Mit dem finalen Kapitel seiner “Coloured Ceramics”-Kollektion vertieft Richard Mille die Auseinandersetzung mit Material, Farbe und Form — nun veredelt durch die Präzision einer meisterhaften Edelsteinfassung.
In der modernen Uhrmacherei steht Keramik für einen besonderen Anspruch. Geschätzt für ihre Kratzfestigkeit, Leichtigkeit und beständige Oberfläche, ist sie zugleich als äußerst anspruchsvolles Material bekannt. Ihre enorme Härte lässt bei der Bearbeitung kaum Spielraum für Fehler, und die Einführung von Farbe stellt eine zusätzliche Komplexität dar. Um gleichmäßige, gesättigte Farbtöne bei Richard Mille zu erzielen, ist eine exakte Kontrolle der Zusammensetzung sowie des Brennprozesses erforderlich, während die strukturelle Integrität des Materials über lange Zeit gewahrt bleiben muss.
Während Keramik in der heutigen Uhrenwelt keine Seltenheit mehr ist, haben nur wenige Marken ihr volles Potenzial so konsequent wie Richard Mille ausgeschöpft. Die Marke arbeitet seit über einem Jahrzehnt mit diesem Werkstoff und verfeinert ihre Ansätze stetig — nicht nur in puncto Langlebigkeit, sondern auch durch die Erweiterung der Ausdrucksmöglichkeiten durch Farbe und nun vermehrt durch aufwendige Edelsteinfassungen.
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Above Die Richard Mille RM 07-01 Coloured Ceramics Luxusuhren sind in Lavendelrosa, Puderblau und Zartrosa erhältlich.
Mit der neuesten RM 07-01 Coloured Ceramics Kollektion erreicht diese fortlaufende Erkundung ihren Höhepunkt — ein finales Kapitel in einer Serie, die seit 2021 die Schnittmenge von Farbe, Materialwissenschaft und zeitgenössischem Design untersucht. Es gibt drei neue Referenzen, die jeweils auf 50 Stück limitiert sind und erstmals die Edelsteinfassung in diese Linie integrieren.
Die Zeitmesser von Richard Mille präsentieren sich in farbigen Keramikgehäusen mit den Maßen 31,40 mm x 45,23 mm x 11,85 mm und sind in den drei Pastelltönen Zartrosa, Lavendelrosa und Puderblau verfügbar. Das aus Tetragonalem Zirkoniumdioxid-Polykristall (TZP) gefertigte Material wird nicht nur wegen seiner chromatischen Intensität gewählt, sondern auch aufgrund seiner außergewöhnlichen Stabilität und Widerstandsfähigkeit.

Above Die polierten Weißgoldgehäusebänder der Richard Mille Luxusuhren sind mit einer Vielzahl edler Steine besetzt.
Jedes der drei markanten Zifferblätter ist individuell gestaltet, doch alle lassen sich von der kühnen visuellen Sprache der 1980er Jahre inspirieren. Verschiedene Formen und Muster beleben die Zifferblätter durch komplexe Schichttechniken, darunter Guillochierung, lasergeschnittene Kautschukapplikationen, mikrometergenau bearbeitete Keramikelemente und in Weißgoldfassungen montierte Diamanten. Diese Details bilden einen faszinierenden Kontrast zur grau PVD-behandelten Rotgold-Zifferblattplatte, was die technische Präzision von Richard Mille unterstreicht.
Der Einsatz der Guillochierung auf dem Zifferblatt ist besonders bemerkenswert. Die auf einer traditionellen Drehbank ausgeführten Muster erfordern absolute Beständigkeit seitens des Kunsthandwerkers. Sie bilden einen klassischen Gegenpol zur ansonsten modernen Komposition und zeigen, dass Richard Mille selbst bei seinen experimentellsten Entwürfen tief in der traditionellen Uhrmacherkunst verwurzelt bleibt.

Above Jede einzelne Lünette aus TZP-Keramik ist mit glanzvollen Diamanten besetzt.
Die Edelsteinfassung ergänzt diese eindrucksvolle Demonstration von Präzision und Ausdruckskraft. Angesichts der Härte von Keramik erfordert das Fassen von Edelsteinen außergewöhnliche Genauigkeit, insbesondere bei der Anwendung der markeneigenen “Mitraillage”-Technik. Dabei handelt es sich um ein spezialisiertes Verfahren, bei dem winzige, exakt kalibrierte Löcher in das extrem harte Material gebohrt werden. Jeder Stein wird individuell mit Goldkrallen gesichert. Die Kombinationen variieren: Diamanten gepaart mit Gelb- und Blausaphiren beim zartrosa Modell, während das lavendelrosa Modell durch eine lebhafte Anordnung von Orangensaphiren und Rubinen besticht.
Auch an den polierten Weißgold-Gehäuseflanken setzen satinierte Säulen und sorgfältig platzierte Steine das Spiel von Licht und Textur fort. Unter diesem ausdrucksstarken Äußeren arbeitet das Manufakturkaliber CRMA2. Das skelettierte, aus Titan der Güteklasse 5 gefertigte Werk bietet eine Gangreserve von etwa 50 Stunden. Als Abschluss einer Serie, die sich über fünf Jahre entfaltet hat, führt dieser Entwurf von Richard Mille die prägenden Themen der Kollektion zu einem stimmigen Ganzen zusammen.
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