Von Zendayas architektonischen Diamantzweigen von Cindy Chao the Art Jewel bis hin zu den geologischen Statements von Tiffany & Co: Der beste Schmuck der Oscars 2026 bescherte uns wahrhaft begehrenswerte Haute-Joaillerie-Momente.
Der rote Teppich der Oscars 2026 ist im Kern eine Meisterklasse der kontrollierten Extravaganz. Jeder bemüht sich — die Frage ist stets, wer dies mit der größten Raffinesse tut. Lässt man die Haute Couture und die choreografierten Auftritte beiseite, bleibt eine der weltweit exquisitesten jährlichen Bühnen für Haute Joaillerie: ein Raum voller außergewöhnlicher Edelsteine in perfektem Licht, getragen von Stars, die von den versiertesten Schmuckredakteuren und Stylisten der Branche beraten wurden.
Die 98. Verleihung der Academy Awards enttäuschte keineswegs. In diesem Jahr changierte der rote Teppich zwischen architektonischem Naturalismus und geradezu geologischer Ambition, mit erfreulich vielen Momenten, in denen der Schmuck weit mehr Präsenz zeigte als die Robe. Hier präsentieren wir Ihnen die wahren Glanzlichter.
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Zendaya in Cindy Chao the Art Jewel

Above Zendaya präsentiert atemberaubenden Schmuck von Cindy Chao the Art Jewel. (Foto: mit freundlicher Genehmigung von Cindy Chao the Art Jewel)
Wenn es an diesem Abend eine alles überstrahlende Schmuckgeschichte gab, dann war es diese. Zendaya überreichte den Preis für die beste Regie und trug dabei Stücke aus der “White Label”-Kollektion von Cindy Chao the Art Jewel. Nichts anderes auf dem roten Teppich kam dieser schieren technischen Virtuosität auch nur nahe.
Die “Diamond Branch”-Ohrringe sind von einer solchen meisterhaften Qualität, dass man unweigerlich innehalten muss. Vierundachtzig birnenschliffene Diamanten — mit einem Gesamtgewicht von 30,22 Karat — sind in einer Komposition arrangiert, die die organische, unregelmäßige Ausbreitung echter Zweige imitiert. Der Birnenschliff ist in dieser Menge bekanntermaßen äußerst anspruchsvoll zu verarbeiten; die Ausrichtung jedes einzelnen Steins muss individuell bedacht werden, um den optischen Fluss zu bewahren. Dass Cindy Chao 84 davon zu einem derart natürlich wirkenden Kunstwerk vereint hat, ist eine wahre Meisterleistung der Juwelierkunst. Gepaart mit dem “Diamond Branch”-Ring, besetzt mit weißen Diamanten und einem gelben Diamanten, dessen warme Ausstrahlung die gesamte Komposition erdet, zeugte dieser Schmuck von einem tiefen Verständnis für die eigene Architektur. Für Tatler war dies schlichtweg der unangefochten beste Schmuckmoment der Oscars 2026.
Nicole Kidman in Chanel

Above Nicole Kidman besucht die 98. Oscars und erstrahlt in luxuriösem Schmuck von Chanel. (Foto: mit freundlicher Genehmigung von Arturo Holmes/Getty Images)
Kidman präsentierte das technisch beeindruckendste Chanel-Arrangement des Abends. Das Herzstück — ein “Contraste Blanc”-Ring aus der “Camélia Allures”-Kollektion — ist um einen 5,1-karätigen Diamanten im Smaragdschliff aufgebaut. Der Kontrast, den Chanel zwischen dem strengen, rechteckigen Treppenschliff des Steins und der weichen Rundung des Kamelienmotivs inszeniert, zeugt von wahrhaft genialem Designverständnis. Ein Smaragdschliff erfordert Reinheitsgrade, die einer Prüfung aus jedem Winkel standhalten; bei 5,1 Karat in einer Ringfassung gibt es keinen Raum für Fehler.
Kombiniert mit den “Endless Knot”-Ohrringen aus der “Flying Cloud”-Kollektion — bestehend aus japanischen Zuchtperlen und Diamanten in Weißgold, inspiriert von Gabrielle Chanels Leidenschaft für das Segeln — wechselte Kidman mühelos und ohne jede Disharmonie zwischen maritimer und botanischer Thematik. Der “Tweed Brodé”-Ring, dessen verwobenes Diamant-Pavé eine Hommage an Chanels Adaption des Anzugstoffs des Herzogs von Westminster darstellt, war eine jener historischen Fußnoten, die den wahren Kenner belohnen.
Teyana Taylor in Tiffany & Co

Above Teyana Taylor bezaubert bei den 98. Oscars in exquisiter Haute Joaillerie von Tiffany & Co. (Foto: mit freundlicher Genehmigung von Mike Coppola/Getty Images)
Ein Collier mit einem einzigen Diamanten von über 18 Karat verlangt unweigerlich nach einem Moment der Ehrfurcht. Taylor trug genau ein solches Meisterwerk in Platin, flankiert von Ohrringen mit insgesamt mehr als 12 Karat, einem Ring mit einem Stein von über 11 Karat und einem zweiten Ring mit insgesamt über 9 Karat. Das kumulierte Diamantgewicht, das sie bei diesem Auftritt präsentierte, war schlichtweg atemberaubend. Auf diesem Niveau trägt man nicht einfach nur Schmuck — man setzt ein wahrhaft geologisches Statement.
Robert Downey Jr. in Tiffany & Co.

Above Robert Downey Jr. und Chris Evans im Gespräch auf der glamourösen Bühne der Oscars. (Foto: mit freundlicher Genehmigung von Kevin Winter/Getty Images)
Die “Bird on a Rock”-Brosche zählt zu den legendärsten Kreationen aus dem Hause Tiffany & Co. Downey wählte eine Version aus Gold und Platin, die mit einem grünen Turmalin von über 39 Karat, Diamanten und einem rosa Saphir besetzt war. Er perfektionierte seinen Look mit einem “Cabochon”-Ring von Elsa Peretti aus Gelbgold mit grüner Nephrit-Jade — zwei grundverschiedene Formensprachen, die hier mit bemerkenswerter Souveränität harmonierten.
Chase Infiniti in De Beers

Above Chase Infiniti präsentiert funkelnde Meisterwerke der Haute Joaillerie von De Beers. (Foto: mit freundlicher Genehmigung von Julian Hamilton/Getty Images)
De Beers entschied sich bei den Oscars 2026 für eine bemerkenswert gelbgoldlastige Ausrichtung, und Chase Infiniti trug das volle Gewicht dieser Entscheidung — im wahrsten Sinne des Wortes. Allein der “Metamorphosis Summer”-Choker erstrahlt mit 57,15 Karat an Diamanten, gefasst in 18-karätigem Gelb- und Weißgold. Seine Inspiration schöpft das Stück aus den faszinierenden Spiralen von Ammoniten-Fossilien, was ihm eine organische Unregelmäßigkeit verleiht, die es davor bewahrt, als bloße Anhäufung von Edelsteinen zu wirken.
Auch die begleitenden Schmuckstücke waren nicht minder beeindruckend: Klassische, runde “Brilliant Diamond”-Ohrstecker in Platin mit 6,44 Karat; birnenschliffene “Drops of Light Fancy Vivid Yellow”-Diamant-Jacket-Ohrringe in 18-karätigem Gelbgold und Platin mit 4,22 Karat; das “Aura”-Armband mit 20,44 Karat an gelben Kissen-Schliffen (Fancy Yellow); der “Old Bond Street”-Pavé-Ring mit 11,30 Karat; sowie der “Aella”-Ring mit 7,81 Karat. Eine derartige Menge an perfekt aufeinander abgestimmten, edlen gelben Diamanten zusammenzutragen, erfordert genau jenen direkten Zugang zu den Quellen, den exklusiv nur De Beers bieten kann.
Siehe auch: Golden Globes 2026: Die schönsten Schmuckmomente auf dem roten Teppich
Jessie Buckley in Chanel

Above Jessie Buckley verzaubert in edler Haute Joaillerie aus dem Hause Chanel. (Foto: mit freundlicher Genehmigung von Emma McIntyre/Getty Images)
Jessie Buckley, die für ihre Rolle in Hamnet als beste Hauptdarstellerin ausgezeichnet wurde, trug drei exquisite Kreationen von Chanel mit beispielloser Eleganz. Das “N°5 Drop”-Collier — ein 1,01-karätiger, birnenschliffener Diamant, der an geschwungenem Weißgold schwebt und dessen Form sowohl an den Flakon als auch an das Fließen des Parfums selbst erinnert — ist jene Art von referentiellem Schmuck, der nach einer leichten Berührung verlangt. Genau diese Finesse hat Chanel angewandt, um die Verleihung der Oscars 2026 zu zelebrieren. Ein Stein, eine Idee, kein Überfluss. Buckley kombinierte das Collier mit dem “Jeanne”-Ring aus der “Coco Avant Chanel”-Kollektion, der eine ganz andere Sensibilität offenbarte: Ein marquiseschliffener Diamant in durchbrochenem Weißgold, der die unbeschwerte Leichtigkeit von Spitzenarbeiten gegen ein ungleich mutigeres Design abwog. Die “Bouton de Camélia”-Ohrringe aus Weißgold und Diamanten setzten schließlich den perfekten Schlusspunkt, der unweigerlich alle Blicke auf sich zog.
Renate Reinsve in Louis Vuitton

Above Renate Reinsve bei der 98. Oscar-Verleihung im Dolby Theatre in Hollywood, Kalifornien. (Foto: mit freundlicher Genehmigung von Gilbert Flores/Penske Media via Getty Images)
An einem Abend, an dem sich Diamanten an Diamanten reihten, zählte Reinsves Ring aus Weißgold, Onyx und Diamanten aus der Haute-Joaillerie-Kollektion von Louis Vuitton zu den subtil subversiveren Entscheidungen auf dem roten Teppich. In Kombination mit einem Armband aus Weißgold und Diamanten erfüllte der Onyx genau jenen Zweck, den eine einzelne dunkle Note in einem meisterhaft komponierten Arrangement stets hat — er ließ alles um ihn herum umso strahlender wirken.




