Cover “Bunga Tutup Abad” kehrt triumphierend auf die Bühne zurück und lässt die bewegende Geschichte von Nyai Ontosoroh, Minke und Annelies mit völlig neuer Energie aufleben. Präsentiert anlässlich des 100-jährigen Jubiläums von Pramoedya Ananta Toer (Foto: Titimangsa)

Die Inszenierung von “Bunga Tutup Abad” kehrt mit neuer Energie zurück: ein rotierendes Bühnendesign, feine Drehbuchanpassungen und ein Ensemble der besten Schauspieler Indonesiens, darunter Happy Salma, Reza Rahadian und Chelsea Islan. Dieses Werk ist weit mehr als nur eine Darbietung, es ist eine tiefgründige Hommage an Pramoedya Ananta Toer zu seinem hundertjährigen Jubiläum.

Es hat stets einen besonderen Zauber, wenn ein literarischer Klassiker auf der Theaterbühne zu neuem Leben erwacht. In diesem Jahr kehrt Bunga Tutup Abad zum vierten Mal zurück, um den hundertsten Geburtstag eines der größten Schriftsteller Indonesiens zu würdigen: Pramoedya Ananta Toer, der am 6. Februar 1925 in Blora geboren wurde. Diese bemerkenswerte Aufführung ist eine Adaption von zwei seiner monumentalsten Werke aus der Buru-Tetralogie: Garten der Menschheit und Kind aller Völker.

Diese Inszenierung ist bereits die 88. Produktion von Titimangsa und markiert die glanzvolle Rückkehr von “Bunga Tutup Abad” nach einer siebenjährigen Pause. Dabei bleibt das Stück seinen drei Hauptdarstellern aus der vorherigen Produktion treu: Happy Salma brilliert als Nyai Ontosoroh, Reza Rahadian als Minke und Chelsea Islan als Annelies. Zudem bereichern Andrew Trigg als Jean Marais und Sajani Arifin als May Marais das herausragende Ensemble.

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Above Reza Rahadian und Happy Salma lieferten herausragende schauspielerische Leistungen und erweckten die Charaktere von Minke und Nyai Ontosoroh zum Leben, die beide den Verlust von Annelies beklagen.
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Above Minke und Annelies (gespielt von Chelsea Islan)

Im Mittelpunkt der Handlung steht das Leben von Nyai Ontosoroh und Minke nach der Abreise von Annelies in die Niederlande. In ihrer tiefen Sorge beauftragt Nyai Panji Darman, Annelies auf ihrer Reise zu begleiten. Von da an beginnt ein reger Briefwechsel, aus dem Minke stets laut vorliest. Diese Briefe öffnen ein emotionales Fenster zur Vergangenheit: Minkes erstes Zusammentreffen mit Annelies und Nyai, der schmerzhafte Rechtsstreit und die unausweichliche Trennung. Inmitten von Distanz und Verlust entdecken Minke und Nyai die wahre Bedeutung von Widerstand, geführt “so gut wie möglich, so respektvoll wie möglich”.

In diesem Jahr verleiht das Bühnenbild der Inszenierung eine völlig neue Dimension. Die Szenografie nutzt eine kreisförmige Drehbühne, die in vier miteinander verbundene Segmente unterteilt ist — ein Konzept, das in den vorherigen drei Aufführungen noch nie zum Einsatz kam. Die Szenenübergänge gestalten sich dadurch lebendiger und dynamischer, was dem Publikum ein wahrhaft immersives Erlebnis bietet. Einer rotierenden Welt gleich, unterstreicht dieses Design, dass der Kampf und die Liebe im literarischen Erbe von Pramoedya Ananta Toer stets in Bewegung sind und niemals stillstehen.

Auch das Drehbuch wurde sorgfältig überarbeitet, um die Handlung prägnanter und aktueller zu gestalten. “Wir haben die dramaturgische Struktur gestärkt, insbesondere was die psychologische Entwicklung von Annelies betrifft. So wirkt die Geschichte sowohl für neues als auch für wiederkehrendes Publikum herrlich frisch”, erklärt Regisseur Wawan Sofwan.

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Above “Bunga Tutup Abad” ist eine meisterhafte Adaption von zwei monumentalen Werken von Pramoedya Ananta Toer: “Garten der Menschheit” und “Kind aller Völker”.
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Above Andrew Trigg in seiner Rolle als Jean Marais.

Weit über gewöhnliches Theater hinaus ist dieses Werk eine tiefgreifende Hommage an das intellektuelle Vermächtnis von Pramoedya Ananta Toer. Einer seiner denkwürdigsten Aussprüche, “Gesegnet ist, wer von seinem eigenen Schweiß isst, sich an seinen eigenen Bemühungen erfreut und durch seine eigenen Erfahrungen voranschreitet”, wird stets von zeitloser Relevanz bleiben. Er erinnert uns auf eindringliche Weise daran, dass persönliche Kämpfe, ganz gleich wie klein sie erscheinen mögen, ein essenzieller Teil eines kollektiven Strebens sind.

Bunga Tutup Abad fungiert als Brücke zwischen den Generationen: Es erweckt die Stimme des Gewissens, die in der heutigen Zeit dringlicher denn je erscheint, erneut zum Leben. Wie die unsterbliche Nyai Ontosoroh einst weise sagte: “Wir haben gekämpft, Nyo, so gut wir konnten und voller Ehre.” Durch diese Bühne leben dieser unbeugsame Geist und dieser Mut eindrucksvoll weiter.

Credits

Images: Titimangsa