Das vom Longchamp Art Festival gefeierte Kunstevent unter der Leitung von Sophie Delafontaine und Olivier Bassuet präsentierte Werke von über 30 Künstlern
Im September brachte Longchamp Kunstliebhaber aus aller Welt in der Galerie Joseph im Pariser Viertel Le Marais zusammen, um den ersten Longchamp Art Festival zu feiern. Die Marke und die dahinterstehende Familie fördern seit Langem die zeitgenössische Kunst, insbesondere mit einer Vorliebe für farbenfrohe, abstrakte Werke, die die Fantasie anregen und Emotionen wecken. Die dreitägige Veranstaltung vereinte visuelle, digitale, Performance- und Skulpturenkunst von über 30 internationalen Künstlern. Das Festival war eine gelungene Erweiterung des künstlerischen Engagements von Longchamp und bot ein inspirierendes Programm aus Workshops, Performances, Vorträgen und Feierlichkeiten.
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“Wir arbeiten bereits seit langer Zeit mit Künstlern und Kreativen zusammen”, berichtet uns Longchamp-CEO Jean Cassegrain. “Doch dies ist das erste Mal, dass wir ein Projekt realisieren, das sich ausschließlich auf Kunst und Künstler konzentriert. Bisher kollaborierten wir bei Produkten, Ladengestaltungen, Kunstwerken in unseren Boutiquen oder im Rahmen unserer Kommunikationskampagnen. Hier steht allein die Kunst im Mittelpunkt — völlig losgelöst vom kommerziellen Aspekt. Es ist ein wahrer Meilenstein für Longchamp.”

Above Das Kunstwerk ‘Mobile No. 3’ von Xavier Veilhan auf dem Longchamp Art Festival
Beim Betreten der Galerie Joseph wurden die Besucher von dem sanft schwingenden Mobile No. 3 von Xavier Veilhan begrüßt. Die hängenden weißen und roten Halbkugeln bildeten ein imposantes, aber einladendes Kunstwerk, das die ästhetische Vision von Longchamp perfekt verkörpert. “Bei Longchamp ist Farbe ein wesentlicher Bestandteil unserer DNA”, erklärt Sophie Delafontaine unter dem Mobile stehend. Als Kreativdirektorin und treibende Kraft hinter dem ersten Longchamp Art Festival ist sie bestens positioniert, um das Zusammenspiel zwischen der Marke und der Kunstwelt zu beleuchten. “Optimistisch, freudvoll, dabei aber schlicht und rein. Dieses Mobile von Xavier Veilhan zeigt genau das, was ich meine — es ist pure, einfache, farbenfrohe und abstrakte Lebensfreude, die viel Raum für die eigene Imagination lässt.”

Above Die Familie Cassegrain (v.l.n.r.): Hector Cassegrain, Sophie Delafontaine, Jean Cassegrain, Juliette Poupard, Adrien Cassegrain
“Ich weiß nicht, ob Longchamp meinen Geschmack geprägt hat oder umgekehrt, aber wir sind untrennbar miteinander verbunden”, lacht Delafontaine. Für die Premiere des Festivals wählte sie das Thema ‘Bewegung’, das sich in Installationen, Tanz, Spiel und Dialogen widerspiegelt. Überall in der Galerie waren Werke zu finden, die die Energie und Bedeutung von Bewegung einfangen. In einer kleinen Nische schuf Damien Poulain Bric à Bric, einen interaktiven Spielbereich aus bunten Schaumstoffmodulen, die immer wieder neu kombiniert werden können. Hinter einem wellenförmigen Raumteiler stehen zwei der berühmten Spun Chairs von Thomas Heatherwick, die selbst im Sitzen pure Dynamik ausstrahlen.

Above Das interaktive Kunstwerk ‘Bric à Bric’ von Damien Poulain
“Bewegung ist für mich der Ausdruck von Energie und entspricht dem Lebensstil unserer Kunden: aktive, dynamische Frauen, die stets in Bewegung sind”, so Delafontaine. “Sie ist Teil unserer Firmengeschichte — in den 1950er Jahren begann unser Vater mit der Entwicklung von Gepäckstücken, den idealen Begleitern für jede Reise. Zudem ist es die Denkweise des Unternehmens, denn seit fast 80 Jahren befindet sich Longchamp im stetigen Wandel, angefangen bei dem kleinen Tabakgeschäft unserer Großeltern in Paris.”
“Die Marke braucht viel Energie”, stimmt Jean Cassegrain zu. “Als Unternehmen streben wir danach, agil und immer in Bewegung zu bleiben. Selbst das Format dieses Festivals ist überaus flexibel. Es ist kein statisches Museum, das für Jahrzehnte konzipiert wurde, sondern ein lebendiger Ort, der nur für drei Tage besteht. Bewegung ist der Schlüsselwert, der hier zum Ausdruck kommt.”
Das Festival wurde von Olivier Bassuet und Sophie Delafontaine kuratiert. Trotz der Vielfalt der Werke gibt es einen gemeinsamen Nenner: einen freudvollen Umgang mit Farbe und abstrakten Formen, die zur Interpretation einladen. “Kunst ist für mich Emotion. Die Idee ist, dass sie es dem Betrachter ermöglicht, sich selbst einzubringen”, ergänzt Delafontaine.

Above Das Kunstwerk ‘Munpei’ der koreanischen Künstlerin Soo Kyoung Lee
In Munpei schuf die koreanische Künstlerin Soo Kyoung Lee eine Serie zeitgenössischer Kunststücke, die auf einer antiken Tradition basieren und traditionelle Namensschilder aus Holz in bunte, abstrakte Formen verwandeln. Simone Pheulpin formte in Éclipse VI aus Stoffstreifen und Nadeln eine fossilartige Skulptur. Die geschichteten Textilcollagen von Caroline Hélain, die man bereits aus den Longchamp-Kollektionen kennt, waren ebenso zu bewundern wie das kühne Leinwandwerk Never Stop Playing von Caroline Denervaud, das mit Kohle, Kreide und Milchproteinen entstand. Im Laufe des Tages begeisterte uns Denervaud zudem mit einer eindrucksvollen Performance, bei der sie tanzend auf der Leinwand malte und Gesten in kraftvolle Farbschwünge verwandelte.

Above Das energiegeladene Gemälde ‘Never Stop Playing’ von Caroline Denervaud

Above Die exklusive künstlerische Kooperation zwischen Longchamp und Caroline Hélain
“Künstler inspirieren uns und lassen uns träumen”, so Cassegrain. “Sie helfen uns, neue Horizonte zu erschließen.” Überall strömen Besucher durch den lichtdurchfluteten Raum, um die imposanten Leinwände und filigranen Kunstwerke zu betrachten.
“Es ist ein echtes Engagement für die Kreativität”, fasst Delafontaine zusammen, “aber auch eine Möglichkeit, das Publikum neugierig zu machen. Wir hoffen, dass die Besucher inspiriert werden, tiefer in die Welt der Kunst einzutauchen und neue Talente zu entdecken. Wir zeigen sowohl etablierte Größen der internationalen Kunstszene als auch aufstrebende Künstler. Diese Mischung begeistert mich, denn hinter jedem Werk steht ein Künstler mit einer einzigartigen Vision.”




