Cover Das Ginsho in Kaohsiung lädt Hiroyuki Sato vom Hakkoku für eine exklusive Gast-Serie ein, die Luxus-Sushi auf ein neues Niveau hebt. (Foto: Ginsho, Eugenia Yang)

Ohne nach Japan zu reisen, können Feinschmecker im Süden Taiwans erstklassige Sushi-Kunst erleben. Das renommierte Restaurant Ginsho holt den Sushi-Meister Hiroyuki Sato für ein exklusives Gastspiel nach Kaohsiung.

Ein Gastspiel eines Spitzen-Sushi-Meisters, das innerhalb von drei Minuten ausverkauft ist, zeigt eindrucksvoll: Das Interesse taiwanesischer Gourmets an exklusiver Sushi-Kultur ist längst nicht mehr auf Taipei beschränkt. Durch die einjährige Vorbereitung von Kayo Sakane, der japanischen Inhaberin des “Ginsho” in Kaohsiung, konnte Hiroyuki Sato — Kopf des in Tokio berüchtigten, schwer reservierbaren Hakkoku — für eine exklusive dreitägige Veranstaltung gewonnen werden.

Dies ist kein simples Kopieren eines Spitzenrestaurants, sondern ein Dialog zwischen Städten, Handwerkskunst und lokalen Zutaten. Als das Geiste der Edo-mae-Sushi-Kultur aus dem Tokioter Stadtteil Ginza nach Kaohsiung gelangte, bewies das Ginsho eindrucksvoll, dass erstklassige Sushi-Kultur nicht nur in Tokio oder Taipei zu finden ist.

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Der Weg von “Rotessig-Meister” Hiroyuki Sato und dem Ginsho

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Above Hiroyuki Sato, bekannt als “Rotessig-Meister”, zu Gast im Ginsho in Kaohsiung. (Foto: Eugenia Yang)
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Above Sato ist berühmt für seinen Fokus auf Thunfisch und die Verwendung von kräftigem Rotessig im Sushi-Reis. (Foto: Eugenia Yang)

Hiroyuki Sato ist eine der prägendsten Figuren der zeitgenössischen Sushi-Szene in Tokio. Nachdem er 2013 das berühmte “Sushi Tokami” in Ginza leitete und einen Michelin-Stern erhielt, gründete er 2018 das “Hakkoku”. Sein Fokus liegt auf Thunfisch, kräftig gewürztem Rotessig-Reis und dem puren, auf Nigiri-Sushi konzentrierten Edo-mae-Stil. Es ist ein weltbekannter Ort, der in den “50 Best Discovery”-Indizes geführt wird.

Für Sato ist der größte Wandel nicht nur technischer Natur, sondern eine Frage der inneren Einstellung. Früher fokussierte er sich rein auf die Aufgaben vor ihm; heute fragt er sich: “Was kann ich als Sushi-Meister tun, um die Menschen in meinem Umfeld wirklich glücklich zu machen?” Das Hakkoku bietet daher nicht nur Präzision, sondern eine tiefe menschliche Verbindung.

Tradition trifft Innovation: Der moderne Edo-mae-Stil des Ginsho

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Photo 1 of 5 Klassisches Kohada-Sushi im Edo-mae-Stil. (Foto: Eugenia Yang)
Photo 2 of 5 Frisches Makrelen-Sushi. (Foto: Eugenia Yang)
Photo 3 of 5 Tintenfisch mit getrocknetem Rogen. (Foto: Eugenia Yang)
Photo 4 of 5 Gegrillter Fisch als Delikatesse. (Foto: Eugenia Yang)
Photo 5 of 5 Gedünsteter Oktopus in Perfektion. (Foto: Eugenia Yang)

Satos Sushi gilt als “minimalistisch, aber äußerst anspruchsvoll”. Für ihn ist Edo-mae-Sushi kein statisches Relikt, sondern eine lebendige Kultur. “Sushi existiert heute noch, weil es sich ständig weiterentwickelt hat.” Er sieht seine Mission als Brückenbauer zwischen den Generationen. Sato betont jedoch, dass man mit einem Fuß fest in der Tradition stehen muss, während der andere neue Wege erkundet.

Im Ginsho wird dieser Anspruch durch den präzisen Umgang mit der Temperatur des Sushi-Reises und der Textur der Fisch-Filets deutlich, ohne auf überflüssige Dekoration zu setzen.

Ein exklusives Gastspiel: Hakkoku und das Ginsho in Kaohsiung

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Above Das Team von Ginsho gemeinsam mit Hiroyuki Sato vom Hakkoku. (Foto: Ginsho)

Sato hat für dieses Gastspiel bei Ginsho kein bloßes Spiegelbild des Tokioter Menüs entworfen. Vielmehr wurden lokale taiwanesische Zutaten mit der klassischen Edo-mae-Technik kombiniert. Er ist davon überzeugt, dass exzellentes Sushi nicht auf Japan beschränkt ist.

Wenn man die Zusammenarbeit zwischen dem Ginsho und dem Hakkoku in einem Wort beschreiben müsste, wählt Sato “Resonanz”. Es geht darum, Wissen auszutauschen und eine gemeinsame Harmonie zu schaffen, die sowohl die Köche vor Ort als auch die Gäste bereichert.

Kulinarische Symbiose im Ginsho

Das Menü beginnt mit der Hakkoku-Signatur: einer Thunfischrolle. Sato wählt hierfür einen besonders zarten Teil des Kopfbereichs, bekannt als “Tsukihami”. Diese Spezialität, die das Erbe des Hakkoku widerspiegelt, stellt die Sinne sofort auf den Genuss ein.

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Above Die legendäre Hakkoku-Thunfischrolle im Ginsho. (Foto: Eugenia Yang)
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Above Die berühmte Seeteufelleber-Nigiri-Kreation. (Foto: Eugenia Yang)

Ein weiteres Highlight ist die Seeteufelleber, die durch schonendes Garen und Passieren eine Textur erhält, die fast wie Eiscreme auf der Zunge schmilzt. Auch lokale Produkte wie taiwanesischer Zackenbarsch, mariniert in Kombu, sowie Tintenfisch mit getrocknetem Rogen aus Hsinchu zeigen das Bestreben des Ginsho, lokale Frische mit japanischer Handwerkskunst zu veredeln.

Ein Klassiker des Hauses Ginsho ist das Aal-Tempura, das mit einer hausgemachten Sauce aus Aalgräten serviert wird, die ein tiefes, umami-reiches Aroma entfaltet.

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Above Das beliebte Aal-Tempura-Handroll im Ginsho in Kaohsiung. (Foto: Eugenia Yang)

Satos Schnelligkeit beim Formen des Sushis ist bemerkenswert; sie dient dazu, die Temperatur der Hände nicht auf den Fisch zu übertragen. Dieser Rhythmus ist das Herzstück seiner Arbeit im Ginsho.

Kayo Sakane: Die Visionärin hinter dem Erfolg vom Ginsho

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Above Kayo Sakane, die Inhaberin vom Ginsho in Kaohsiung. (Foto: Ginsho)
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Above Das Interieur vom Ginsho in Kaohsiung ist von der Hafenstadt inspiriert. (Foto: Ginsho)

Hinter diesem Erfolg im Ginsho steht Kayo Sakane. Seit der Eröffnung im Dezember 2022 führt sie das Ginsho mit einem strengen Qualitätsanspruch und einer ausgeprägten ästhetischen Vision. Für sie ist das Ginsho in Kaohsiung weit mehr als ein Restaurant; es ist eine Bühne für die authentische japanische Esskultur.

Jeden Monat aktualisiert das Team vom Ginsho das Menü basierend auf der saisonalen Verfügbarkeit. Sakane sucht ständig nach neuen Kooperationen mit Handwerkern und Winzern, um das Ginsho als erste Adresse für Luxus-Sushi in Kaohsiung zu etablieren.

Kaohsiung als neue Destination für exzellente Sushi-Kultur

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Photo 1 of 3 Exklusive Junmai Ginjo Sake, entworfen von der Fujimoto-Brauerei für das Ginsho. (Foto: Eugenia Yang)
Photo 2 of 3 Das Event im Ginsho in Kaohsiung zeigt, dass sich die Spitzengastronomie in Taiwan weiterentwickelt. (Foto: Eugenia Yang)
Photo 3 of 3 Gemeinsames Dinner-Event zwischen Ginsho und Hakkoku. (Foto: Eugenia Yang)

Passend zum Essen bietet das Ginsho den exklusiven “Shinkai”-Sake der Fujimoto-Brauerei an, der die feinen Nuancen des Sushis perfekt untermalt. Der Fisch wird zudem jede Woche direkt durch den renommierten Händler “Yamakou” aus dem Tokioter Toyosu-Markt bezogen.

Für das Ginsho ist dieser Austausch mehr als eine bloße Veranstaltung; es ist ein Meilenstein für die Stadt. Kaohsiung positioniert sich damit nachhaltig auf der kulinarischen Landkarte als Ziel für Liebhaber von erstklassigem Sushi und anspruchsvoller Gastronomie.

Hiroyuki Sato — Gastspiel im Ginsho in Kaohsiung

Ort: Nr. 26, Qingnian 2nd Road, Bezirk Qianjin, Kaohsiung

Preis: 9.800 NT$ + 10%

Termine:

  • 2. Juni, 18:30–21:30 Uhr
  • 3. Juni, 12:00–14:30 Uhr
  • 3. Juni, 18:30–21:30 Uhr
  • 4. Juni, 12:00–14:30 Uhr

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