Cover Mailänder Designwoche 2026: Ein exklusiver Blick auf die surreale Insel-Landschaft im Valextra Flagship-Store, gestaltet von Designerin Eleni Petaloti. (Foto: Valextra)

Auf der Mailänder Designwoche 2026 beweist Valextra erneut sein tiefes Gespür dafür, “Quiet Luxury” in zeitgenössische Kunst zu verwandeln. Für die Sonderausstellung “Soft & Tender Topographies” wurde das in New York und Athen ansässige Studio Objects of Common Interest (OoCI) eingeladen, die ikonische Handtaschen-Formensprache der Marke zu dekonstruieren und in eine surrealistische, sinnliche Landschaft zu übersetzen.

Haben Sie jemals fließendes Glas oder atmenden Marmor gesehen? Inmitten des Trubels der Mailänder Designwoche 2026 vollzieht sich im Valextra Flagship-Store in der Via Manzoni eine stille, aber äußerst kraftvolle Revolution. Unter der Leitung der Kuratorin Maria Cristina Didero dekonstruiert das in New York und Athen ansässige Designstudio Objects of Common Interest (OoCI) die klassische Handwerkskunst von Valextra. Das Ergebnis ist ein surrealistisches Experiment mit dem Titel “Soft & Tender Topographies”.

Dies ist weit mehr als nur eine Ausstellung; es ist eine tiefgründige Erforschung der Seele der Marke. Neben unserer Begegnung mit dem Valextra-CEO Xavier Rougeaux führten wir ein exklusives Interview mit Eleni Petaloti, Mitbegründerin von OoCI. Sie nimmt uns mit auf eine Reise durch diese sensorische Landschaft, in der sich griechische Topografie, modernste Technologie und handwerkliche Ästhetik auf elegante Weise vereinen.

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Above Die beeindruckende Valextra-Installation auf der Mailänder Designwoche 2026, entworfen von der talentierten Innenarchitektin Eleni Petaloti. (Foto: Valextra)
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Above Ein tiefer Einblick in die visionäre Gestaltung des Valextra Flagship-Stores während der Mailänder Designwoche. (Foto: Valextra)

Teil 1: Die Dekonstruktion der Valextra-DNA | Eine künstlerische Übersetzung von Pergamena und Costa

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Above Die neueste Ergänzung der Kollektion: Die elegante Valextra Handtasche Iside Editor Gloss. (Foto: Valextra)
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Above Die atemberaubende skulpturale Landschaft im Herzen des Valextra Flagship-Stores in Mailand. (Foto: Valextra)

Frage: Was war der Ausgangspunkt für diese Zusammenarbeit? Wie haben Sie die für Valextra charakteristischen Elemente “Pergamena” (Pergamentweiß) und “Costa” (die schwarz lackierten Kanten) in die Installation integriert?

Eleni Petaloti: Der Ursprung unserer gesamten kreativen Ästhetik liegt in der innersten Seele von Valextra. Obwohl wir in unterschiedlichen Disziplinen tätig sind, teilen wir denselben tiefen Respekt für die Textur und Präzision von Materialien.

Eines der wichtigsten Werke der Installation ist die Neuinterpretation des markentypischen Pergamena-Weiß als Skulptur. Wir haben die historischen Formen der Valextra-Produktion dekonstruiert und sie mit dem reinsten weißen Marmor aus Griechenland zum Leben erweckt. Dieses makellose Weiß ist der perfekte Dialog zwischen “Quiet Luxury” und geometrischer Kunst. Die schwarzen Linien, welche diese fließenden Landschaften visuell durchschneiden, sind wiederum eine liebevolle Hommage an die unverkennbaren, handlackierten Costa-Kanten der Handtaschen.

Teil 2: Die Dialektik der Materialien | Die Balance zwischen starrer Struktur und sanfter Haptik

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Above Die monumentale Installation “Agora” verwandelt den Raum der Valextra-Ausstellung in ein sinnliches Erlebnis. (Foto: Valextra)

Frage: Der Ausstellungsraum ist geprägt vom Kontrast zwischen fließendem Glas und hartem Stein. Ist dies eine Metapher für das Wesen der Valextra-Taschen — außen formstabil, innen jedoch weich? Wie balancieren Sie diese gegensätzlichen Kräfte aus?

Eleni Petaloti: Absolut, dieser visuelle und sensorische Kontrast bildet das Herzstück unserer Arbeit. Die monumentale Installation “Agora” (das griechische Wort für Marktplatz) nutzt eine weitreichende, luftige schwarze Struktur, um eine surreale und groß angelegte sensorische Landschaft zu erschaffen.

 

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Above Ein weiterer Blick auf die eindrucksvolle “Agora”-Installation von Valextra und OoCI in Mailand. (Foto: Valextra)

Wir haben bewusst die Elemente des “Weichen und Sanften” (Soft & Tender) in die Installation integriert. Man erblickt scheinbar kalten, massiven Marmor, doch wenn man sich daraufsetzt, ist man überrascht von seiner unerwarteten Elastizität und Nachgiebigkeit. Dieser “Kontrast zwischen Sehen und Fühlen” ist nicht nur unsere Interpretation der Kehrseite der Dinge, sondern spiegelt vor allem die exquisite Haptik einer Valextra-Handtasche wider. Unser Ziel ist es, dass die Besucher beim Durchschreiten der Ausstellung nicht nur beobachten, sondern durch Berühren, Drücken und Fühlen in einen wahrhaften Dialog mit dem Raum treten.

Teil 3: Möbel, Objekte und der Alltag | Wenn Skulpturen zum Leben erweckt werden

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Above Der faszinierende Hocker “Metamorphic Rock” vereint Funktionalität und skulpturale Kunstfertigkeit bei Valextra. (Foto: Valextra)

Frage: Erzählen Sie uns von dem “Metamorphic Rock”-Hocker. Wie hat er sich von einer reinen Skulptur zu einem nutzbaren Möbelstück entwickelt?

Eleni Petaloti: Diese Idee entsprang meinen Kindheitserinnerungen an die griechische Landschaft: jene Felsen, die sich aus dem Meer erheben und über das Wasser erstrecken. Ich war stets der Überzeugung, dass Kreativität keine Grenzen kennen sollte. Deshalb haben wir eine ursprünglich schwere und starre Textur gestalterisch in ein unvergleichlich weiches Erlebnis transformiert.

Wir haben diese “Felsen” mit Rollen ausgestattet, sodass sie sich von unbeweglichen Skulpturen in flexible Möbelstücke verwandeln, die sich mühelos an die Bedürfnisse des Raumes anpassen lassen. Diese Art von “Oxymoron” — die Verwandlung eines scheinbar harten Objekts in etwas überaus Sanftes — stellt die faszinierendste Entdeckungsreise in unserem Designprozess dar.

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Above Die weiche und anpassungsfähige Oberfläche des Hockers “Metamorphic Rock” von Valextra. (Foto: Valextra)
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Above Die Integration von Mobilität macht diesen Valextra-Hocker zu einem vielseitigen Designobjekt. (Foto: Valextra)

Frage: Wie definieren Sie als interdisziplinäre Designer die Grenze zwischen “Kunstwerk” und “Alltagsgegenstand”?

Eleni Petaloti: Wir glauben nicht, dass es eine strikte Trennung zwischen beiden gibt. Für mich ist beispielsweise der ikonische Stuhl von Mies van der Rohe ein Kunstwerk an sich. Die Grenzen zwischen Kunst und Design sind weitaus fließender, als wir oft annehmen. Wenn wir uns von gedanklichen Einschränkungen befreien, können funktionale Objekte durchaus eine künstlerische Seele besitzen, während Kunstwerke gleichermaßen den physischen und räumlichen Bedürfnissen des Menschen dienen können.

Anmerkung der Redaktion: Ein kontinuierlicher wechselseitiger Dialog mit Valextra

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Above Die exquisite Handtasche Valextra Iside Editor Gloss in ihrer ganzen Pracht. (Foto: Valextra)
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Above Präzise Linienführung und zeitloses Design: Die Valextra Iside Mini Sculpt. (Foto: Valextra)
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Above Die architektonische Silhouette der Valextra Iside Mini Sculpt im Detail. (Foto: Valextra)

In den Augen von Eleni sind die beiden limitierten Handtaschen dieser Kollektion, die Iside Mini Sculpt und die Iside Editor Gloss, ebenfalls integraler Bestandteil dieses Experiments. Die Installationskunst ist eine Reaktion auf die DNA von Valextra, während die Taschen wiederum eine Antwort auf die Kunstinstallation darstellen.

Dank der durch 3D-Druck neu gestalteten dreidimensionalen Griffe und des glänzenden Lackleders, das die Ästhetik der Installation aufgreift, erstrahlen die ikonischen Klassiker von Valextra im Mailand des Jahres 2026 in einer beispiellosen dynamischen Lebendigkeit. Wenn Sie mit den Fingern über die seidigen Costa-Kanten der Tasche streichen, werden Sie Teil dieses endlosen Dialogs über Empfindungen, erlesene Handwerkskunst und sinnliche Landschaften.

 

Talent | Eleni Petaloti
Projektleitung | Hou Chou
Interview & Text | Hou Chou