In der Garde Républicaine kreiert Hermès ein Manifest der Freiheit, bei dem ein langes reiterliches Erbe in einer kühnen, neuen Form wiedergeboren wird.
Manchmal manifestiert sich wahrer Luxus nicht in auffälligen Logos oder lautem Beifall, sondern in einem flüchtigen Duft. Auf dem Laufsteg der Herbst/Winter 2026 Kollektion von Hermès war es das erdig-frische Aroma von feuchtem Boden und Moos, das an tiefe Wälder erinnerte — der Ort, an dem die Reise der Reiterinnen beginnt.
Für diese außergewöhnliche Präsentation wählte Kreativdirektorin Nadège Vanhée die Abenddämmerung, jenen magischen Übergang zwischen Tag und Nacht, als zentrale Inspirationsquelle.
Im Französischen nennt man diesen Moment “Entre chien et loup” — jene geheimnisvolle Zeit, in der das Licht schwindet und Silhouetten verschmelzen. Unter einem blauen Mondlicht offenbarte sich die Hermès-Reiterin in genau dieser Dualität: Sie strahlt eine tiefe, ruhige Gelassenheit aus, während in ihren Adern eine unbändige Kraft pulsiert. Sie schreitet mit einer Selbstverständlichkeit voran, als wäre sie unbesiegbar.
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Above Ein eleganter Look aus der neuesten Hermès Herbst/Winter 2026 Kollektion.

Above Raffinierte Details und meisterhafte Handwerkskunst prägen die neue Hermès-Kollektion.
Die Geschichte von Hermès begann im Jahr 1837 in einer meisterhaften Sattlerei. Dieses reiche historische Erbe interpretiert die Kreativdirektorin nun auf eine überaus moderne und funktionale Weise. Die ikonischen Jodhpur-Hosen präsentieren sich in einer schärferen Silhouette, schmiegen sich elegant an die Beine an und fließen nahtlos in markante Overknee-Stiefel über. Die Passformen dieser Saison betonen die Aerodynamik, ermöglichen fließende Bewegungen und strahlen eine unverkennbare Stärke aus. Selbst in einer hektischen Welt gleitet die Hermès-Reiterin stets mit vollendeter Anmut und unerschütterlichem Selbstvertrauen dahin.

Above Die moderne Reiterin von Hermès strahlt immense Kraft und Selbstbewusstsein aus.

Above Exquisite Materialien und fließende Silhouetten dominieren den Hermès-Laufsteg in Paris.
Die charakteristischen Steppnähte, die einst feine Sättel zierten, dienen nun als architektonisches Gerüst für luxuriöse Lederjacken. Sie verleihen den Kreationen eine schützende Struktur, die an eine Rüstung erinnert, sich aber bei jedem Schritt geschmeidig dem Körper anpasst.
Besondere Bewunderung in der Modewelt erntete die mutige Entscheidung von Hermès, edles Straußenleder in die Ready-to-Wear-Kollektion aufzunehmen. Dieses außergewöhnliche Material ist traditionell den exklusivsten, stark limitierten Auflagen der legendären Birkin- oder Kelly-Taschen vorbehalten.

Above Aufwendig verarbeitetes Straußenleder feiert sein spektakuläres Debüt in der Hermès Kleidungskollektion.

Above Die meisterhafte Schnittführung von Hermès betont die weibliche Silhouette stets in absoluter Perfektion.
Dieses erlesene Material kommt besonders eindrucksvoll bei dem rostorangen Jumpsuit in Look 7 sowie den eleganten Hosen der Looks 61 und 63 zur Geltung. Die charakteristische Noppenstruktur des Leders wirkt hier keinesfalls ostentativ, sondern entfaltet eine faszinierende optische Tiefe. Um das Straußenleder so hauchdünn und leicht zu verarbeiten, dass es fast wie Seide fällt, investierten die Meisterhandwerker von Hermès hunderte von Stunden in spezielle Techniken. Nur so konnten die charakteristischen Texturen erhalten und die Farben tiefenwirksam veredelt werden.
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Above Ein faszinierendes Spiel der Texturen prägt die neuesten Hermès-Kreationen eindrucksvoll.

Above Feinste Ledermaterialien werden bei Hermès zu eleganten, fließenden Kunstwerken verarbeitet.
Die Farbpalette der Kollektion ist ein wahrer Augenschmaus. Zwischen gesetzten Nuancen wie tiefem Ochsenblutrot, dunklem Moosgrün und satten Schwarztönen erstrahlt plötzlich ein leuchtendes Schwefelgelb. Es erinnert an die letzten warmen Sonnenstrahlen, die durch dichtes Blattwerk brechen — ein meisterhafter Kontrast, der scharfe Modernität vermittelt.
Als besondere Hommage ließ Vanhée das historische “Perspective”-Motiv aus dem Jahr 1951 des legendären Grafikers A.M. Cassandre wieder aufleben. Die konvergierenden architektonischen Linien wurden meisterhaft direkt auf Seide und Leder gedruckt. Dadurch entsteht ein faszinierender 3D-Trompe-l'œil-Effekt, der jeden Mantel in ein wandelndes, futuristisches Kunstwerk verwandelt.
In der Reitkunst gibt es die Disziplin der Dressur, bei der die Reiterin ihr Pferd mit größtem Einfühlungsvermögen und Präzision durch makellose Bögen führt. Der geschwungene Laufsteg von Hermès spiegelte genau diese Metapher für den Lebensweg einer Frau wider: Er verläuft selten auf einer vorhersehbaren, geraden Linie, sondern ist vielmehr geprägt von erfahrungsreichen Wendungen.
Die philosophische Botschaft dahinter ist eindeutig: Wahre Macht drückt sich nicht durch starre Dominanz aus. Sie offenbart sich stattdessen in der Fähigkeit, das eigene Leben mit höchster Finesse, unerschütterlicher Eleganz und vollendeter Geschmeidigkeit zu lenken.
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