Bone-in NY strip steak at Brontë by chef Wade Watson
Cover Ein perfekt zubereitetes Premium-Steak im Brontë
Bone-in NY strip steak at Brontë by chef Wade Watson

Das “Brontë” überzeugt als anspruchsvolles Steakhaus, bei dem Substanz statt bloßer Inszenierung im Mittelpunkt steht.

Der Küchenchef Wade Watson verzichtet in seiner Arbeit bewusst auf jede Art von Effekthascherei. In einer Zeit, in der Restaurants oft hinter übermäßigen Erzählungen und inszenierter Theatralik verborgen bleiben, setzt das “Brontë” ein bemerkenswertes Zeichen und besinnt sich auf das Wesentliche.

Benannt nach dem Strand südlich von Bondi in Australien, präsentiert Watsons neuestes Projekt in Manila ein gehobenes australisches Steakhaus, das nicht auf Gimmicks baut, sondern auf Produktqualität, Präzision und Persönlichkeit. “Ich sehe hier immer mehr amerikanische Steakhäuser entstehen”, erklärt Watson sachlich. “Also dachte ich mir: Warum nicht ein australisches Steakhaus? Das Rindfleisch ist dort von Weltklasse.” Das Ergebnis ist ein Restaurant, das den Charakter seines Schöpfers perfekt widerspiegelt: scharf, selbstbewusst, herrlich respektlos und völlig befreit von unnötigem Dekor.

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Watson eröffnet dieses Steakhaus gemeinsam mit seinem Geschäftspartner, dem Schauspieler Derek Ramsay, der seine Philosophie voll und ganz teilt. “Qualität steht für mich an erster Stelle”, betont Ramsay. Auf die Frage, wie er das Restaurant definieren würde, beschreibt Watson es als “hochwertig, raffiniert und schnörkellos… Ich weiß, dass schnörkellos eigentlich im Widerspruch zu raffiniert steht”, räumt er ein, “aber es kann beides sein. Meiner Meinung nach sind die besten Restaurants der Welt diejenigen, die einfach bleiben. Sie servieren Gerichte, die man wirklich essen möchte.” Im “Brontë” genießen Gäste nun diese ehrliche Form der Gastronomie.

Tatler Asia
The tablesetting at Brontë
Above Die exquisite Tischdekoration im neuen Restaurant Brontë
The tablesetting at Brontë

Das “Brontë” ist kein Konzept, das über Nacht entstand, sondern das Ergebnis jahrelanger, fokussierter Arbeit an einer klaren Vision. “Ich wusste immer, dass ich dieses Restaurant eröffnen würde”, sagt er. Als Kopf hinter Bondi and Bourke servierte er in den vergangenen Jahren bereits erstklassige, legere australische Bistro-Küche. Nach einer Auszeit von der gehobenen Gastronomie spürte Watson, dass nun der richtige Moment für seine Rückkehr gekommen war. Die rasante Expansion der Gastronomieszene sowie der Wunsch der Gäste nach anspruchsvollen à-la-carte-Erlebnissen boten die ideale Gelegenheit, das “Brontë” erfolgreich zu etablieren.

Ob es um Kulinarik, Wein oder Design geht: Watson spricht mit einer Sicherheit, die nur aus jahrelanger Erfahrung resultiert. Sein Fachwissen umfasst einige der anspruchsvollsten Hospitality-Märkte Asiens. Vor seiner Zeit in Cebu, wo er durch Betriebe wie die Abaca Baking Company und Tavolata Bekanntheit erlangte, verbrachte er Jahre in Hongkong und leitete Restaurants, Bars und Hotelküchen in einem der wettbewerbsintensivsten Märkte der Region. Er erwarb sich dort einen Ruf für zwei Dinge: außergewöhnliches Fleisch und exzellentes Brot. Kombiniert man diese Markenzeichen mit seiner Leidenschaft für saisonale Produkte und präzise Kochkunst, so bilden sie das Fundament des “Brontë”.

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Tatler Asia
The interiors at Brontë
Above Das elegante Interieur und Design im Brontë
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Filet rossini by chef Wade Watson from Brontë
Above Das Filet Rossini von Küchenchef Wade Watson aus dem Brontë
The interiors at Brontë
Filet rossini by chef Wade Watson from Brontë

Die Speisekarte im “Brontë” ist bewusst kompakt gehalten. “Es ist keine umfangreiche oder komplizierte Karte, aber sie konzentriert sich voll und ganz auf erstklassige Produkte”, erläutert Watson. Diese Philosophie zeigt sich sofort. Die Auseinandersetzung mit Steaks geht weit über Fettmarmorierung und Import-Prestige hinaus. Der Chefkoch setzt sich leidenschaftlich für australisches Rindfleisch ein, das seiner Ansicht nach durch spezifische Fütterung, strengere Regularien und fortschrittliche landwirtschaftliche Methoden ein völlig eigenständiges Geschmacksprofil besitzt. Besonders stolz ist er auf das Côte de Bœuf – ein imposantes, 1,2 Kilogramm schweres Rib-Eye mit MB9-Marmorierung, das den Ansatz des Restaurants perfekt verkörpert: luxuriös, ohne maßlos zu wirken. “Wenn ich ein Steak esse, dann soll es ein wirklich gutes sein”, sagt Watson trocken.

Gäste können sich bei Watson auf Überraschungen gefasst machen. Die Karte im “Brontë” ist keineswegs statisch, sondern entwickelt sich ständig weiter, getrieben von seinem Instinkt und seinen neuesten kulinarischen Leidenschaften. Stammgäste dürfen sich auf neue Kreationen und kleine Anpassungen freuen. Watson gibt offen zu, dass er selten etwas lange beim Alten lässt. “Ich ändere meine Meinung ständig”, gesteht er, “ich bin berüchtigt dafür, und ich sage es niemandem vorher, ich setze es einfach um.”

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A decadent beef burger by chef Wade Watson at Brontë
Above Ein exzellenter Beef-Burger von Chef Wade Watson im Brontë
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Inside Brontë
Above Ein exklusiver Blick in das stilvolle Restaurant Brontë
A decadent beef burger by chef Wade Watson at Brontë
Inside Brontë

Obwohl er mit entwaffnender Offenheit zugibt: “Ich hasse Wein… ich konsumiere ihn nicht gerne”, besitzt das “Brontë” tatsächlich eine beeindruckende Weinkarte. Watson hat über Jahre hinweg gezielt außergewöhnliche Flaschen gesammelt, um sie für genau dieses Restaurant vorzubereiten. Die Liste umfasst erstklassige Produzenten aus Australien, Frankreich und Italien sowie eine starke Auswahl an Champagner, seine heimliche Schwäche. Das Sortiment reicht von zugänglichen Weinen für den Alltag bis hin zu raren Etiketten für ernsthafte Sammler. Kenner sollten unbedingt nach “The Vault” fragen: einer diskreten Reserve-Liste mit den seltensten Schätzen des Brontë. Watson lacht: “Die Weinkenner haben ihren Bereich, und alle anderen genießen ihren Teil.”

Der dezente Luxus setzt sich in den akribisch geplanten Details des “Brontë” fort. Das Interieur entfaltet sich in einer eleganten Farbpalette aus monochromem Beton, warmem braunem Leder und großen Fenstern, deren sanftes Licht durch Fensterläden fällt und am Abend für einen filmreifen Glanz sorgt. Geschwungene Sitzbänke mildern die industrielle Ästhetik der Architektur, während Details in gebürstetem Gold dem Raum eine behagliche Wärme verleihen. Es wirkt elegant, ohne sich anzustrengen – genau wie Watson selbst verkörpert das Restaurant Souveränität und Stil.

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At Brontë, the details matter
Above Im Brontë spielt jedes Detail eine wichtige Rolle
At Brontë, the details matter

Die Inneneinrichtung wurde von dem Team umgesetzt, das auch für das Levanto-Gebäude verantwortlich ist, in dem sich zahlreiche hochwertige internationale Einrichtungsmarken befinden. Doch vielleicht offenbart das Tafelgeschirr den Charakter von Watson am deutlichsten. Anstatt auf den anonymen Minimalismus der gehobenen Gastronomie zu setzen, wählte er Objekte, die haptisch, verspielt und leicht exzentrisch wirken. Zarte, schlanke Weingläser stehen neben gerippten Champagnerflöten und silber-gravierten Wassergläsern, die mit skurrilen Illustrationen verziert sind. Die Martini-Gläser bestechen durch einen kurzen, abgerundeten, cola-farbenen Stiel und eine wellenförmige Textur, die sich fast wie eine Skulptur in der Hand anfühlt. Überall findet sich diese Gegenüberstellung: Raffinesse gepaart mit Humor und ein durchdachter Stil voller Persönlichkeit, der das Brontë auszeichnet.

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Sticky toffee pudding by chef Wade Watson at Brontë
Above Der köstliche Sticky Toffee Pudding aus dem Brontë
Sticky toffee pudding by chef Wade Watson at Brontë

Diese Balance definiert den Erfolg des “Brontë”. Unter dem polierten Interieur und den Luxuszutaten verbirgt sich ein Restaurant, das erfrischend ehrlich zu seiner Identität steht. Während viele zeitgenössische Restaurants nur neuen Trends hinterherlaufen, setzt das “Brontë” auf geschmackliche Klarheit und technische Präzision. Watson versucht nicht, die Gastronomie neu zu erfinden oder Trends zu folgen, nur um relevant zu bleiben. Er präsentiert stattdessen etwas zutiefst Persönliches. Es spiegelt jahrzehntelange Erfahrung, eine klare Vision, hohe Standards und eine echte Liebe zu hochwertigen australischen Produkten wider, die man im Brontë schmecken kann.

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