Von der Wiederbelebung der legendären Roadster bis hin zur Tortue in neuen Proportionen — Cartier behauptet auf der Watches and Wonders 2026 erneut seinen Status als Meister der Formuhren.
In diesem Jahr tritt Cartier den Beweis an, dass die Maison nicht bloß Uhren fertigt, sondern wahre Formikonen kreiert. Auf der Watches and Wonders Geneva 2026 präsentierte das Haus ein weitreichendes Repertoire an Neuheiten — wie es auf der alljährlichen Messe oftmals der Fall ist. Besonders aufregend ist die große Rückkehr der Roadster sowie eine neu interpretierte Tortue-Kollektion, die nun mit neuen Proportionen und kleineren Größen speziell für weiblichere Handgelenke entworfen wurde. Während erfahrene Sammler die technische Raffinesse der Crash Squelette bewundern werden, dürften Schmuckliebhaber von der skulpturalen Anziehungskraft der Myst de Cartier fasziniert sein. Im Folgenden präsentieren wir Ihnen sechs Neuheiten, die Sie kennen sollten.
Falls Sie es verpasst haben: Entdecken Sie das zweite Kapitel der High-Jewellery-Kollektion En Équilibre von Cartier
1. Roadster

Above Von links nach rechts: Cartier Roadster Modelle in Gelbgold und Edelstahl, reinem Edelstahl sowie klassischem Gelbgold.
Die Roadster, die 2002 erstmals lanciert wurde, feiert ihre Rückkehr. Über hundert Kunsthandwerker haben ihre aerodynamische Ausstrahlung verfeinert und die Ergonomie neu durchdacht, ohne dabei die unverwechselbare Form zu verändern. Die neuen Modelle entlehnen mutige Codes aus dem Automobildesign, wie etwa vom Tachymeter inspirierte Zifferblätter und scheinwerferförmige Datumslupen. Sie sind in Edelstahl, Gelbgold sowie Bicolor-Varianten aus Gold und Edelstahl erhältlich.
Angetrieben werden die Zeitmesser von charakteristischen mechanischen Uhrwerken mit automatischem Aufzug: dem 1847 MC für die großen Modelle und dem 1899 MC für die mittleren Ausführungen. Für zusätzliche Funktionalität sorgt das patentierte QuickSwitch-System, das einen mühelosen Wechsel zwischen den integrierten Metallarmbändern sowie Alligatorleder- oder Kautschukarmbändern ermöglicht.
2. Crash Squelette

Above Die außergewöhnliche Cartier Crash Squelette Uhr aus feinstem Platin.
Die Kollektion Cartier Privé — in der die Maison eine zeitgenössische Interpretation einer emblematischen Kreation aus ihren Archiven vorstellt — feiert in diesem Jahr ihr zehnjähriges Jubiläum mit einem Triptychon, das dem Platin gewidmet ist. Der unumstrittene Star ist die neu gestaltete Crash, die mit einem patentierten skelettierten Uhrwerk ausgestattet ist. Das Manufakturkaliber 1967 MC wurde so entwickelt, dass es perfekt mit den einzigartigen, verzerrten Linien der Uhr harmoniert, wobei die handgehämmerten Brücken die Form römischer Ziffern annehmen. Diese technische Meisterleistung ist auf lediglich 150 nummerierte Exemplare limitiert.
3. Santos-Dumont

Above Die elegante Cartier Santos-Dumont in Gelbgold mit einem Zifferblatt aus schillerndem Obsidian.
Die neue Version der Santos-Dumont-Uhr fängt den Dandyismus des brasilianischen Sportlers und Erfinders Alberto Santos-Dumont ein, der für seinen untrüglichen Stil und seine Liebe zum Detail bekannt war. Inspiriert von der Flexibilität maßgefertigter Metallarmbänder aus den 1920er Jahren, schmiegen sich die neuen austauschbaren, netzartigen Metallarmbänder geschmeidig und zart an die Haut. Dieses seidenweiche Tragegefühl wird durch 394 Glieder erreicht, die jeweils nur 1,15 Millimeter dick sind und ein 15-reihiges Geflecht bilden, das vollständig in der Cartier-Manufaktur gefertigt und vollendet wird. Für eine zusätzliche Prise Dandyismus verfügt diese Variante in Gelbgold über ein atemberaubendes Zifferblatt aus vergoldetem Obsidian, einem schillernden Vulkangestein aus Mexiko.
4. Baignoire

Above Die Cartier Baignoire in Gelbgold mit funkelndem Diamantbesatz sowie die klassische Baignoire in Gelbgold.
In diesem Jahr interpretiert Cartier die beliebte Baignoire-Uhr neu und verziert sie mit dem Clou-de-Paris-Motiv, das seit den frühen 1920er Jahren ein Markenzeichen des stilistischen Repertoires der Maison ist. Dieses in monochromem Gold gefertigte Motiv zieht sich durch das gesamte Meisterwerk und sorgt für einen nahtlosen Übergang zwischen dem spangenartigen Armband und dem Zifferblatt. Für jene, die auf der Suche nach noch mehr Glamour sind, präsentiert sich eine funkelnde, ultra-preziöse Edition mit einem im Snow-Setting veredelten Zifferblatt, das von 100 Diamanten im Brillantschliff geziert wird, sowie invertiert gefassten Diamanten auf dem Gehäuse.
5. Tortue

Above Die formschöne Cartier Tortue in elegantem Gelbgold.
Die Tortue-Kollektion reicht bis ins Jahr 1912 zurück und zählt zu den markantesten Formuhren aus dem Hause Cartier. Sie wurde erst 2024 durch die Kollektion Cartier Privé zurückgebracht, mit einer Version, die zwar überarbeitet wurde, dem Original jedoch treu blieb. In diesem Jahr wurde die Tortue jedoch mit runderen, großzügigeren Proportionen neu erdacht, die ihre Haptik und Geschmeidigkeit noch weiter unterstreichen. Die neuen Mini- (26,1 x 20,9 mm) und Kleinmodelle (33,4 x 26,7 mm) sind elegante Begleiter für jeden Tag und in Kombinationen aus Gelb-, Rosé- und Weißgold erhältlich. Die ultra-preziöse Abendversion aus platin- und diamantbesetztem Material ist hingegen für ganz besondere Anlässe geschaffen. Dieses Modell in LM-Größe verfügt über eine Lünette, die mit 46 Diamanten im Baguetteschliff — insgesamt 2,7 Karat — besetzt ist, und schlägt im Rhythmus des mechanischen Manufakturwerks 430 MC.
Der Höhepunkt dieser neu interpretierten Linie ist die schicke, polierte Variante aus Gelbgold, die ein champagnerfarbenes Zifferblatt aufweist. Dieses wird von einem neuen geprägten Motiv geziert, das dem Zifferblatt mehr Tiefe verleiht und die klassische Guillochierung ersetzt. Das 33,4 x 26,7 mm große Gehäuse wird durch eine Aufzugskrone mit Saphircabochon und ein glänzendes, schwarzes Alligatorlederarmband abgerundet. Die neue Tortue ist zudem in diamantbesetzten Rosé- und Weißgoldversionen erhältlich, ebenso wie als High-Jewellery-Edition in Platin, die vollständig mit Baguettediamanten besetzt ist.
6. Myst de Cartier

Above Die meisterhafte Cartier Myst de Cartier in Gelbgold (links) und glänzendem Weißgold.
Als wahrer Schatz für Schmuckenthusiasten verkörpert die Myst de Cartier die grundlegende Verbindung zwischen der Juwelierskunst und der Uhrmacherexpertise von Cartier. Inspiriert von den extravaganten Entwürfen der Designerin Jeanne Toussaint aus den 1930er Jahren, kommt diese Armbanduhr gänzlich ohne Schließe aus. Stattdessen setzt sie auf eine raffinierte, bewegliche Konstruktion und ein elastisches Band, das sich sanft über das Handgelenk streifen lässt. Ihr einzigartiges Design besticht durch abwechselnde Kurven aus handbemaltem schwarzem Lack sowie ein geometrisches, mit Pavé besetztes Zifferblatt, das von einem zarten Onyx-Rahmen eingefasst wird. Das architektonische Volumen wird durch eine akribische Körnerfassung erreicht, die allein 30 Arbeitsstunden erfordert — insgesamt fließen 112 Stunden in den Edelsteinbesatz dieser einzigartigen Architektur. Die Myst de Cartier ist ebenfalls in einer monochromen Weißgold-Edition erhältlich, die vollständig mit 986 Diamanten im Brillantschliff besetzt ist.
Credits
Images: Cartier
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