Cover Autor Warren Eng und sein Werk über die “Đạo Lãnh đạo”-Philosophie

Man muss die Erde weit hinter sich lassen, um unseren Planeten als Ganzes zu begreifen. In seinem Buch “Đạo Lãnh đạo” (Der Pfad der Führung) nutzt Warren Eng dieses Bild, um einen Perspektivwechsel anzuregen: Erst aus der Distanz zum gewohnten System wird die eigene “Đạo Lãnh đạo”-Reise in ihrer Gesamtheit sichtbar.

Dies ist der Ansatz, mit dem das Buch “Đạo Lãnh đạo” den Leser an die Materie heranführt. Auf 250 Seiten deckt Eng eine breite Palette an Konzepten ab: von Simon Sinek und der Frage nach dem “Warum” über Joseph Campbells “Heldenreise” bis hin zu Themen wie psychologische Sicherheit, Vision und Delegation. Zeitweise wirkt das Werk wie eine kompakte Management-Bibliothek.

Erst im Schlussteil, als Eng die Essenz auf die Begriffe Wahrnehmung, Klarheit und Entscheidung reduziert, entfaltet sich die Struktur des Buches. Es entsteht eine Landkarte für die “Đạo Lãnh đạo”-Praxis: Wo steht die Führungskraft, wo das Team und wohin soll die Reise gehen? Das Buch überzeugt vor allem dadurch, dass es bekannte Denkmuster in einen strukturierten Prozess der Selbstreflexion und Erneuerung überführt.

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Vom Standpunkt zur Wahrnehmung bei der “Đạo Lãnh đạo”

Eines der einprägsamsten Beispiele Engs findet sich zu Beginn: Als CEO glaubte er einst, eine Führungskraft müsse stets intelligent, redegewandt und charismatisch sein – und vor allem immer eine Antwort parat haben. In einer Vorstandssitzung wurde er von einem Vorgesetzten gerügt, als er zugab, bei einem Problem keine Lösung zu haben; der Chef dürfe niemals “Ich weiß es nicht” sagen.

Tatler Asia
Above Ein Porträt, das den Kern der “Đạo Lãnh đạo”-Philosophie visuell unterstreicht.
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Above Eine Darstellung der “Đạo Lãnh đạo”-Prinzipien in einem modernen Geschäftsumfeld.

Eng versuchte fortan, zum “Superhelden” zu werden: Er arbeitete härter und löste Probleme im Alleingang. Doch er erkannte bald die Kehrseite: Wenn der Chef der alleinige Ankerpunkt ist, wird die Organisation abhängig. Eng bezeichnete sich selbst als “Flaschenhals”.

Dies illustriert den Prozess seiner “Đạo Lãnh đạo”-Methodik: Zuerst steht die Wahrnehmung – die Einsicht, dass der bisherige Erfolgsweg nun zu einer Blockade führt. Eng bietet hierfür Werkzeuge wie die “Heute vs. Morgen”-Matrix an, die Zustände wie “Feuerlöschen” oder “Erneuerung” unterscheidet. Er stellt Führungskräften die entscheidende Frage: Fließt zu viel Energie in das Tagesgeschäft, anstatt Raum für die Zukunft zu lassen?

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Klarheit und Entscheidung: Der Wandel in der “Đạo Lãnh đạo”-Praxis

Eng ergänzt das bekannte “Warum” um die Frage nach dem “Wann”: Wann sollte eine Führungskraft eingreifen, wann delegieren? Dies betrifft die vier Säulen der “Đạo Lãnh đạo”: Mensch, Leistung, Prozess und Zweck. Wer nur auf die Leistung schaut, brennt sein Team aus; ohne Prozesse fehlen Ergebnisse, und ohne Zweck fehlt die Richtung.

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Above Visualisierung der “Đạo Lãnh đạo”-Säulen in der täglichen Unternehmensführung.

Die “Đạo Lãnh đạo”-Philosophie zeigt sich besonders in seiner Coaching-Technik: Anstatt E-Mails mit fertigen Lösungen zu verfassen, fragt er nun: “Was würdest du in meiner Position tun?”. Damit fördert er die Eigenverantwortung. Wahre Führung zeigt sich oft darin, weniger einzugreifen, um anderen Raum zur Entfaltung zu geben.

Der Rückzug für den Überblick bei der “Đạo Lãnh đạo”

Gegen Ende des Buches rückt Eng die Führungskraft aus dem Rampenlicht. Er schließt “Đạo Lãnh đạo” mit der Metapher der Erde, betrachtet aus dem Weltraum. Alles, was aus nächster Nähe groß erschien, verliert dort seine Bedeutung. Das Ziel ist nicht mehr, als “Superheld” zu glänzen, sondern als Führungskraft andere zum Glänzen zu bringen.

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Above Der weite Blick auf die Erde, ein Sinnbild für die “Đạo Lãnh đạo”-Sichtweise.

Ein wahrer Leader versteht sich als Glied in einer Kette. Er gibt die Fackel weiter, anstatt sich selbst als unverzichtbares Zentrum zu inszenieren. Wahre “Đạo Lãnh đạo” bedeutet, dass Menschen wachsen, während sie Ergebnisse erzielen. Der letzte Blick auf die Erde symbolisiert für Eng das Ende der Egomanie: Man gehört dazu, ohne das Zentrum von allem zu sein.

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Above Die philosophische Tiefe von Warren Engs “Đạo Lãnh đạo”-Konzept.
Lang Minh
Leitender Redakteur, Tatler Vietnam
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