Durch die Werke lokaler Künstler erzählen diese faszinierenden Hotels einzigartige Geschichten über die unvergleichliche Schönheit und Kultur ihrer jeweiligen Region
Faszinierende Anekdoten, facettenreiche Nuancen und die einzigartigen Perspektiven von Künstlern können uns dabei helfen, eine Stadt besser zu verstehen und noch mehr zu lieben. Bereichern Sie Ihre Reise daher mit zahlreichen künstlerischen Erlebnissen – selbst während Ihres Aufenthalts in exklusiven Hotels. Die folgenden vier Adressen heben sich besonders hervor, da sie die Werke lokaler Künstler zur Seele ihres Designs machen, die Verbindung zwischen dem Reisenden und der Destination vertiefen und das Interieur auf bemerkenswerte Weise beleben.
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Rosewood Amsterdam (Niederlande)
Dieses luxuriöse Haus ist tief in der lokalen Kultur verwurzelt – von seinen Fundamenten (das Gebäude diente einst als Justizpalast der Stadt) über das Interieur des renommierten niederländischen Designers Piet Boon bis hin zu einer Sammlung von fast 1.000 Kunstwerken, durch die Gäste die historische Seele Amsterdams spüren können. Dazu gehören die Wandreliefs von Frank Stella aus den 1970er Jahren, die “Grandmother Clock” von Maarten Baas und das wohl berühmteste Werk vor Ort: die interaktive “Art Vending Machine” von Casper Braat. Dieser Verkaufsautomat bietet statt Getränken und Snacks kleine Marmorskulpturen des Künstlers, die niederländische Kultursymbole darstellen – von Pommes frites in der typischen Papiertüte über historische Grachtenhäuser bis hin zu einem Stück Käse. Die Werke sind ab einem Preis von 475 Euro zu erwerben.

Above Die interaktive “Art Vending Machine” von Casper Braat im Rosewood Amsterdam

Above Das beeindruckende Kunstwerk “Nimbus” (2023) von Berndnaut Smilde im Rosewood Amsterdam
In der eleganten Suite namens “Library House” können Gäste die Spuren des Werks “Nimbus” (2023) von Berndnaut Smilde bewundern. Er ist bekannt für seine künstlichen Wolken in Innenräumen, die aus Rauch und Wasserdampf entstehen. Die Wolke, die er während der Renovierung des Gebäudes erschuf, wurde fotografisch festgehalten und ziert nun diese poetische Suite des Hotels.
Ace Hotel Sydney (Australien)
Inmitten des Viertels Surry Hills gelegen, verkörpert dieses Haus die Philosophie der Ace Hotels: Reisenden das Gefühl zu geben, Teil der lokalen Gemeinschaft zu sein, anstatt nur flüchtige Besucher. Dies zeigt sich im Dachrestaurant mit einem Menü aus frischen, regionalen Zutaten, in der Lobby Bar, wo Sie abends die Musik- und Modeszene Sydneys erleben können, sowie in den zum Nachdenken anregenden Kunstwerken.

Above Das Ace Hotel Sydney präsentiert eine herausragende Kunstsammlung australischer Künstler
Das Herzstück der Sammlung bildet das Engagement, den indigenen Völkern eine Stimme zu geben – wie etwa durch die symbolträchtige Werkreihe von Tony Albert über Aschenbecher, die einst als Souvenirs im sogenannten “Aborigine-Stil” verkauft wurden. Ebenso beeindruckend ist Nidala Barker, eine Künstlerin des Bundjalung-Volkes, die Kunst und Aktivismus in ihren gewebten Textilien vereint. Zudem finden Sie hier spontane Wandskizzen des Künstlers Jason Phu, einen vertikalen “Garten” aus Terrakotta des Bildhauers Glenn Barkley sowie erlesene Keramikwerke des Malers und Töpfers Peter Cooley.
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The Silo Hotel (Südafrika)
Dieses architektonische Meisterwerk des Brutalismus liegt am Hafen von Kapstadt und erhebt sich majestätisch über das Zeitz MOCAA, das größte Museum für zeitgenössische afrikanische Kunst der Welt. Das Gebäude dient als eine Art Erweiterung des Museums: Eine wechselnde Sammlung zeitgenössischer afrikanischer Kunst ziert die öffentlichen Bereiche sowie die 28 Suiten dieses außergewöhnlichen Hotels.

Above Das The Silo Hotel in Kapstadt beherbergt zahlreiche Meisterwerke der zeitgenössischen afrikanischen Kunst
Besonders hervorzuheben sind die großformatigen, farbenprächtigen textilen Kunstwerke des südafrikanischen Künstlers Jody Paulsen, gefertigt aus geschichtetem Filz. Sie verleihen den ansonsten rohen und rustikalen Wänden eine weiche, sanfte Note. Darüber hinaus regt die Serie “C-Stunners” des kenianischen Künstlers Cyrus Kabiru – surreale Brillen aus gesammelten Materialien und Elektroschrott – dazu an, das enorme Potenzial von recycelten Wertstoffen neu zu überdenken.
Tatler-Tipp: Gäste dieses noblen Hotels genießen den kostenfreien Zugang zum Museum. Gegen einen Aufpreis können Sie zudem ein unvergessliches nächtliches Erlebnis im Stil von “Nachts im Museum” buchen: eine private Führung nach den regulären Öffnungszeiten, die an einem geheimen Eingang beginnt.
The Ned Doha (Katar)
Das Gebäude selbst ist ein architektonisches Kunstwerk: Es diente ursprünglich als Innenministerium von Katar, wurde in den 1970er Jahren vom libanesischen Architekten William Sednaoui entworfen und später von David Chipperfield Architects in Zusammenarbeit mit Soho House Design meisterhaft umgestaltet. Das Interieur spiegelt die charakteristische Opulenz der 1970er Jahre wider, mit eleganten Terrazzoböden, tiefen Samttönen und einem Pool, der an die Gemälde von David Hockney erinnert.
Ausgezeichnet als bestes Boutique-Hotel bei den Tatler Best Middle East Awards 2025, beherbergt diese Adresse über 350 zeitgenössische Werke von Künstlern aus Katar, Westasien und Nordafrika – bemerkenswerterweise sind 70 Prozent von ihnen Frauen.

Above Das fesselnde Kunstwerk “We Are the Grandkids” von Noof Al Naama im The Ned Doha

Above Das detailreiche Werk “Doha ReModernism” von Maryam Al-Homaid im The Ned Doha
Die Sammlung spiegelt die kulturelle Identität der Region wider. Ein herausragendes Beispiel ist “We Are the Grandkids” von Noof Al Naama, eine eindrucksvolle Neuinterpretation eines Gemäldes ihres verstorbenen Großvaters Jassim Zaini, eines Pioniers der katarischen Kunst. Ebenso faszinierend ist “Doha ReModernism” der katarischen Künstlerin Maryam Al-Homaid, das traditionelles Weben mit digitaler Kartografie verbindet, um das historische Erbe des Gebäudes auf stilvolle Weise zu würdigen.
Dieser Artikel erschien ursprünglich in der Ausgabe April 2026 von Tatler Vietnam.
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