ihrer Verbundenheit. Die Menschen knoteten dieses Tuch und formten daraus den Teig — so ward der Nodo d’Amore, der berühmte Liebesknoten, geboren.
Im Alla Borsa ist der Teig dieser Pasta so zart wie feinste Seide und beinahe transparent — ein bemerkenswerter Kontrast zu den eher rustikalen Cappelletti, wie man sie aus der Region Bologna kennt. Die erlesenen Füllungen variieren von zartem Fleisch über frischen Spinat bis hin zu süßem Kürbis. Das Faszinierendste ist jedoch die Art der Präsentation: Die Tortellini werden nicht in Einzelportionen serviert, sondern auf einer prächtigen, großen Platte angerichtet und vom Kellner elegant portioniert, sodass alle Gäste dieselbe Wärme und Harmonie am Tisch teilen können.
Auch wenn dieses Städtchen etwas abgelegen erscheinen mag, ist das Restaurant stets restlos ausgebucht. Es scheint, als wüsste ganz Italien, dass man hierher reisen muss, um mit seinen Liebsten einen wahrhaft vollendeten Teller Pasta zu teilen.
Am darauffolgenden Tag verließen sie Valeggio sul Mincio. Nach einer etwa zweieinhalbstündigen Fahrt verwandelte sich die Landschaft allmählich in majestätische Bergkonturen, als sie die Alpen erreichten. Sie kamen in Bozen an, einer makellosen Hochebene auf rund eintausend Metern über dem Meeresspiegel. Die großen Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht bringen hier Bergäpfel von unübertroffener Klarheit und Reinheit hervor, was auch den exzellenten Ruf des lokalen Apfelsaftherstellers Kohl begründet.
Nach einer weiteren Stunde Fahrt erreichten sie das malerische Alpenstädtchen Bruneck, wo die kulinarische Reise in die noch puristischeren und erfrischend kühleren Bergwelten Italiens eintauchte.
Südtirol: Eine Entdeckungsreise in die reinen Aromen der Berge

Above Die malerische Fahrt in die alpinen Höhenlagen von Bozen und Bruneck lässt die unberührte Natur der Alpen zum bedeutendsten geschmacklichen Ausgangspunkt dieses exquisiten Dinners werden. (Foto: Pasti)
Am darauffolgenden Tag führte die Reise weiter gen Norden in die Gebirgswelten der Alpen, hinein in die hochgelegenen Regionen rund um Bozen und Bruneck.
In dieser unberührten Naturlandschaft besuchten sie das Drei-Sterne-Restaurant Atelier Moessmer Norbert Niederkofler. Das wegweisende Konzept des Chefkochs Norbert Niederkofler, „Cook the Mountain“, legt größten Wert darauf, ausschließlich Produkte aus dem Alpenraum zu verwenden. Feuer dient dabei als einziges Mittel der Zubereitung, um die Gerichte auf ihre pure, natürliche Essenz zu reduzieren.
Das Rote-Bete-Gnocco gehörte zu den unvergesslichsten Gängen: Äußerlich dezent und ruhig, verbarg es eine flüssige Füllung, die beim ersten Bissen zart auf der Zunge zerging. Ein weiteres Highlight war das Fischtatar von feinster Qualität, gekrönt mit frittierten Fischschuppen, die eine herrliche Knusprigkeit verliehen. Die meisterhafte Sauce bestand aus Fischgräten und -köpfen, die nach dem Frittieren in heller Butter zogen und anschließend mit lokalem Perlano-Weißwein sowie Lorbeerblättern reduziert wurden — ein Aroma von beeindruckender Präzision und Tiefe.
Die Haute Cuisine an diesem Ort ist nicht nur eine Hommage an die Natur, sondern auch eine faszinierende Expedition in die Welt der Texturen, der perfekten Hitze und der reinsten Geschmäcker — ähnlich einem Kunsthandwerk, das bis ins kleinste Detail verfeinert wurde.
Die historische Tuchfabrik Moessmer AG in Italien
Direkt neben dem Restaurant befindet sich Moessmer, die im Jahr 1894 gegründete, führende Wollmanufaktur Südtirols, die seit jeher für ihre exzellente Wolle und ihre edlen Stoffe weltberühmt ist. Diese bis heute produzierende historische Stätte ist nicht nur ein lebendiges Zeugnis der italienischen Textilkunst, sondern beliefert auch zahlreiche renommierte Luxusmodemarken und verwandelt die puren, natürlichen Materialien der Alpen in raffinierte und langlebige Gewebe.
Durch die unmittelbare Nachbarschaft zum Atelier Moessmer Norbert Niederkofler wirkt Moessmer wie ein „Ort der Handwerkskunst“ in einer anderen Dimension. Vom kulinarischen Meisterwerk bis hin zum erlesenen Stoff offenbart sich hier die tiefe Leidenschaft dieser Region für erstklassige Materialien und feinste Details.
Die Marke unterhält in ganz Italien lediglich dieses eine öffentlich zugängliche Geschäft, dessen Atmosphäre von zurückhaltender Eleganz geprägt ist. Von klassischen Wollmänteln bis hin zu feinen Filzjacken — jedes einzelne Stück bewahrt die wärmende Haptik und die Struktur des ursprünglichen Stoffes und ist dabei ebenso tragbar wie zeitlos. Wer sich hier für ein exquisites Kleidungsstück entscheidet, nimmt wahrlich ein unverwechselbares Stück alpiner Erinnerung mit nach Hause.
Bruneck: Dem wundervollen Zufall ausreichend Raum geben

Above Die bewusst nicht verplanten Stunden abseits der Restaurants machen jeden einzelnen Aufenthalt in Bruneck zu einem Erlebnis voller charmanter Überraschungen und unvergesslicher Momente. (Foto: Pasti)

Above Beim eleganten Flanieren durch Bruneck lohnt sich ein Besuch bei der Horvat-Spezereien GmbH, wo Gewürze traditionell nach Gewicht ausgewählt werden und der Geruchssinn zu einem wesentlichen Bestandteil der Reise wird. (Foto: Pasti)
Beim entspannten Flanieren durch das charmante Bruneck sind es oft die ungeplanten Momente, die am meisten verzaubern. Besuchen Sie eine kleine, authentische Café-Bar oder genießen Sie einen aromatischen Kräutertee aus den Alpen, um das Tempo auf natürliche Weise zu drosseln. Auch ein Besuch in historischen Gewürzhandlungen wie der Horvat-Spezereien GmbH ist absolut empfehlenswert. Dort werden vielfältige Gewürze noch nach Gewicht verkauft; eine spontane Auswahl birgt stets unerwartete geschmackliche Freuden. Für mich stellen exzellente Restaurants den einzigen fixen Punkt der Reise dar. Die verbleibende Freizeit ist genau jener Raum, der das Reisen so unbeschreiblich wertvoll und unvergesslich macht.
Lido 84: Eine prägende Erinnerung an die Zukunft der italienischen Küche

Above Die erneute Rückkehr in das Lido 84, wo das malerische Licht des Sees mit den unvergleichlichen Aromen auf dem Tisch verschmilzt, bleibt als eine der tiefgreifendsten Erinnerungen dieser Reise bestehen. (Foto: Pasti)
Nach einer dreistündigen Fahrt erreichten sie Salò am Ufer des majestätischen Gardasees und traten abermals in das renommierte Lido 84 ein.
Für Hans und Rita war dieser Ort schon immer weit mehr als nur ein exklusives Restaurant; es ist der intellektuelle Ausgangspunkt für ihre Vision der „italienischen Küche der Zukunft“.
Der herausragende Chefkoch Riccardo Camanini rekonstruiert mit außergewöhnlicher Kreativität die Beziehung zwischen Pasta und Sauce: Cacio e Pepe, raffiniert in der Schweinsblase zubereitet; der sanfte Dialog zwischen edlem Weißkäse-Risotto und aromatischem Zimtapfel; die tiefgründigen Meeresaromen, in denen feinste Meeresfrüchte mit Marsalawein verschmelzen, oder gar die erfrischende, klare Begegnung von frischen Austern und Basilikum.
An diesem besonderen Ort können Gemüse vollkommen ohne den Einsatz von Butter oder Käse auskommen und dennoch eine unglaublich reichhaltige, cremige Textur entfalten.
„In gewisser Weise war es das Lido 84, das mich darin bestärkt hat, diesen anspruchsvollen kreativen Weg kompromisslos weiterzugehen“, reflektiert Hans.
Die Nachricht über die bevorstehende Schließung des Restaurants verlieh diesem Besuch eine zusätzliche emotionale Tiefe. Als Zeichen der Wertschätzung überreichten sie einen Kunstdruck — ein Symbol für Mut und unerschütterlichen Glauben, das diese zwölfjährige, unvergleichliche kulinarische Reise würdevoll ehrt.
Rückkehr nach Mailand: Von moderner Gelato-Kunst zur traditionellen Tafel
Above Zurück im pulsierenden Mailand: Von den kühnen geschmacklichen Experimenten bei Ciacco bis hin zu den traditionsreichen Klassikern in der Trattoria Milanese — jeder Bissen schlägt eine faszinierende Brücke zwischen liebevoller Erinnerung und kulinarischer Schöpfung. (Foto: Pasti)
Zum krönenden Abschluss führte die Reise das Ehepaar wieder zurück nach Mailand.
In der exzellenten Gelateria Ciacco ist Speiseeis nicht länger nur ein schlichtes Dessert, sondern eine meisterhafte Übersetzung kulinarischer Sprachen. Mit Geschmacksrichtungen, die von feinen italienischen Tortellini inspiriert sind, einer perfekten Balance aus Apfel und der edlen Säure von Balsamico-Essig oder der brillanten Schichtung von Hibiskus und Ananas — jede Kugel Eis wirkt wie ein kunstvoll neu interpretiertes Gourmetgericht.
In der 1933 gegründeten Trattoria Milanese hingegen besinnt man sich auf die allerreinste Form der regionalen Kochkunst. Hier lockt die goldgelb panierte, knusprige Cotoletta alla Milanese, so riesig wie ein Elefantenohr; die samtige Reichhaltigkeit des klassischen Safranrisottos; und jenes göttliche Karamellpudding-Dessert, das man einst verpasst hatte und an das man sich nun voller Sehnsucht erinnert.
Dies alles ist weit mehr als nur ein süßer Abschluss. Es veranschaulicht eindrucksvoll, wie aus tief verwurzelten Erinnerungen der wahre Ursprung für wegweisende kulinarische Kreationen entsteht.

Above Der visionäre Pasti-Küchenchef Hans (rechts) und seine Ehefrau Rita verbringen unvergessliche Tage auf ihrer inspirierenden Italien-Reise. (Foto: Pasti)
Eine tiefgründige Kalibrierung des perfekten Geschmacks
Vier Tage scheinen auf den ersten Blick kurz zu sein, doch für Hans und Rita glich diese Reise niemals einem flüchtigen Kurztrip.
Es war vielmehr ein kontinuierlicher Prozess der geschmacklichen Verfeinerung — vom authentischen Streetfood und den traditionellen Gerichten bis hin zur modernen Haute Cuisine und dem unverwechselbaren Terroir der Hochalpen in Italien. Jede einzelne Erfahrung wurde sorgsam im Gedächtnis bewahrt, um sich nach und nach zu entfalten und zu einem untrennbaren Bestandteil der Philosophie des Pasti zu werden.
Vielleicht bedeutet wahres Reisen ja gar nicht, weite Distanzen zu überwinden, sondern vielmehr, der Version von sich selbst näherzukommen, die man schon immer sein wollte.
Und für Hans und Rita findet sich diese tiefgründige Antwort stets am Rande eines exquisit gedeckten Tisches.
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