Von exklusiven Materialien bis hin zu komplexen Mechanismen: Die neuen Luxusuhren definieren Technik, Design und Identität auf völlig neue Weise.
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Ein Juwel der Uhrmacherkunst
Die zweite Haute-Joaillerie-Kollektion von Richard Mille besticht durch bis zu 1.399 Edelsteine und Halbedelsteine pro Zeitmesser. Diese verzieren nicht nur das Gehäuse, sondern auch das Uhrwerk selbst — von der Grundplatine bis zu den Brücken und dem Goldrotor des neuen, in-house gefertigten Automatik-Tourbillon-Kalibers CRMT2. Rubine, Paraiba-Turmaline, Smaragde und Malachit schmücken diese Meisterwerke, deren Fassung allein rund 700 Stunden Handarbeit pro Uhr erfordert. Die Kollektion umfasst 12 Unikate, unterteilt in vier Farbwelten: Rosa, Violett, Blau und Grün, was diese Luxusuhren zu einem wahrhaft exklusiven Sammlerstück macht.

Above Detailreiche Nahaufnahme einer exklusiven Richard Mille Luxusuhr mit kunstvoller Edelsteinfassung.
Ein Zifferblatt als Meisterwerk
Das rechteckige Zifferblatt der “Cabaret”-Linie bildet das Herzstück dieses Zeitmessers. A. Lange & Söhne pflegt dieses Design bereits seit 1997. In der neuesten Interpretation besteht das Zifferblatt aus Honeygold — einer exklusiven Goldlegierung der Marke mit einem warmen Bernsteinton —, das anschließend schwarz rhodiniert wurde. Ziffern, Datumsrahmen und die Minuterie sind direkt aus dem Material des Zifferblatts herausgearbeitet und ragen 0,15 mm über den dunklen Untergrund hinaus. Bei sechs Uhr dient die offene Unruh des Tourbillons als bewusster ästhetischer Akzent, der diese Luxusuhren auszeichnet.

Above Die kunstvoll gestaltete Frontansicht einer A. Lange & Söhne Cabaret Luxusuhr.
Dem Licht entgegen
Die 40-mm-Aquaracer Professional 200 Solargraph ist eine neu interpretierte Toolwatch von TAG Heuer, die mit höchster Präzision überzeugt. Das hauseigene Solargraph-Kaliber TH50-00 bezieht seine Energie aus jeder Lichtquelle: Zehn Minuten Sonnenlicht genügen für 40 Stunden Laufzeit, bei voller Ladung hält die Energie bis zu 10 Monate an. Das überarbeitete Gehäuse bietet präzisere geometrische Formen, die einseitig drehbare Lünette wurde mit neuen Reitern ausgestattet und das flexible Armbandsystem erhöht die Vielseitigkeit dieser beeindruckenden Luxusuhren.

Above Die moderne und robuste TAG Heuer Aquaracer Professional Luxusuhr im Einsatz.
Ein Stelldichein um Mitternacht
Van Cleef & Arpels stattet die Midnight Heure d’Ici & Heure d’Ailleurs mit einem 38-mm-Roségoldgehäuse aus. Das neu entwickelte Automatikwerk bietet 65 Stunden Gangreserve und kombiniert eine springende Stunde mit einer retrograden Minutenanzeige. Beide Zeitzonen lassen sich über eine einzige Krone einstellen und bleiben durch ein System aus Zahnrädern synchronisiert. Das Emailzifferblatt zeigt dank spezieller Emailliertechniken je nach Lichteinfall ein faszinierendes Farbspiel, das diese Luxusuhren zum Leuchten bringt.

Above Elegante Optik der Midnight Heure d’Ici & Heure d’Ailleurs von Van Cleef & Arpels.
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Reinheit und Raffinesse
Die 40-mm-Tonda PF Chronograph wird vom in-house Kaliber PF070 von Parmigiani angetrieben. Dieser integrierte Chronograph mit Schaltrad und einer Frequenz von 5 Hz ermöglicht eine Messung bis auf die Zehntelsekunde. Mit einer Bauhöhe von nur 6,95 mm ist das Uhrwerk erstaunlich flach und zeugt durch die COSC-Zertifizierung sowie 65 Stunden Gangreserve von technischer Exzellenz. Die Oberfläche des mineralblauen Zifferblatts ist von Hand mit dem Grain-d’Orge-Guilloché-Muster verziert, was diese Luxusuhren zu einem Kunstwerk macht.

Above Detailansicht des handgefertigten Zifferblatts einer Parmigiani Tonda PF Luxusuhr.
Das mächtige Trio
Der Endeavour Flyback Chronograph Dual Time Date integriert drei Komplikationen auf einer zentralen Achse in einem 42-mm-Edelstahlgehäuse — ganz ohne Hilfszifferblätter. Das neue Handaufzugskaliber HMC 730, das zusammen mit dem Genfer Spezialisten Agenhor entwickelt wurde, nutzt ein Schaltrad, eine horizontale Kupplung mit Mikrozahnrädern sowie ein Doppelfederhaus für 72 Stunden Gangreserve. Dies unterstreicht den hohen Standard bei der Entwicklung dieser Luxusuhren.

Above Technisches Design des Endeavour Flyback Chronographen in Edelstahl.
Die Freiheitsstatue als Inspiration
Zenith-Gründer Georges Favre-Jacot reiste Mitte des 19. Jahrhunderts in die USA, was ihn zur Gründung der ersten integrierten Schweizer Uhrenmanufaktur in Le Locle inspirierte. Zum 250. Geburtstag der Vereinigten Staaten präsentiert die Marke den Chronomaster Revival Liberty II. Basierend auf dem legendären A384-Modell aus dem Jahr 1969 behält die Uhr das ikonische 37-mm-Tonneau-Gehäuse bei. Das weiß lackierte Zifferblatt mit blauen Hilfszifferblättern und einem Sekundenzeiger in Rot-Weiß-Streifen ehrt die ursprünglichen Kolonien und ist ein Highlight unter den Luxusuhren.

Above Die klassisch inspirierte Zenith Chronomaster Revival Liberty II am Handgelenk.
Rauchiger Glanz
Bell & Ross präsentierte erstmals 2006 eine Zigarren-thematisierte Uhr. Der BR-05 Chrono ST Dupont ist das vierte Modell dieser Reihe, entstanden in Zusammenarbeit mit dem französischen Luxushaus S.T. Dupont. Das 42-mm-Edelstahlgehäuse harmoniert perfekt mit der Lünette aus 18-karätigem Roségold. Das braune Zifferblatt mit Sonnenschliff changiert je nach Lichteinfall zwischen warmen Bernsteintönen und tiefem Schwarz, ein wahres Prachtstück unter den Luxusuhren.

Above Luxuriöse Kombination aus Gold und Stahl bei der Bell & Ross ST Dupont.
Der König im Taschenformat
Hermès präsentiert die Slim d’Hermès Pocket Roaaaaar!, ein Meisterwerk aus Weißgold. Das 45-mm-Gehäuse birgt das flache Automatik-Manufakturkaliber H1950 mit 48 Stunden Gangreserve. Der Schutzdeckel zeigt einen Löwen in Holzintarsientechnik, gefertigt aus zehn verschiedenen Holzarten — darunter Amaranth, Bubinga und Tulpenholz — basierend auf einem Motiv der Künstlerin Alice Shirley. Das Grand-Feu-Emailzifferblatt besticht durch Farben wie Vert Cyprès oder Bleu Saphir, bei über 800 Grad gebrannt. Eine auf weltweit sechs Exemplare limitierte Edition dieser Luxusuhren.

Above Die künstlerische Slim d’Hermès Pocket Roaaaaar! mit kunstvoller Holzintarsie.
Ein Gespräch mit Laurent Dordet
Der CEO von Hermès Horloger spricht über die fünf gewagtesten Uhrenkreationen der Marke.
Wie stellen Sie sicher, dass sowohl die H08 Squelette als auch die Slim d’Hermès Squelette Lune die unverkennbare DNA von Hermès tragen?
Wir laden unsere Kunden zu einer Reise ein. Unser Thema dreht sich in diesem Jahr um ferne Horizonte und den Ruf des Ozeans. Jede Linie hat ihren eigenen Charakter. Bei der Slim d’Hermès ist der Skelettierungsprozess klassischer gehalten. Bei der Hermès H08 hingegen, einer Sportuhr, wollten wir ein offenes, transparentes, aber dennoch extrem robustes Uhrwerk. Da es sich um ein urbanes und zeitgenössisches Stück handelt, haben wir uns für eine skelettierte Struktur entschieden, die an ein stabiles Metallgerüst erinnert. Zudem ist es das erste Mal, dass unser neues, bei Vaucher produziertes Kaliber aus Titan gefertigt wurde.
Die H08 verkörpert die spielerische Seite von Hermès, indem wir innovative, ultraleichte Materialien mit geometrischen Formen verbinden. Wir haben mit Farben durch blaue Super-LumiNova-Blöcke experimentiert. Es handelt sich hierbei nicht um eine Beschichtung, sondern um einen Block, der zu 100 % aus Super-LumiNova gegossen wurde, was diese Luxusuhren so besonders macht.
Das Modell Slim verfügt über eine doppelte Mondphasenanzeige. Wessen Idee war das?
Wir hatten diese Idee, da wir vor einigen Jahren die L’Heure de la Lune auf den Markt brachten. Die Herausforderung war diesmal, ein skelettiertes, sehr flaches Uhrwerk zu kreieren, das einen Mikrorotor integriert, automatisch aufzieht und eine PVD-blaue Färbung aufweist.
Above CEO Laurent Dordet erläutert die visionäre Strategie hinter den Hermès Luxusuhren.
Was macht die Skelettierungsmethode von Hermès so einzigartig?
Bei der H08 geht es um Transparenz in Verbindung mit Funktionalität. Design muss die Seele der Uhr repräsentieren: Urbanität und Zeitgeist. Dies ist nicht nur Technik, sondern Technik verschmolzen mit Design und Langlebigkeit. Wir profitieren hierbei stark von der Titan-Expertise bei Vaucher. Für uns ist es das erste Mal, dass wir ein Uhrwerk aus Titan produzieren, was uns einen entscheidenden Vorteil verschafft.
Ihr Hintergrund liegt nicht in der Uhrenindustrie. Wie hat das Ihr Denken geprägt?
Ich bringe das Verständnis für Hermès in dieses Geschäft ein, mehr als rein uhrmacherisches Wissen. Unsere größte Obsession bei jeder neuen Linie ist die Frage: Sind wir wirklich anders? Der einzige Weg, in dieser Welt zu bestehen und Sammler zu überzeugen, ist der Beweis, dass sie das, was wir bieten, nirgendwo sonst finden können.
Was ist Ihre Kernbotschaft an junge Sammler, die Hermès Luxusuhren gerade erst entdecken?
Hermès-Uhren sind nicht nur ein Gegenstand. Sie sind eine Kultur — eine Kultur der Handwerkskunst, der Kreativität, der Einzigartigkeit und der Freude. Wir wollen nicht anders sein, um anders zu sein. Wir wollen anders sein, um unsere Identität zu vermitteln. Wir sind kein Schweizer Uhrenhersteller. Wir sind ein Uhrmacher aus dem Hause Hermès. Unsere Technik ist schweizerisch, aber unser Herz und unsere Seele gehören Paris, einer Quelle, die aus dem Sattlerhandwerk stammt. Dies verleiht uns eine einzigartige DNA, die man bei keiner anderen Marke dieser Industrie findet.

Above Nahaufnahme der komplexen Mechanik einer Hermès Luxusuhr.

Above Laurent Dordet präsentiert stolz die neuesten Entwicklungen aus dem Hause Hermès.
Dieser Artikel basiert auf der Originalausgabe der Tatler Vietnam Vol. 22.
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