Von herausragenden Restaurants über bahnbrechende Bars bis hin zu erlebnisorientierten Hotels — die zweite Ausgabe von Tatler Best in Singapur rückte die Menschen und Orte ins Rampenlicht, welche die lokale Gastronomieszene heute maßgeblich prägen.
Am 13. April wurde das Parkroyal Collection Marina Bay zum Treffpunkt für all jene Persönlichkeiten, die Singapurs Kulinarik-, Bar- und Reiseszene maßgeblich definieren. Mehr als 400 Hoteliers, Barkeeper, Küchenchefs und Gastronomen füllten den Garden Ballroom für die zweite Ausgabe der Tatler Best Awards 2026 – Singapur. Dieser Abend war nicht nur eine festliche Gala, sondern markierte auch einen subtilen Wandel in der Art und Weise, wie Exzellenz im Gastgewerbe heute verstanden wird.
Während der Fokus früher ausschließlich auf der Kulinarik lag, werfen die Auszeichnungen — die sich aus den Tatler Dining Awards entwickelt haben — nun ein weitaus größeres Netz aus. Restaurants bilden nach wie vor das Herzstück von Tatler Best, doch Hotels und Bars sind nun ebenso ins Rampenlicht gerückt und spiegeln eine Branche wider, in der das Erlebnis weit über den Tellerrand hinausgeht.
Stephanie Tay, Executive Managing Director von Tatler Singapore und Thailand, brachte diese Ambition in ihrer Eröffnungsrede auf den Punkt und beschrieb die Rolle von Tatler als Wegweiser zum “Allerbesten in Sachen Gastronomie und Hotellerie, gepaart mit fantastischen Erlebnissen”. Die Awards, so betonte sie, seien zu einem “Goldstandard für Exzellenz” geworden — eine Aussage, die in einem Raum voller Menschen, die genau diesen Standard stets anheben, großen Anklang fand.
Dieses Gefühl der Weiterentwicklung prägte den gesamten Abend. Wie Dudi Aureus, Senior Dining and Travel Editor von Tatler Singapore, treffend bemerkte, wurde die diesjährige Auswahl — von den besten 20 Bars und Restaurants bis hin zu den “Best-in-Class”-Ehrungen — von einer sorgfältig zusammengestellten Jury aus Branchenexperten getroffen, die ein feines Gespür für eine sich rasant wandelnde Landschaft besitzen. Die Einführung der Kategorie für die 10 besten Hotels wirkte dabei weniger wie eine bloße Ergänzung, sondern vielmehr wie eine logische Konsequenz.
Ehrenvolle Erwähnungen bei Tatler Best

Above Die luxuriöse Ein-Schlafzimmer-Villa im Capella Singapur, dem Hotel des Jahres (Foto: Capella)
Der Abend begann mit der Präsentation der 10 besten Hotels, einer Liste ohne feste Platzierungen, die ein harmonisches Gleichgewicht zwischen Tradition und frischer Energie schuf. Bekannte Namen wie das Capella Singapur, das Shangri-La Singapur und das Raffles Hotel Singapur behaupteten ihre Positionen, während neuere Marktteilnehmer wie das Raffles Sentosa Singapur und The Singapore Edition eine Verschiebung der Erwartungen andeuteten — hin zu Aufenthalten, die intensiver und bewusster erlebt werden.
Anschließend richtete sich der Fokus auf die Barszene. Die von Chefredakteurin Dana Koh präsentierten Top 20 Bars spiegelten die enorme Bandbreite der heutigen Cocktailkultur Singapurs wider, in der etablierte Institutionen mühelos neben experimentierfreudigeren Konzepten koexistieren. Adressen wie Jigger & Pony, Nutmeg & Clove, Manhattan und Stay Gold Flamingo unterstrichen eine Szene, die sich kontinuierlich weiterentwickelt, ohne dabei an Raffinesse zu verlieren.
Die Auszeichnungen für die Restaurants folgten unmittelbar darauf und verankerten den Abend auf vertrautem Terrain, ließen jedoch auch Raum für Überraschungen. Die Top 20 Restaurants versammelten Größen wie Odette, Nae:um, Burnt Ends und Meta neben vielversprechenden Neuzugängen, die richtungsweisend für die zukünftige Kulinarikszene sind. Darunter stach besonders Na Oh hervor — das koreanische Restaurant von Starkoch Corey Lee in Jurong, das ein überaus bemerkenswertes Debüt feierte.
Zwischen den Preisverleihungen nahm die Atmosphäre im Saal einen noch festlicheren Charakter an. Ein gemeinsamer Auftritt von Rapper und Songwriter Yaung sowie DJ und Produzent Eden sorgte für musikalische Untermalung, während die Gäste mit Gläsern von Tequila Komos und Suntory The Premium Malt’s anstießen und erlesene Kreationen von Bottega di Carna, The Coach Restaurant, Gordon Grill und weiteren Genuss-Stationen probierten. Das Dessert zog die Aufmerksamkeit wie immer auf sich — insbesondere Messinas faszinierende Kooperation mit Kaluga Queen Kaviar weckte große Neugier.
Die Auszeichnung der Branchenbesten bei Tatler Best

Above Das stilvolle Interieur der renommierten Bar Sago House

Above Entspannte Happy Hour in der eleganten Bar Live Twice
Wenn die vorangegangenen Kategorien die gegenwärtige Landschaft skizzierten, so konzentrierten sich die Best-in-Class Awards auf die eigentliche Dynamik der Szene. Hierbei handelte es sich um Orte, die kaum 18 Monate alt sind und dennoch bereits maßgeblich den Diskurs prägen. Das Raffles Sentosa Singapur sicherte sich den Titel als Bestes Neues Hotel für seine visionäre Neuinterpretation von Luxus, während die Auszeichnung des Hup San Social Club als Beste Neue Bar das wachsende Verlangen nach mutigen, konzeptgetriebenen Bar-Erlebnissen bestätigte.
Gleichzeitig war ein starkes Gefühl der Beständigkeit spürbar. Die Auszeichnung als Bestes Neues Restaurant für Damian D’Silva mit seinem Lokal Gilmore & Damian D’Silva wirkte weniger wie ein Debüt als vielmehr wie eine Bestätigung — die Anerkennung einer Karriere, die der Förderung der eurasischen Küche gewidmet ist und nun in der National Gallery Singapur eine neue, glanzvolle Bühne gefunden hat.

Above Das Mandai Rainforest by Banyan Tree, Gewinner der Auszeichnung für das beste Hoteldesign bei den Tatler Best Awards 2026 in Singapur
Im weiteren Verlauf konzentrierten sich die Auszeichnungen auf die feineren Nuancen. Design, Service, urbane Präsenz — jede Kategorie offenbarte eine andere Facette von Exzellenz. Der biophile Ansatz des Mandai Rainforest Resort by Banyan Tree, das beständige Serviceethos des Four Seasons Hotel Singapur sowie die ungebrochene Dominanz des Marina Bay Sands als Wahrzeichen der Stadt verdeutlichten unterschiedliche Perspektiven ein und desselben Leitgedankens: Gastgewerbe als vollendetes Handwerk und ausgeprägte Identität.
In der Barszene zeigte sich diese Identität besonders pointiert. Der designorientierte Ansatz von Temper, der herausragende Service in der Bar Somma und die Anerkennung von Aki Nakata als Rising Star verdeutlichten eine Szene, die weiterhin ebenso viel in talentierte Persönlichkeiten wie in innovative Konzepte investiert. Der Sieg von Jigger & Pony in der Kategorie Bar des Jahres wirkte derweil fast unvermeidlich — eine wohlverdiente Anerkennung für die anhaltende Rolle der Institution, Singapur fest auf der globalen Cocktailkarte zu etablieren.
Die Restaurant-Auszeichnungen trugen dieselbe Dualität von handwerklicher Perfektion und individueller Persönlichkeit in sich. Das von der Song-Dynastie inspirierte Interieur des Jin Ting Wan sowie der makellose Service im Odette unterstrichen die Bedeutung von Liebe zum Detail, während die individuellen Ehrungen — Jeanette Ow als Beste Pâtissière, Marcus Leow als Rising Star und Ocean Kang als Bester Sommelier — den Fokus auf die außergewöhnlichen Menschen richteten, die das Erlebnis von innen heraus gestalten.
Falls Sie es verpasst haben: Einblick ins Jin Ting Wan im Marina Bay Sands: Wie Sommelier Joe Yang den chinesischen Spitzenwein in der kantonesischen Küche neu definiert

Above Sun Kim ist der ambitionierte Chefkoch und Inhaber des Meta, dem Restaurant des Jahres 2026 von Tatler Singapur
Als schließlich die letzte Auszeichnung des Abends verkündet wurde, legte sich eine Atmosphäre kollektiver Anerkennung über den Saal. Die Wahl des Meta zum Restaurant des Jahres würdigte nicht nur ein einzelnes Lokal, sondern auch dessen wesentliche Rolle bei der Gestaltung der modernen koreanischen Spitzengastronomie in Singapur — einer kulinarischen Richtung, die sich kontinuierlich weiterentwickelt und stets nach neuen Ausdrucksformen sucht.
Was letztendlich in Erinnerung blieb, war weniger die Frage, wer die Trophäen mit nach Hause nahm, sondern vielmehr das, wofür dieser Abend stand. Die Verleihung von Tatler Best 2026 in Singapur fühlte sich an wie die Momentaufnahme einer hochdynamischen Branche — einer Szene, die unaufhörlich wächst, sich stetig verfeinert und ihre eigenen Maßstäbe zunehmend selbstbewusster definiert.




