Cover Die exklusive Perlée-Kollektion von Van Cleef & Arpels ist ein wahres Symbol für zeitlose Eleganz.

Die goldene Perle ist seit den späten 1940er Jahren ein Markenzeichen von Van Cleef & Arpels — und die Perlée-Kollektion, die nun in ihr drittes Jahrzehnt geht, beweist auf eindrucksvolle Weise, dass manche Ideen mit der Zeit nur an Tiefe gewinnen.

Ständige Neuerfindung gehört heutzutage zum Alltag, von Modehäusern bis hin zu Liefer-Apps. Die Perlée-Kollektion von Van Cleef & Arpels widmet sich seit fast zwei Jahrzehnten einer weitaus schwierigeren Aufgabe: vollkommen und unverkennbar sie selbst zu bleiben.

Die 2008 ins Leben gerufene Kollektion schöpft ihre Seele aus einem trügerisch geradlinigen Motiv: der goldenen Perle. Es jedoch als simpel zu bezeichnen, hieße, zu verkennen, was eine mit solch tiefer Absicht umgesetzte Schlichtheit tatsächlich erfordert. Die Perle buhlt nicht um Aufmerksamkeit. Sie verdient sie sich allmählich — durch Proportion, Licht und die besondere Befriedigung einer Form, die in sich ruht. Dies ist im Schmuckdesign weitaus seltener anzutreffen, als es scheinen mag.

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Tatler Asia
Above Van Cleef & Arpels Ring der Perlée-Kollektion aus Gelbgold mit funkelnden Diamanten
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Above Van Cleef & Arpels Ring der Perlée-Kollektion aus edlem Roségold

Die neuen Kreationen der Perlée-Linie — Ringe aus Gelb-, Rosé- und Weißgold, besetzt mit Diamanten und farbigen Edelsteinen — führen diese Philosophie fort, anstatt von ihr abzuweichen. Goldene Perlen in unterschiedlichen Größen umschließen den Finger in drei wohlüberlegten Reihen und sind in einer sorgfältigen Abstufung angeordnet: Die größten krönen die Oberseite, während die zartesten die Unterseite schmücken. Eine diagonale Linie aus neun Diamanten zieht sich über die Oberfläche und fängt bei jeder Handbewegung kunstvoll das Licht ein.

Die in diesen Schmuckstücken verwendeten Diamanten müssen strengen internen Standards genügen — bewertet mit D bis F für die Farbe und IF bis VVS für die Reinheit — bevor sie einem weiteren Qualitätskontrollprozess durch die hauseigenen Experten der Maison unterzogen werden. Die Variationen mit farbigen Edelsteinen unterliegen derselben Disziplin: Saphire werden für ihr dichtes, samtiges Blau ausgewählt, Rubine für ihr sattes Rot und Smaragde für ihr lebendiges Grün. Jeder Stein wird individuell geprüft, um sicherzustellen, dass das Ensemble als harmonische Einheit und nicht bloß als Zusammensetzung wahrgenommen wird.

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Above Van Cleef & Arpels Ring der Perlée-Kollektion aus Weißgold mit funkelnden Diamanten
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Above Van Cleef & Arpels Ring der Perlée-Kollektion aus Gelbgold mit leuchtendem Smaragd

Die herausragende Handwerkskunst, die in jedem Stück ruht, spiegelt ein umfassendes Bekenntnis zur Entschleunigung wider. Die goldenen Perlen entstehen zunächst als Wachsausschmelzguss in Edelmetall und werden anschließend vollständig von Hand überarbeitet. Jede Bewegung ist auf vollkommene Rundheit ausgerichtet, wobei mehrere Polierstufen erforderlich sind, um ihren charakteristischen Glanz hervorzubringen. Auf der Rückseite jedes Rings ermöglicht eine wabenförmige Durchbruchsarbeit, dass Licht von unten durch die Edelsteine fällt und ihr verborgenes Feuer intensiviert.

Die Geschichte der goldenen Perle reicht jedoch weiter zurück als bis ins Jahr 2008. Bereits seit den späten 1940er Jahren behandelte Van Cleef & Arpels die Perle als zentrales ästhetisches Statement: zunächst in den abstrakten Kreationen der Couscous-Kollektion, die an geschmeidigen Ketten im Tubogas-Stil montiert waren, dann in den Tier-Clips der 1950er Jahre, welche die der Perle innewohnende Wärme zelebrierten. Später folgten die Twist-Kreationen von 1963, bei denen Perlen mit Koralle, Lapislazuli und Zuchtperlen verschmolzen und dabei zugleich verspielt und präzise wirkten.

Ab 1968 zeichnete die goldene Perle die Konturen der Alhambra nach und avancierte zu einem der markantesten Erkennungsmerkmale des Hauses. Als die Perlée-Kollektion Jahrzehnte später lanciert wurde, war sie weniger ein Aufbruch zu neuen Ufern als vielmehr ein Akt der Konsolidierung — die tiefgreifende Erkenntnis, dass bestimmte Ideen im Laufe der Zeit an Bedeutung gewinnen.

Genau das bietet die Perlée-Kollektion vielleicht über ihre offensichtliche Schönheit hinaus: ein Gefühl von Kontinuität, das sich wahrhaft verdient anfühlt und nicht künstlich erzeugt wirkt. Die goldene Perle stellt sich nicht gegen das, was vorher war, und signalisiert auch keine Dringlichkeit in Bezug auf das, was als Nächstes kommt. Sie besteht schlichtweg fort — und plädiert in ihrer Beständigkeit auf stille, aber resolute Weise dafür, dass die durchdachtesten Dinge nur selten ihre Stimme erheben müssen, um Gehör zu finden.

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