Die Innenarchitektin Rebecca Hughes vereint in diesem Zuhause kräftige Farben, kontrastreiche Muster und eine eklektische Sammlung aus Kunst, Antiquitäten und Einrichtungsgegenständen — ein wahrhaft inspirierendes Home
Während der städtebaulichen Erweiterung Londons im 19. Jahrhundert prägten viktorianische Stadthäuser das Bild von Kensington durch klassische Proportionen und architektonische Einheitlichkeit. Dieses Home zeichnet sich durch diesen historischen Charme aus.
Weiß gestrichene Stuckfassaden, eine regelmäßige Fensteranordnung und erhöhte Eingänge verleihen den Straßen einen wohlproportionierten Rhythmus.
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Doch hinter diesen charakteristisch zurückhaltenden Fassaden verbirgt sich oft ein lebendiger Ausdruck des häuslichen Lebens, das einen spannenden Kontrast zur formalen Architektur schafft.

Above Der ursprünglich dunkle Eingangsbereich wurde durch das Öffnen der Treppe und ein neues Fenster deutlich heller gestaltet.

Above Rosa dient als verbindendes Element in diesem Home, insbesondere durch den Anstrich mit dem Farbton Hammock von Little Greene.
Dieses lebendige Konzept passte perfekt zur Bauherrin, deren Begeisterung für Farbe und Experimentierfreude keine Grenzen kannte. Nachdem sie aus Kalifornien nach London gezogen war, brachte sie eine Sammlung an markanten Möbeln sowie eine Vorliebe für ausgefallene Designs in ihr neues Home ein.
“Sie hat absolut keine Angst vor Farben”, erinnert sich Innenarchitektin Rebecca Hughes. “Wie sie selbst sagt: Bei Beige schaudert es mich ein wenig.”
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Above Der Wohnbereich im ersten Stock wurde grundlegend umgestaltet, um offener zu wirken und die Räume fließend ineinander übergehen zu lassen.

Above Ein leuchtend pinkfarbenes Sofa bildet den Mittelpunkt des Wohnzimmers in diesem Home.

Above Die gezielte Kombination aus Farbe und Muster verleiht jedem Raum eine unverwechselbare Identität.
Für Rebecca Hughes, die Gründerin von Rebecca Hughes Interiors, war die Zusammenarbeit mit einer so mutigen Bauherrin besonders bereichernd.
“Statt sie von kräftigen Farben überzeugen zu müssen, war die Herausforderung eher das Gegenteil: Sie wollte, dass wir bei diesem Home noch weiter gehen”, erklärt Hughes.
Hughes erinnert sich an die Präsentation der ersten Moodboards: “Sie waren bereits bunt, aber die Bauherrin fand, sie seien noch nicht mutig genug. Das gab den Ton für das gesamte Projekt vor — wir haben immer mehr Farbe, Dramatik und schließlich noch mehr Leopardenmuster hinzugefügt!”
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Above Die Küche und der Essbereich vermitteln ein völlig anderes Raumgefühl als das angrenzende Wohnzimmer in diesem Home.

Above Olivgrüne Metro-Fliesen und maßgefertigte Schränke im Farbton Woad Blue.

Above Hochwertige Stoffe rahmen ausgewählte Türen und Fensternischen kunstvoll ein.
Ein neutrales Interieur war nie das Ziel. Die Bauherrin wollte ein Home, das “aufbauend, energetisierend und voller Persönlichkeit” wirkt.
Die Herausforderung bestand darin, diese Fülle in ein ursprünglich eher graues und dunkles Gebäude zu bringen. Hughes und ihr Team öffneten die Treppe und führten ein internes Fenster ein, um das Home mit natürlichem Licht zu fluten.
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“Rosa wurde zu einer verbindenden Farbe, vor allem im Flur”, ergänzt sie. “Für die anderen Räume haben wir bewusst starke, gesättigte Farbtöne gewählt.”

Above Vintage- und Antiquitätenstücke wurden neu gepolstert, um ihnen ein zweites Leben in diesem Home zu schenken.

Above Das Konzept ‘jolie laide’ prägte die Auswahl der Einrichtungsgegenstände im gesamten Haus.
Der Wohnbereich wurde stark umgestaltet, um das Home offener wirken zu lassen und die Raumfolge bewusster erlebbar zu machen.
Hier bestimmen Farbe und Muster die Identität jedes Raumes. Ein leuchtend pinkfarbenes Sofa dominiert den Wohnraum, während grüne Fliesen von Mandarin Stone die Wände der Küche schmücken.
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“Die Idee war nicht, ein einheitliches Farbkonzept zu schaffen, sondern jedem Raum eine eigene Erfahrung zu verleihen”, erklärt Hughes über das Home.

Above Terrakotta im Gästebad verleiht dem Home eine wärmere und erdige Note.

Above Von der Natur inspirierte Motive dienen als weitere wichtige Inspirationsquelle für die Dekoration.
Neben maßgefertigten Einbauten in Woad Blue von House of Hackney rahmen Stoffe von Schumacher ausgewählte Durchgänge ein, die dem Home mehr Tiefe geben.
“Sie ziehen einen in den nächsten Raum und lassen das Home wesentlich größer erscheinen”, erläutert Hughes.
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Zudem bringen Textilien eine dekorative Struktur durch florale Motive, samtige Polsterungen und antike Teppiche.

Above Jeder Raum in diesem Home fühlt sich wie eine neue Entdeckung an.

Above Kräftige, satte und fröhliche Farben spiegeln die Persönlichkeit der Eigentümerin wider.
Die Vorliebe der Eigentümerin für jolie laide — ein französischer Ausdruck für “schön-hässlich” — bestimmte die Auswahl der Möbelstücke in diesem Home. Antik, orientalische Schränke und moderne Stücke wurden aufgrund ihres Charakters kombiniert.
“Es war wichtig, viele bestehende Teile zu erhalten”, sagt Hughes. “Das Home sollte eine Seele haben, als wäre es über Zeit gewachsen.”
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Das Projekt war letztlich eine Hommage daran, im Unerwarteten und in ungewöhnlichen Kombinationen im Home Schönheit zu finden.

Above Ein geschwungenes Bücherregal rahmt den Eingang zum Badezimmer in diesem Home ein.

Above Die Tapete mit Vogelmotiven und kräftige Farbakzente spiegeln die Vorliebe für Kontraste im Home wider.
Auch in den privaten Rückzugsorten setzt sich der farbenfrohe Ansatz im Home konsequent fort.
Im Gästebad sorgt Terrakotta für Wärme, während im Ankleidezimmer die Tapete Berlioz von Soane für eine lebendige Stimmung sorgt.
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Above Das Hauptbadezimmer entstand aus einem kleinen, ehemals ungenutzten Raum im Home.

Above Farben, Muster und kleine Details fließen harmonisch durch das gesamte Home.
Im Hauptschlafzimmer bildet eine Chinoiserie-Tapete von Schumacher den Hintergrund für ein samtenes Bett von Soho Home in diesem Home.
“Dieses Hauptschlafzimmer ist mein Favorit”, resümiert Hughes. “Es verkörpert die gesamte Philosophie unseres Home-Projekts: jeder Raum mit eigener Persönlichkeit, doch alles verbindet sich organisch.”
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Credits
Photography: Astrid Templier





