Cover Nach der Marc Jacobs Frühjahr/Sommer 2027 Show veröffentlichte Marc Jacobs eine Liste seiner vielfältigen Inspirationsquellen.

In einer Zeit, in der die Mode ständig nach dem Neuen strebt, blickt Marc Jacobs zurück: Die Kollektion Frühjahr/Sommer 2027 integriert Geschichte als zentrales Element der Kreation und erzählt sie neu.

Es herrscht ein stillschweigendes Übereinkommen in der Modewelt, dass Inspirationsquellen tunlichst hinter den Kulissen bleiben sollten. Referenzen werden oft nur von Branchenkennern entschlüsselt, während Designer selten offenlegen, wo ihr kreativer Prozess begann. Marc Jacobs wählt einen radikal anderen Weg. Unmittelbar nach der Präsentation seiner Kollektion Frühjahr/Sommer 2027 veröffentlichte er eine “Credits”-Liste, die Kollektionen, Filme, Kunstwerke und Persönlichkeiten dokumentiert, die seine Vision maßgeblich beeinflusst haben. Dies ist kein bloßer Erklärungsversuch; es ist ein klares Bekenntnis von Marc Jacobs dazu, dass wahrhaftige Kreation niemals aus einem Vakuum entsteht.

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Above Detailaufnahme einer Kreation aus der aktuellen Marc Jacobs-Kollektion.
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Camilla Nickerson, Vinoodh Matadin, Inez van Lamsweerde
Above Elegante Silhouette auf dem Laufsteg der Marc Jacobs-Modenschau.
Camilla Nickerson, Vinoodh Matadin, Inez van Lamsweerde
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Above Stilvolle Inszenierung eines Entwurfs von Marc Jacobs für die neue Saison.

In der Gedankenwelt von Marc Jacobs ist Mode ein stetiger Fluss. Jede Kollektion formt sich aus Schichten gespeicherter Erinnerungen, die durch die Erfahrungen des Schöpfers neu interpretiert werden. In einer Branche, die so oft absolute Originalität proklamiert, bietet diese Herangehensweise einen erfrischend offenen Blick auf das Konzept der kreativen Arbeit.

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Erinnerungen durch moderne Texturen bei Marc Jacobs wiederbelebt

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Above Die raffinierte Verarbeitung der Materialien bei Marc Jacobs.
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Above Spielerische Proportionen in der neuen Marc Jacobs-Kollektion.
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Above Elegante Schnitte und Texturen bei der Marc Jacobs-Show.
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Above Die Vision von Marc Jacobs für das Frühjahr/Sommer-Segment.

Kenner der Mode werden zahlreiche Referenzen in der Kollektion entdecken. Der Geist von Karl Lagerfeld manifestiert sich in den Krokodilleder-geprägten Jacken und Röcken, die an die Chanel-Kollektion vom Frühjahr/Sommer 1993 erinnern. Die Handschrift von Miuccia Prada findet sich in den taillierten Kleidern, die den Alltagslook der Prada-Kollektion von 2007 aufgreifen. Daneben spürt man Einflüsse von Junya Watanabe, Yves Saint Laurent, Bob Fosse sowie Robert Indianas berühmtes “LOVE”-Kunstwerk.

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Above Historische Anlehnungen modern interpretiert von Marc Jacobs.
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Above Kreative Hommage an Ikonen der Mode bei Marc Jacobs.
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Above Innovative Modedesigns von Marc Jacobs.
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Above Starke visuelle Statements in der Marc Jacobs-Show.

Es ist bemerkenswert, dass diese Referenzen nie eins zu eins kopiert werden. Marc Jacobs bewahrt bekannte Signatur-Elemente, während er Proportionen, Texturen und Styling anpasst, um den Stücken ein neues Leben einzuhauchen. Was wir sehen, ist keine Kopie der Vergangenheit, sondern ein lebendiger Dialog zwischen den Ikonen, die die Mode geprägt haben, und dem unverwechselbaren, zeitgenössischen Stil von Marc Jacobs.

Strahlend und elegant: Die Handschrift von Marc Jacobs

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Above Blick auf die glamouröse Ästhetik von Marc Jacobs.
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Above Glänzende Oberflächen prägen das Design von Marc Jacobs.
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Above Ein exklusives Design-Highlight von Marc Jacobs.
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Above Marc Jacobs setzt neue Maßstäbe in der Modewelt.

Wenn die Geschichte das Fundament der Kollektion bildet, so bleibt die Silhouette ihr wichtigstes Ausdrucksmittel. Marc Jacobs verbreitert die Schulterpartien, verschiebt die Körperproportionen, betont die Hüften und erschafft Kurven, die eher an skulpturale Kunst als an konventionelles Schneiderhandwerk erinnern.

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Above Skulpturale Formen in den Entwürfen von Marc Jacobs.
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Above Marc Jacobs kombiniert Kontraste zu einer harmonischen Einheit.

Diese Formensprache wird von einer kontrastreichen Farbpalette begleitet. Ein smaragdgrüner Bleistiftrock kombiniert mit technischer Jacke, ein weinroter Bodysuit unter zahlreichen Ketten, Neonstrumpfhosen oder auffällige Schuhe mit geschwungenen Absätzen formen das für Marc Jacobs so typische visuelle Rhythmusgefühl. Der Designer nutzt Übertreibung als Werkzeug, um den Blick auf den Körper und die Rolle der Kleidung in der zeitgenössischen Mode neu zu definieren.

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Offene Inspiration bei Marc Jacobs

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Julia Fox, Dara Allen, Matthew Mazur, Philip Utz, Issa Lish
Above Marc Jacobs als Inspirationsquelle für seine eigene Kollektion.
Julia Fox, Dara Allen, Matthew Mazur, Philip Utz, Issa Lish

Besonders interessant ist, dass Marc Jacobs in seiner Liste der Inspirationsquellen auch sein eigenes Schaffen anführt. Frühere Kollektionen, die er für sein eigenes Label in den späten Neunzigern oder während seiner Zeit bei Louis Vuitton entwarf, blitzen in vielen Details der neuen Saison auf. Anstatt sie als abgeschlossene Kapitel zu betrachten, tritt Marc Jacobs in einen ständigen Dialog mit seiner eigenen kreativen Historie.

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Philip Utz
Above Historische Bezüge in neuen Marc Jacobs-Entwürfen.
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Julia Fox
Above Kreative Kontinuität in der Arbeit von Marc Jacobs.
Philip Utz
Julia Fox
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Vivian Li, Julia Fox, Enya Davis
Above Detailreichtum und Eleganz bei Marc Jacobs.
Vivian Li, Julia Fox, Enya Davis

Vielleicht ist genau das das nachhaltigste Erbe dieser Kollektion. Design-Erbe gewinnt erst dann an Bedeutung, wenn es erneut betrachtet, hinterfragt und durch eine neue Linse erzählt wird. In einer Ära, in der die Mode unter dem Druck steht, das bisher Unmögliche zu erschaffen, wählt Marc Jacobs einen anderen Rhythmus. Er beweist, dass das Neueste oft aus der Art und Weise entsteht, wie wir unsere eigenen Erinnerungen neu lesen.

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Ky Anh
Junior-Redakteurin für Stil, Lifestyle und Kultur, Tatler Vietnam
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Als Junior-Redakteur bei Tatler Vietnam beschäftigt sich Ky Anh mit den Themen Stil, Lifestyle und Kultur. Fasziniert von den Geschichten, die unser Leben, unser Schaffen und unseren Selbstausdruck prägen, erkundet er die sich wandelnde Sprache des zeitgenössischen Luxus anhand von Mode, Beauty, Reisen, Design und Kunst. Seine Arbeit zielt darauf ab, nicht nur die prägenden kulturellen Ereignisse des Augenblicks einzufangen, sondern auch die Menschen, Orte und Ideen, die im Stillen die Zukunft gestalten.