Das lang erwartete Pop-up-Debüt “Kou” von Küchenchef Tan Kian Hong gastiert sonntags und montags im Ichigo Ichie. Es ist eine faszinierende Erkundung der japanischen Saisonalität und französischer Techniken, geprägt von seiner langjährigen Mentorschaft unter Chefköchin Akane Eno.
Jedes Restaurant erlebt gelegentlich ruhigere Tage; eine wöchentliche Pause, in der die Küche stillsteht und sich der Speisesaal leert. Im Ichigo Ichie, dem intimen Omakase-Restaurant im Claymore Connect, gehören diese Tage nun jedoch jemand anderem.
Kou ist ein exquisites Pop-up-Konzept unter der Leitung von Küchenchef Tan Kian Hong, das bis zum 31. Juli 2026 jeden Sonntag und Montag—sowohl mittags als auch abends—in denselben Räumlichkeiten gastiert. Es ist weder ein bloßes Nebenprojekt noch eine Übergangslösung, sondern die Verwirklichung einer jahrelangen Vision.
Tan begann seine Tätigkeit im Ichigo Ichie im Jahr 2019 als Souschef unter der Leitung von Chefköchin Akane Eno. Im Laufe der Jahre entwickelte sich ihre berufliche Beziehung zu einer Partnerschaft, die von gegenseitigem Respekt und aufrichtiger Freundschaft geprägt ist. Eno erkannte in ihrem jüngeren Kollegen jene vertraute Leidenschaft und Beharrlichkeit, die auch sie einst antrieb. Während ihrer Zeit im Sushi Kimura veranstaltete sie an ihren Ruhetagen ebenfalls Pop-ups und nutzte diese als Gelegenheit, hinter dem Tresen hervorzutreten und nach ihren eigenen Vorstellungen zu kochen. Indem sie Tan nun dieselbe Plattform bietet, gibt sie diese wertvolle Erfahrung weiter: einen eigenen Raum, eine Küche und die lang ersehnte Freiheit, seine persönliche kulinarische Handschrift zu präsentieren.
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Above An den Ruhetagen des Ichigo Ichie übernimmt das Pop-up-Konzept Kou die Räumlichkeiten und verwöhnt Gäste jeden Sonntag und Montag zum Mittag- und Abendessen im Claymore Connect.
Der Name Kou leitet sich von zwei Schriftzeichen ab, die für den Küchenchef eine persönliche Bedeutung haben—das Kanji 宏 (kou) aus seinem Vornamen und das chinesische 红 (hong), was Rot, seine Lieblingsfarbe, bedeutet. Gemeinsam verkörpern sie Offenheit, Wärme und Tiefe. Die zugrunde liegende kulinarische Philosophie ist von Wabi-Sabi geprägt: eine stille Hingabe statt lauter Inszenierung und ein tiefer Respekt vor dem, was die jeweilige Jahreszeit zu bieten hat.
Tans Werdegang wurde durch seine lebenslange Faszination für die japanische Kultur geformt. Diese Leidenschaft vertiefte er am Shatec-Institut, bevor er in Michelin-prämierten Küchen wertvolle Erfahrungen sammelte. Im Béni, dem japanisch-französischen Restaurant unter der Leitung von Kenji Yamanaka, gewann er eine entscheidende Erkenntnis: Französische Technik und japanische Präzision stehen nicht im Widerspruch, sondern verschmelzen zu einer einzigartigen, harmonischen Ausdrucksform. Diese starke Überzeugung spiegelt sich in jeder Kreation bei Kou wider.
Die Menüs sind ein perfektes Abbild dieser Sensibilität. Zur Mittagszeit erwartet die Gäste das siebengängige “Discovery Menu”, während das neungängige “Signature Menu” sowohl mittags als auch abends serviert wird. Die Gerichte wandeln sich im Rhythmus der Jahreszeiten, wobei einige charakteristische Speisen das kulinarische Erlebnis während der gesamten Laufzeit des Pop-ups prägen.
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Above Ein meisterhaft präsentiertes Nori-Gericht im Kou.

Above Erlesene Somen-Nudeln aus der Küche des Kou.
Jedes Menü beginnt mit ofenfrischem Mochi-Brot, das von Tan persönlich gebacken wird. Es ist nach traditionellen Mochi geformt und wird mit feinem Hokkaido-Brotmehl bestäubt. Das aus Shiratamako hergestellte Brot wird warm serviert, begleitet von hausgemachten, aromatisierten Buttersorten, die je nach Verfügbarkeit der Zutaten variieren—von Shio Kombu über Seeigel (Uni) bis hin zu Kinako. Darauf folgt ein gekühltes Chawanmushi: eine raffinierte Neuinterpretation des japanischen Klassikers. Die Basis bildet ein seidiger Eierstich, der mit süßem weißem Mais geschichtet und mit einem koffeinextrahierten Kaffeeöl vollendet wird, das ein betörendes Aroma ganz ohne Bitterstoffe hinterlässt.
Der wohl deutlichste Ausdruck der dualen Einflüsse im Kou ist das Awabi-Gericht. Die Abalone wird im Stil eines Pithiviers in buttrigen Blätterteig gehüllt und sowohl mit einer traditionellen Lebersauce als auch mit einer Rotweinsauce serviert, die für eine vollendete Säure und Balance sorgt. Hier vereinen sich zwei große kulinarische Traditionen harmonisch auf einem Teller.
Als optionale Ergänzung steht zudem ein A5 Wagyu-Tenderloin-Sando zur Auswahl, das kross im Katsu-Stil zubereitet und mit Wasabi sowie einer feinen Tonkatsu-Sauce veredelt wird.
Das Pop-up Kou heißt seine Gäste noch bis zum 31. Juli 2026 jeden Sonntag und Montag im Claymore Connect willkommen.
Credits
Images: Kou





