Jahrelange Erfahrungen mit reaktiver Haut in den Tropen inspirierten Stephanie Oller zur Mitbegründung von Pure Culture. Als CEO macht sie die Marke nun zu einem regionalen Vorreiter für Mikrobiom-basierte Wellness.
Jahrelange Erfahrung im Umgang mit trockener, reaktiver Haut prägte das Verständnis von Stephanie Oller für ein oft übersehenes Problem in tropischen Klimazonen. Luftfeuchtigkeit, Umweltverschmutzung und plötzliche Wetterumschwünge belasten empfindliche Haut häufig, dennoch wurden bisher nur wenige Produkte auf dem lokalen Markt für diese speziellen Bedingungen entwickelt. Diese Erkenntnis führte sie schließlich zu Pure Culture.
Was als berufliche Neugier begann, entwickelte sich zu einem tiefen Glauben an das Potenzial der Marke, was Oller dazu veranlasste, als Mitbegründerin und Chief Executive Officer (CEO) einzusteigen.
Unter ihrer Führung hat sich Pure Culture im Bereich der Mikrobiom-Haut-Wellness positioniert und Rezepturen entwickelt, die das Ökosystem der schützenden Mikroorganismen der Haut unterstützen, anstatt es anzugreifen. Allein im Jahr 2025 erhielt das Unternehmen 11 internationale und lokale Beauty-Auszeichnungen, darunter Ehrungen der Organic Beauty Awards und der Think Clean Awards.
Nun strebt Oller danach, Pure Culture über die reine Hautpflege hinaus zu einer umfassenderen Plattform für Mikrobiom-Haut-Wellness auf den Philippinen und in der gesamten Region auszubauen. Erfahren Sie im Folgenden mehr darüber.
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Above Stephanie Oller vertritt ihre visionäre Marke Pure Culture (Foto: Oly Ruiz)
Fragen & Antworten
Was hat Sie dazu inspiriert, Ihr Unternehmen zu gründen? Gab es eine spezifische Lücke oder Marktchance, die andere übersehen haben?
Die meiste Zeit meines Lebens kämpfte ich mit trockener, empfindlicher Haut. Oft griff ich auf teure, importierte Marken zurück, da nur sehr wenige lokale Produkte für Menschen wie mich entwickelt zu sein schienen — Menschen, deren Haut empfindlich auf Wetterumschwünge, Umweltverschmutzung und Umweltstress reagiert. Als ich Mutter wurde, bemerkte ich, dass meine Kinder dieselbe Empfindlichkeit geerbt hatten. Selbst alltägliche Dinge wie Staub oder plötzliche Wetteränderungen konnten Irritationen auslösen.
Damals leitete ich eine Werbeagentur und hatte keine Pläne, in die Beauty-Industrie einzusteigen. Dann lernte ich Alex Gentry kennen, die Gründerin und Formuliererin von Pure Culture, die die Marke gerade ins Leben gerufen hatte und nach Ratschlägen zum digitalen Marketing suchte. Sie bat mich, die Produkte selbst auszuprobieren. Anfangs war ich skeptisch, aber schließlich tat ich es.
Innerhalb weniger Monate geschah etwas Bemerkenswertes. Freunde begannen, mir Komplimente für meine Haut zu machen — sie beschrieben sie als prall, gesund und leuchtend. An jenem Weihnachten verschenkte ich Pure Culture-Produkte an Freunde und Familie, und fast augenblicklich wurden auch sie zu treuen Anhängern.
Aus reiner Neugierde wurde echte Überzeugung. Mir wurde klar, dass Pure Culture das Potenzial hatte, eine Lücke zu schließen, die viele Menschen im Stillen erleben: Hautpflege, die speziell für empfindliche Haut in tropischen Umgebungen entwickelt wurde. Als sich die Gelegenheit bot, das Unternehmen hauptberuflich als CEO zu leiten, wusste ich, dass dies etwas war, das ich aus tiefster Überzeugung aufbauen wollte.
Was waren in den Anfangstagen die größten Herausforderungen beim Aufbau des Unternehmens oder der Marke?
Die Beauty-Branche ist außerordentlich wettbewerbsintensiv und kapitalaufwendig. Große Marken investieren stark in Marketing, Forschung und Präsenz im Einzelhandel, was es jungen, unabhängigen Unternehmen erschwert, Fuß zu fassen.
In unseren ersten Jahren mussten wir mit eiserner Disziplin und großer Kreativität agieren. Wir lernten, äußerst erfinderisch zu sein — wir aktivierten unsere Netzwerke, bauten organisch eine Gemeinschaft auf und konzentrierten uns auf authentisches Storytelling, das die Menschen wirklich ansprach.
Eine weitere Herausforderung war die Kommunikation. Die Produkte von Pure Culture basieren stark auf wissenschaftlichen Erkenntnissen, insbesondere in der Art und Weise, wie sie das Hautmikrobiom unterstützen. Doch wissenschaftliche Hautpflege kann manchmal einschüchternd oder zu technisch wirken. Unsere Aufgabe war es, komplexe Wissenschaft in eine Sprache und Ästhetik zu übersetzen, die sich intuitiv, zugänglich und ansprechend anfühlt. Diese Balance zwischen Glaubwürdigkeit und Klarheit zu finden, wurde zu einem prägenden Teil unserer Markenbildung.
Was unterscheidet Ihr Unternehmen von den Mitbewerbern?
Pure Culture bewegt sich an der Schnittstelle von Wissenschaft, Sicherheit und Sensibilität — einem Bereich, der in Südostasien noch relativ wenig erschlossen ist.
Unsere Rezepturen konzentrieren sich auf die Unterstützung des Hautmikrobioms, jenes Ökosystems nützlicher Mikroorganismen, das die Haut schützt und im Gleichgewicht hält. Anstatt die Haut aggressiv zu reinigen oder übermäßig zu behandeln, ist unser Ansatz darauf ausgerichtet, ihre natürliche Widerstandskraft zu pflegen und wiederherzustellen.
Was unsere Reise besonders bedeutungsvoll macht, ist die Tatsache, dass wir viele Meilensteine erreicht haben, die normalerweise mit viel größeren Unternehmen assoziiert werden, obwohl wir als schlanke, unabhängige Marke agieren. In nur drei Jahren hat Pure Culture zahlreiche internationale und lokale Beauty-Anerkennungen erhalten, darunter Auszeichnungen der Organic Beauty Awards, der Think Clean Awards und viele weitere.
Zudem sind wir von Safe Cosmetics Australia zertifiziert und stellen unsere Rezepturen in renommierten Labors in Bulgarien, Südkorea und auf den Philippinen her — so gewährleisten wir, dass unsere Produkte den weltweiten Standards für Sicherheit und Wirksamkeit entsprechen.
Für eine junge, eigenfinanzierte Marke war dieses Maß an Anerkennung in so kurzer Zeit sowohl eine Erfahrung, die bescheiden macht, als auch ein enormer Ansporn.
Können Sie uns von einem entscheidenden Wendepunkt berichten, der die Richtung oder das Wachstum Ihres Unternehmens maßgeblich verändert hat?
Wir befinden uns derzeit an einem der wichtigsten Wendepunkte in der Geschichte von Pure Culture.
In den vergangenen Jahren haben wir uns darauf konzentriert, ein starkes Fundament aufzubauen — effektive Rezepturen zu entwickeln, eine loyale Community aufzubauen und Glaubwürdigkeit im Bereich Clean Beauty zu etablieren. Während die Marke weiter wächst, prüfen wir nun strategische Partnerschaften, die Pure Culture helfen könnten, noch bedeutungsvoller zu skalieren.
Unsere Vision war stets größer als die bloße Einführung von Hautpflegeprodukten. Wir glauben daran, dass Pure Culture das Potenzial besitzt, eine führende Stimme im Bereich der Mikrobiom-basierten Haut-Wellness zu werden. Die richtige Partnerschaft könnte es uns ermöglichen, diese Vision zu beschleunigen und noch mehr Menschen zu erreichen, die nach sanfteren, wissenschaftlich fundierten Lösungen für ihre Haut suchen.
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Wie navigieren Sie durch das sich wandelnde wirtschaftliche, politische und gesellschaftliche Klima?
Eine der wichtigsten Lektionen im Unternehmertum ist es, anpassungsfähig zu bleiben, während man gleichzeitig in seinem tiefsten Zweck verankert bleibt.
Wirtschaftliche Zyklen und globale Unsicherheiten wirken sich unweigerlich auf das Verbraucherverhalten aus, doch wir haben beobachtet, dass die Menschen zunehmend bedachter auswählen, was sie auf ihre Haut auftragen und in ihr Leben lassen. Der Wunsch nach Produkten, die sicher und transparent sind und mit dem persönlichen Wohlbefinden im Einklang stehen, wächst stetig.
Anstatt auf kurzfristige Veränderungen zu reagieren, konzentrieren wir uns auf den Aufbau einer Marke, die langfristige Werte widerspiegelt: Integrität bei der Rezeptur, verantwortungsbewusste Beschaffung und ehrliche Kommunikation mit unserer Community. Wenn eine Marke auf einem authentischen Fundament ruht, bleibt sie auch dann widerstandsfähig, wenn sich das externe Umfeld verändert. Unser großes Ziel für dieses Jahr ist es, mehr Haut-Wellness-Erlebnisse zu schaffen, da Konsumenten vermehrt nach Erlebnissen im echten Leben (IRL) suchen. Wir werden in Kürze unsere eigenen Skin-Wellness-Lounges einführen, seien Sie also gespannt.
Wenn Sie auf das Jahr 2026 blicken, wie lautet Ihre langfristige Vision für das Unternehmen?
Unsere langfristige Vision für Pure Culture ist es, die führende Plattform für Mikrobiom-Haut-Wellness auf den Philippinen und schließlich in der gesamten Region zu werden.
Das Hautmikrobiom ist heute eines der spannendsten Forschungsgebiete in der dermatologischen Wissenschaft. Indem wir dieses Ökosystem verstehen und unterstützen, können wir Produkte kreieren, die mit der Haut zusammenarbeiten, statt gegen sie.
Wir sehen die Entwicklung von Pure Culture über eine reine Hautpflegemarke hinaus hin zu einem breiteren Ökosystem, das dermokosmetische Innovationen, Aufklärung im Bereich Wellness sowie Kooperationen mit Kliniken und Partnern aus der Hotellerie umfasst. Letztendlich ist es unser Ziel, die Art und Weise, wie Menschen empfindliche Haut in tropischen Klimazonen pflegen, neu zu definieren — mit Lösungen, die wissenschaftlich fortschrittlich und zugleich äußerst sanft sind.

Above Stephanie Oller ist stolz auf die Entwicklung von Pure Culture (Foto: Oly Ruiz)
Gibt es berufliche oder persönliche Meilensteine in den letzten 24 Monaten, die Sie besonders hervorheben möchten?
Die vergangenen zwei Jahre waren für unser Team von unglaublicher Bedeutung.
Allein im Jahr 2025 erhielt Pure Culture 11 Auszeichnungen von globalen und lokalen Beauty-Experten, darunter acht Ehrungen durch die Organic Beauty Awards sowie Preise von den Think Clean Awards und weiteren. Für eine junge, unabhängige Marke war dieses Maß an Anerkennung zutiefst ermutigend.
Ein weiterer besonderer Meilenstein war die Aufnahme der preisgekrönten Schauspielerin Angel Aquino in unser Gründerteam. Angel ist seit den Anfängen der Marke eine begeisterte Anwenderin von Pure Culture, und ihr Glaube an die Produkte mündete ganz natürlich in eine tiefergehende Zusammenarbeit.
Zudem hatten wir die Ehre, Pure Culture im Rahmen des Department of Trade and Industry - Center for International Trade Expositions and Missions (DTI-CITEM) international in Tokio zu präsentieren. Uns wurde mitgeteilt, dass Pure Culture die erste Hautpflegemarke war, die jemals zu diesem Programm eingeladen wurde, was das Exportpotenzial der philippinischen Clean Beauty unterstreicht.
Momente wie diese erinnern uns daran, dass selbst ein kleines Team mit starker Überzeugung etwas aufbauen kann, das weltweit Anklang findet.
Als Fortsetzung der Feierlichkeiten zum 25-jährigen Jubiläum von Tatler ehren wir 25 Unternehmer, deren Einfallsreichtum, Resilienz und Zielstrebigkeit die philippinische Unternehmenslandschaft nachhaltig prägen. Viele begannen mit bescheidenen Mitteln, doch ihre Entschlossenheit und Innovationskraft haben ihnen wohlverdiente Anerkennung eingebracht. Getrieben von dem Wunsch, das Leben der philippinischen Bevölkerung zu verbessern, setzen sie neue Maßstäbe für Erfolg.
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