Cover Die Cartier Santos-Dumont “Watch” in Gelbgold mit Obsidian-Zifferblatt.

Uhren gibt es in allen Formen und vor allem Größen – wie haben sich diese im Laufe der Zeit verändert und was macht die ideale “Watch”-Größe heute aus?

Moderne Armbanduhren wurden für maximalen Komfort konzipiert. Ihre Vorfahren, die Taschenuhren, waren zwar durchaus handlich, erforderten jedoch einen gewissen Aufwand, um die Zeit abzulesen, statt einfach nur den Arm zu drehen. Im Laufe der Jahrhunderte hat sich die Wahrnehmung der idealen “Watch”-Größe jedoch stetig gewandelt. Die Geschichte hinter diesen Größenveränderungen ist faszinierend und spiegelt den Wandel von Trends, Geschmäckern und Prioritäten wider.

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Above Die Cartier Santos-Dumont in edlem Platin gefertigt.

Anfangs galt Größe als Hindernis. Das Ziel war es, sich von sperrigen Taschenuhren zu entfernen und eine “Watch” so kompakt wie möglich zu gestalten. Die erste Herrenarmbanduhr, Cartiers Santos-Dumont, wurde für den brasilianischen Piloten entworfen, der seinen Freund Louis Cartier auf die Schwierigkeit hinwies, während des Fluges die Zeit abzulesen. Sie wurde kompakt konzipiert – eine Eigenschaft, die zeitgenössische Modelle bis heute bewahren. Dieser Trend zu diskreten Maßen von etwa 34 mm prägte die Uhrenwelt über Jahrzehnte.

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Above Die Hermès Arceau Cavalier en Formes mit 43 mm Durchmesser.

Doch Trends wandeln sich, ebenso wie die Erwartungen von Uhrenenthusiasten. Der Wunsch nach großen Komplikationen und robusteren Rahmen forderte die Kreativität der Manufakturen weltweit heraus. Ein Beispiel ist die 43 mm Hermès Arceau Cavalier en Formes, die horologische Raffinesse mit künstlerischem Ausdruck vereint. Das Zifferblattdesign basiert auf einer Idee von Gianpaolo Pagni, bei der ein Reiter hinter geometrischen Formen verborgen bleibt, während das Pferd detailreich dargestellt ist. Ein Tourbillon auf der 6-Uhr-Position bildet das Finale. Auf einer kleineren “Watch” wäre dieser Detailreichtum schwer zu würdigen, während eine noch größere Fassung überladen wirken würde. Das Geheimnis liegt in der goldenen Mitte.

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Above Die Octo Finissimo Automatic 104120 und 104351 in 37 mm.

Kleinere Modelle sind meist angenehmer zu tragen, was für Komfortliebhaber ein entscheidendes Argument ist. Bvlgari etwa verkleinerte die Octo Finissimo von 40 mm auf ein grazileres 37-mm-Format (obwohl das Gehäuse minimal dicker wurde), um diese “Watch”-Kollektion für schmalere Handgelenke zugänglich zu machen. Umgekehrt würde ein solches Modell an kräftigeren Handgelenken verloren wirken.

Ist die Größe also entscheidend? Bei einer “Watch” hängt alles von der persönlichen Präferenz ab: Eine größere Uhr strahlt Präsenz aus, während Freunde des Understatements eher zu schlanken Modellen tendieren. Letztlich ist die beste Größe diejenige, die sich in diesem Moment für Sie vollkommen richtig anfühlt.

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