The parlour floor, hung with the David Wiseman wallpaper, its plasterwork ceiling and marble mantel intact, opening onto the entrance hall
Cover Die Parlour-Etage des Harper House, geschmückt mit einer Wiseman-Tapete, zeigt die restaurierten historischen Details und den Eingangsbereich.
The parlour floor, hung with the David Wiseman wallpaper, its plasterwork ceiling and marble mantel intact, opening onto the entrance hall

Hinter den Toren von Manhattans einzigem Privatpark wurde “Harper House” – ein Stadthaus aus dem 19. Jahrhundert, das eng mit Bürgermeister James Harper und Bob Dylans “Highway 61 Revisited” verbunden ist – über sieben Jahre hinweg von Span Architecture sorgfältig restauriert.

Der Gramercy Park ist der letzte verbliebene Privatpark in New York City, umgeben von Stadthäusern, deren Eigentümer Zugang zum geschlossenen Tor haben. “Harper House”, 1844 im griechischen Revival-Stil erbaut, ist das letzte dieser Häuser, das noch heute als privater Wohnsitz direkt am Park existiert. Es verdankt seinen Namen Bürgermeister James Harper, dessen Amtszeit dem Viertel einst städtische Bedeutung verlieh. “Dieses Haus liegt in Manhattan, New York, direkt neben dem geschichtsträchtigen Gramercy Park”, erklärt Karen Marie Stonely, Gründungspartnerin von Span Architecture. “Mehrere Häuser entlang des Parks, darunter Harper House, sind unversehrt erhalten und zeugen von einer Ära der New Yorker Baukunst aus den 1850er Jahren.”

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Above Das Harper House in New York besticht durch seine historische Architektur und das luxuriöse Design.
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A close view of the ironwork bracket and fretwork above the entrance, its Greek key and scroll motifs catching the late-day light
Above Ein detaillierter Blick auf die schmiedeeiserne Halterung und das Fretwork über dem Eingang, wobei die griechischen Schlüssel- und Rollmotive das späte Tageslicht einfangen.
A close view of the ironwork bracket and fretwork above the entrance, its Greek key and scroll motifs catching the late-day light
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Above Die Innenräume des Harper House wurden mit größter Sorgfalt restauriert.
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Above Die elegante Fassade von Harper House fügt sich harmonisch in die Umgebung des Gramercy Park ein.

Das Gebäude bewahrt zahlreiche historische Schichten. Das Esszimmer wurde 1879 von Stanford White als “Party Room” gestaltet. Auch Bob Dylan verbrachte hier Zeit: Er saß für das Cover seines 1965 erschienenen Albums “Highway 61 Revisited” auf der Treppe des Gebäudes, und Spuren der Hauspartys, die er im Salon feierte, bleiben als Teil der Geschichte erhalten, die das Team von Span Architecture bewahren wollte.

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A parlour-floor sitting room hung with the David Wiseman wallpaper depicting monkeys and foliage, its ornate plasterwork and marble fireplace intact
Above Ein Salon auf der Parlour-Etage, geschmückt mit der David-Wiseman-Tapete, die Affen und Blattwerk darstellt, mit originalem Stuck und einem Marmorkamin.
A parlour-floor sitting room hung with the David Wiseman wallpaper depicting monkeys and foliage, its ornate plasterwork and marble fireplace intact
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The same wallpapered room, seen through to a staircase with detailed millwork and a checkerboard marble floor
Above Blick durch den tapezierten Raum auf eine Treppe mit kunstvoller Tischlerarbeit und einem karierten Marmorboden.
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A round dining table set beneath tall windows, framed by the carved mantel and Wiseman wallpaper
Above Ein runder Esstisch unter hohen Fenstern, eingerahmt von der geschnitzten Kaminverkleidung und der Wiseman-Tapete.
The same wallpapered room, seen through to a staircase with detailed millwork and a checkerboard marble floor
A round dining table set beneath tall windows, framed by the carved mantel and Wiseman wallpaper

Stephen und Allison Sullens, die das Haus als langjährige Kunden von Span erwarben, sind laut Stonely Sammler mit einem Fokus auf die Bewahrung von Americana-Musik und historischem Erbe. Ihre Wünsche für das Haus beschrieb sie kurz: “Eine lebendige Hommage an Musik, Geschichte und Philanthropie.” Während der Bauphase gründeten sie die Harper House Music Foundation, die Musiker fördert und musikalische Vermächtnisse bewahrt.

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Photo 1 of 3 Ein dunkler, reich gepolsterter Sitzbereich unter einem gerahmten Foto, mit einem Schaffell und geschichteten Textilkissen.
Photo 2 of 3 Ein Arbeitszimmer in tiefen Anthrazittönen mit einem ausgestopften Fasan, einer Gitarre und einem Samtsessel am Fenster.
Photo 3 of 3 Eine Kommode und ein runder Spiegel in einem mit Grasgewebe ausgekleideten Raum, ergänzt durch eine Kuriosität unter einer Glasglocke.
A dark, richly upholstered sitting area beneath a framed photograph, with a sheepskin throw and layered textile cushions
A study or den in deep charcoal tones, with a taxidermy pheasant, a guitar, and a velvet armchair by the window
A dresser and round mirror in a grasscloth-lined room, with a glass-domed curiosity displayed alongside a branch arrangement

Peter Pelsinski, der zweite Gründungspartner von Span, betonte, die Aufgabe der Firma sei es gewesen, zwei Aspekte im Gleichgewicht zu halten. “Wir waren in der einzigartigen Lage, die Balance zwischen historischen Erhaltungskomponenten und zukunftsweisenden Designelementen, die das moderne Familienleben umarmen, zu finden”, erklärte er. Die Renovierung dauerte von 2017 bis 2024. Stonely merkte an, dass das Harper House nie vollständig entkernt wurde. “Dass das Projekt nicht entkernt wurde und wir viele historische Elemente restaurierten, machte den Prozess chirurgisch und zeitaufwendig – aber es war ein lohnendes Unterfangen.” Die ursprüngliche Treppe blieb erhalten und verbindet das Gebäude über die gesamte Höhe.

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The double-height atrium linking the garden-level kitchen to the dining room above, framed by the tall steel-and-glass window facing the rear garden
Above Das doppelhohe Atrium verbindet die Küche im Gartengeschoss mit dem Esszimmer darüber und wird durch ein raumhohes Fenster zum Garten hin gerahmt.
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The kitchen, relocated to the garden level, with blue cabinetry, patterned tile, and a stone-topped island
Above Die auf das Gartengeschoss verlagerte Küche überzeugt mit blauen Schränken, gemusterten Fliesen und einer Kochinsel mit Steinoberfläche.
The double-height atrium linking the garden-level kitchen to the dining room above, framed by the tall steel-and-glass window facing the rear garden
The kitchen, relocated to the garden level, with blue cabinetry, patterned tile, and a stone-topped island
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A family room with a curved sectional sofa facing a tall steel-framed door onto the ivy-covered rear garden
Above Ein Familienzimmer mit geschwungenem Sofa, das auf eine stahlgerahmte Tür zum efeubewachsenen Garten führt.
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The restored dining room, with its dark panelling, coffered ceiling, and marble fireplace, original to Stanford White’s 1879 design, has a beaded glass curtain hanging at the window beyond.
Above Das restaurierte Esszimmer mit dunkler Vertäfelung, Kassettendecke und Marmorkamin, original von Stanford White, ergänzt durch einen Perlenvorhang am Fenster.
A family room with a curved sectional sofa facing a tall steel-framed door onto the ivy-covered rear garden
The restored dining room, with its dark panelling, coffered ceiling, and marble fireplace, original to Stanford White’s 1879 design, has a beaded glass curtain hanging at the window beyond.

Das Harper House umfasst etwa 900 Quadratmeter auf sechs Ebenen. Span hat den Raum nicht erweitert, sondern neu strukturiert. Die Küche wurde als “Lebensraum statt Serviceraum” in das Gartengeschoss verlegt und öffnet sich nun zu einem Garten. Ein neues Atrium verbindet diese Ebene mit dem darüber liegenden Esszimmer. Pelsinski erwähnte, dass Sichtachsen geöffnet und Oberlichter hinzugefügt wurden, um mehr Tageslicht in das Harper House zu bringen. Der Dachboden wurde zum “lichtdurchfluteten Büro- und Familienzimmer” umgestaltet.

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Dark wood paneling frames a black lacquered cabinet, a pair of sconces, and glass decanters — a detail consistent with the historic dining room’s restored woodwork
Above Dunkle Holzpaneele rahmen einen schwarz lackierten Schrank und Wandleuchten ein, passend zur restaurierten Vertäfelung des Esszimmers.
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A carved wooden archway opens onto a dining area, with a landscape painting and dried branches set against the balustrade beyond
Above Ein geschnitzter Holzbogen führt in den Essbereich, wo Landschaftsmalerei und Zweige auf der Balustrade Akzente setzen.
Dark wood paneling frames a black lacquered cabinet, a pair of sconces, and glass decanters — a detail consistent with the historic dining room’s restored woodwork
A carved wooden archway opens onto a dining area, with a landscape painting and dried branches set against the balustrade beyond
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A beaded glass curtain filters light over a small bar cart stocked with spirits and barware
Above Ein Vorhang aus Perlenglas filtert das Licht über einem kleinen Barwagen mit Spirituosen.
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A hand-painted screen depicting trees and cranes, glimpsed beside an open doorway leading toward a sunlit room
Above Ein handbemalter Wandschirm mit Bäumen und Kranichen neben einem Durchgang in einen lichtdurchfluteten Raum im Harper House.
A beaded glass curtain filters light over a small bar cart stocked with spirits and barware
A hand-painted screen depicting trees and cranes, glimpsed beside an open doorway leading toward a sunlit room

Fachbetriebe übernahmen die Restaurierung. Carlton House Restoration stellte Whites Esszimmer mit kubanischer Mahagonivertäfelung und Eichendecken wieder her, die über die Jahre verändert worden waren. Ihre Arbeit bewahrte die historische Ästhetik des Harper House und balancierte Alt und Neu aus. Ball & Ball Inc. restaurierte zudem die schmiedeeisernen Gaslampen aus der Zeit von Harpers Amtszeit.

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Photo 1 of 2 Ein Ping-Pong-Tisch vor bleigefassten Glastüren, mit einer Bar-Nische und angrenzender Treppe.
Photo 2 of 2 Der Ping-Pong-Tisch im Harper House zeigt die gesamte Fensterfront und den Treppenaufgang.
A ping-pong table set beneath a run of leaded-glass doors, with a bar nook and stairs to one side
The ping-pong table again, this time showing the full run of leaded-glass doors and the stairway beyond

Stonely widmete sich besonders dem Dach. “In enger Zusammenarbeit mit der Landschaftsarchitekturfirma RKLA haben wir einen Garten geschaffen, der im Kontrast zu den gepflegten Parkanlagen wild und üppig wirkt”, sagte sie. Zudem betonte sie Details wie wildes Gras um ein Oberlicht über dem fünfstöckigen Treppenatrium, das lebendige Schatten wirft.

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A bedroom in muted, tonal browns, with a cane bed frame and a cluster of glass pendant lights overhead
Above Ein Schlafzimmer in gedämpften Brauntönen mit einem Bettrahmen aus Rattan und einer Ansammlung von Glas-Pendelleuchten.
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A marble-clad bathtub set beneath a tall window, with a patterned wingback chair positioned alongside
Above Eine marmorverkleidete Badewanne unter einem hohen Fenster, ergänzt durch einen gemusterten Ohrensessel.
A bedroom in muted, tonal browns, with a cane bed frame and a cluster of glass pendant lights overhead
A marble-clad bathtub set beneath a tall window, with a patterned wingback chair positioned alongside

Farben folgten dem Licht. “In den tieferen Bereichen des Harper House bevorzugten wir hellere Töne und reflektierende Oberflächen”, erklärt Stonely. “Die Randbereiche sind in gesättigten, dunklen Farben gehalten, wobei Grün- und Erdtöne die natürliche Umgebung des Parks außerhalb widerspiegeln”, ergänzt Pelsinski. Alle Materialien wurden lokal bezogen.

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Photo 1 of 3 Ein Blick auf die Dachterrasse des Harper House mit Lounge-Möbeln und Blick auf die Skyline von Manhattan.
Photo 2 of 3 Das mutige, abstrakte Wandbild auf der Dachterrasse von Robbie Simon, das sich über die obere Mauer erstreckt.
Photo 3 of 3 Der von RKLA Studio gestaltete Dachgarten mit wilden Bepflanzungen und Blick auf die umliegenden Dächer des Viertels.
Another view of the rooftop terrace, with its lounge chairs and plantings set against the Manhattan skyline
The bold, abstract rooftop mural by artist Robbie Simon, painted across the building’s upper wall above the garden
The rooftop garden designed by RKLA Studio, with wild plantings and a view toward the surrounding rooftops and towers of the neighborhood

Einige Stücke wurden exklusiv für das Harper House angefertigt. Das David Wiseman Studio entwarf einen Kronleuchter, der die Flora und Fauna der Familie widerspiegelt. Auf der Parlour-Etage entwarf Wiseman eine Tapete mit spielenden Affen, die Stonely als “historische Naturszene” beschreibt. Ein Dachwandbild von Robbie Simon verbindet Alt und Neu. Die Kunstsammlung umfasst Werke von Thomas Struth, Diebenkorn und Neal Casal neben Dylan-Memorabilien.

Pelsinski beschrieb die Atmosphäre des Harper House als “modern, warm und zeitlos”, ein Ort, der den neuen Bewohnern Raum für ihre eigene Gestaltung lässt.

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Credits

Photography: Adrian Gaut
Styling: Kim Ficaro

Topics

Jennifer Choo
Regionaler Chefredakteur von Tatler Homes, Tatler Malaysia
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Jennifer Choo ist Regionalchefredakteurin von Tatler Homes und berichtet über Architektur, Inneneinrichtung und Kunst in ganz Asien. Von Malaysia aus betreut sie die regionalen Inhalte zu luxuriösem Wohndesign und zeitgenössischen Kunstsammlungen. Die Juristin, die sich jedoch ihrer Leidenschaft für Design widmete, leitete zuvor namhafte Designpublikationen und arbeitete als Interior-Stylistin und Kunstberaterin für Bauträger, Designbüros und Privatkunden.