Cover New Bahru Singapur ist nun komplett mit 62 Marken aus Kulinarik, Retail und Kultur (Fotografie: Finbarr Fallon)

Nach einem gestaffelten Ausbau über fast zwei Jahre erreicht The Lo & Behold Groups New Bahru Singapur seine finale Form—62 Marken, eine restaurierte Textilfabrik der 1960er und eine frisch erneuerte School Hall, die heute als Anker eines der bewusst kuratierten Lifestyle‑Ziele Singapurs fungiert.

Bei New Bahru Singapur stand stets der Prozess im Vordergrund, nicht das große Aufsehen. Seit der Eröffnung 2024 hat sich der kreative Cluster an der 46 und 58 Kim Yam Road—errichtet auf dem ehemaligen Campus der Nan Chiau High School und der angrenzenden Tai Wah Garments & Knitting Factory—in sorgfältig abgestuften Etappen erweitert. Der Factory Block, das letzte Puzzleteil, öffnet in diesem Monat. Damit vereint die Entwicklung 62 Marken aus Kulinarik und Getränken, Retail, Wellness, Bildung, Hospitality sowie Kunst und Kultur.<\/p>

“Wir waren sehr bedacht darauf, was unser bestehendes Ökosystem sinnvoll ergänzt und wachsen lässt,” sagt Wee Teng Wen, Managing Partner der The Lo & Behold Group. “Dieser letzte Meilenstein lässt New Bahru wahrhaft zu sich selbst finden.”<\/p>

Entstanden ist ein Ziel, das eine Gemeinschaft von Marken beherbergt, die nun vollständig ist, ohne den Entdeckergeist der frühen Phasen zu verlieren. An der 58 Kim Yam Road ist die ehemalige Tai Wah Garments & Knitting Factory, ein Produkt des singapurischen Fertigungsbooms der 1970er-Jahre, als jüngstes Gebäude von New Bahru Singapur zu neuem Leben erweckt worden.<\/p>

Von der Textilfabrik zum modernen Gemeinschaftsraum in New Bahru Singapur

Tatler Asia
Above An der 58 Kim Yam Road ist die ehemalige Tai Wah Garments & Knitting Factory, ein Produkt des singapurischen Fertigungsbooms der 1970er-Jahre, als jüngstes Gebäude des Clusters zu neuem Leben erweckt worden (Fotografie: Finbarr Fallon)

In New Bahru Singapur wurde die 1967 errichtete ehemalige Tai Wah Garments & Knitting Factory vom Shanghai‑Studio Linehouse zu einer gemeinschaftlichen Adresse für Retail und Gastronomie neu gedacht, die ihre industrielle Struktur bewusst zeigt. Eine Seilinstallation im Erdgeschoss erinnert an die Flaschenzugsysteme, die einst Stoffe durch das Gebäude bewegten; im Obergeschoss bezieht die 130 Plätze fassende Dining Hall ihr schwebendes Baldachin von der Form traditioneller Attap‑Dächer, umgesetzt in Akustikpaneelen, während modulare Food-Stände entlang des Perimeters von Glühlampen beleuchtet werden—eine augenzwinkernde Referenz an Singapurs Hawker‑Kultur.<\/p>

Die kulinarische Auswahl ist charakteristisch durchdacht. Dumpling Darlings eröffnet hier seinen Flagship und erweitert in Zusammenarbeit mit Mustard Seed das vom Izakaya‑Stil inspirierte Menü sowie ein exklusives Retail‑Sortiment. Fico, das mit dem Michelin Bib Gourmand ausgezeichnete Restaurant von Chef Mirko Febbrile, verlässt seine Heimat am East Coast Park mit einem limitierten Pasta‑Pop‑up, verwurzelt in der Cucina Povera. SUSHIRO bringt sein Kaiten‑Förderband und über 100 Sushi‑Varianten; Kios Minang—ein SG Heritage Business, das seit 1954 Nasi Padang serviert—führt ein ausschließlich für New Bahru gedachtes Wrap‑Konzept ein; und Orh Gao Peh Gao fungiert tagsüber als modernes Coffeeshop, bevor es sich am Abend in einen Craft‑Beer‑Taproom verwandelt.<\/p>

Im Retail‑Bereich ist der prominenteste Neuzugang Beams: Das gefeierte japanische Modehaus eröffnet sein erstes direkt betriebenes Südostasien‑Flagship—getragen von Selektionen der Hauptlinie und von Demi‑Luxe Beams sowie einer exklusiv für Singapur zusammengestellten Kollektion. Das französische Schuhlabel VEJA ist erstmals in Singapur mit einem zeitlich begrenzten Pop‑up präsent, während Yeti seine Trinkwaren und Ausrüstung in der Nachbarschaft inszeniert. Auch das Wellness‑Angebot wächst: future resonance—hervorgegangen aus den in Bali beheimateten Pyramids of Chi—bringt Sound Healing und somatische Praktiken in den LABS‑Bereich im vierten Stock des School Blocks.<\/p>

Die School Hall, ursprünglich 1969 von James Ferrie & Partners entworfen, ist nach einer dreimonatigen Revitalisierung durch das lokale Büro Open Studio als kulturelles Herz des Areals zurückgekehrt. Der Ansatz war einer der minimalen Eingriffe: Entfernte Trennwände legen Lüftungsblöcke und Brise‑Soleil frei; ursprüngliche Teakholz‑Wandvertäfelungen und ecrufarbene Mosaikböden wurden in situ instandgesetzt; eine Waffeldecke und maßgefertigte Leuchten bereiten den Raum für Live‑Events und Aufführungen vor. Frühe Aktivierungen umfassten HOT BODIES, eine designgetriebene Ausstellung von Anak über Mode und steigende globale Temperaturen, sowie Rituals of Perception, die erste Schau der Tanoto Art Foundation im Rahmen der Singapore Art Week 2026. Buchbare Pickleball‑Courts runden das Bild ab—ein kleines Detail, das viel über die Ambitionen von New Bahru sagt: kulturell ernsthaft, zugleich jedoch offen für alle.<\/p>