Dalam perbincangan dengan Christelle Capdupuy, Senior Vice President of Sustainability di Louis Vuitton, Tatler menelaah bagaimana rumah mode ini mengukuhkan etos yang sejak lama menjadi fondasinya—menerjemahkan insting menjadi strategi, dan warisan menjadi tindakan yang terukur [Foto: Louis Vuitton]
Cover “Regeneration 2030” ist das nachhaltige Engagement von Louis Vuitton, um Ökosysteme durch regenerative Praktiken wiederherzustellen [Foto: Louis Vuitton]
Dalam perbincangan dengan Christelle Capdupuy, Senior Vice President of Sustainability di Louis Vuitton, Tatler menelaah bagaimana rumah mode ini mengukuhkan etos yang sejak lama menjadi fondasinya—menerjemahkan insting menjadi strategi, dan warisan menjadi tindakan yang terukur [Foto: Louis Vuitton]

Im Gespräch mit Christelle Capdupuy, Senior Vice President of Sustainability bei Louis Vuitton, beleuchtet Tatler, wie das Modehaus sein langjähriges Ethos festigt — und dabei Instinkt in Strategie sowie Erbe in messbare Taten übersetzt.

In einer Zeit, in der Gespräche über Nachhaltigkeit oft abstrakt bleiben, bringt ein Treffen mit Christelle Capdupuy den Fokus zurück. Es offenbart sich ein bodenständiger Ansatz, der tief darin verwurzelt ist, wie Dinge erschaffen, gemessen und über die Zeit hinweg bewahrt werden.

Die Definition ist klar: Nachhaltigkeit bedeutet, “alle notwendigen Veränderungen vorzunehmen, um sicherzustellen, dass dieses Modehaus auch in zwanzig Jahren noch existiert.” Eine Vision, die auf Struktur basiert — mit klaren Metriken, Zielen und greifbaren Beweisen. Bei Louis Vuitton ist die Nachhaltigkeit in der gesamten Wertschöpfungskette verankert, von der Rohstoffbeschaffung über die Logistik bis hin zum eigenen Atelier.

Für das im Jahr 1854 gegründete Modehaus haben sich die Rahmenbedingungen zweifellos gewandelt — vom Klima über die Biodiversität bis hin zu den Ressourcen. Doch die Kernfrage bleibt dieselbe: Wie kann man ohne Kompromisse fortbestehen? Die Antwort liegt in einer disziplinierten Umsetzung. Es geht nicht darum, die Philosophie neu zu schreiben, sondern sie auf einen strukturierteren Standard zu heben und ihre Skalierbarkeit zu verbessern.

Tatler Asia
Dalam perbincangan dengan Christelle Capdupuy, Senior Vice President of Sustainability di Louis Vuitton, Tatler menelaah bagaimana rumah mode ini mengukuhkan etos yang sejak lama menjadi fondasinya—menerjemahkan insting menjadi strategi, dan warisan menjadi tindakan yang terukur [Foto: Louis Vuitton]
Above Ein magischer Winkel des Monogram-Zimmers bei der Ausstellung “Louis Vuitton Visionary Journeys” in Seoul [Foto: Louis Vuitton]
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Ein Modehaus, das Rohstoffe stets respektiert

Lange bevor die Nachhaltigkeit zu einer Unternehmensfunktion wurde, war sie bereits unbenannt in den Ateliers präsent. Wenn es einen zentralen Gedanken in diesem Gespräch gibt, dann diesen: Der Respekt vor dem Rohstoff ist keineswegs neu, sondern absolut fundamental.

“Die Kunsthandwerker bei Louis Vuitton sind den Materialien stets mit einer Ehrfurcht begegnet, die weit vor jedem strategischen Fahrplan existierte”, erklärt Christelle. Man verschwendet kein Leder, wenn man dessen Ursprung versteht. Man forciert keine beschleunigte Produktion, wenn man die Langlebigkeit schätzt. Man minimiert den Materialabfall, wenn das eigene Erbe auf langfristigem Bestand aufbaut.

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Above Die eleganten Rivoli-Sneaker der aktuellen Kollektion [Foto: Louis Vuitton]
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Above Die legendäre Silhouette der Keepall 50 Bandoulière Boro mit japanischer Denim-Patchwork-Technik [Foto: Louis Vuitton]
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Was sich verändert hat, ist nicht die Philosophie, sondern ihre Anwendung. Seit 2020 formalisiert das Haus das, was zuvor rein intuitiv geschah. Nachhaltigkeit wird nun gemessen, verfolgt und in Entscheidungsprozesse integriert. Es gibt Leistungsindikatoren, strategische Fahrpläne und interne Richtlinien, die die Ateliers dazu anspornen, alles zu überdenken — vom Abfallmanagement bis hin zur Prozesseffizienz.

Was einst eine handwerkliche Denkweise war, hat sich nun in ein umfassenderes operatives Modell übersetzt, ohne dabei seine Essenz zu verlieren. Die Frage lautet heute: Wie lässt sich dieses tiefe Verantwortungsbewusstsein in einem großen Maßstab umsetzen?

Von der Bewahrung zur Regeneration

Während Nachhaltigkeit früher bedeutete, negative Auswirkungen zu minimieren, bewegt sich Louis Vuitton nun in Richtung aktiver Beiträge. Christelle bezeichnet dies als einen Paradigmenwechsel von der bloßen Erhaltung hin zur Regeneration. “Die Frage von heute lautet nicht mehr nur, wie wir den negativen Einfluss begrenzen können. Ein Unternehmen kann sich nicht länger als Fremdkörper in der Umwelt betrachten. Wir sind ein lebendiger Teil des Ökosystems, von dem wir abhängig sind. Dies ist ein Modell, das über bloße Verantwortung hinausgeht und einer Logik des Beitrags folgt. Die Rolle besteht darin, ein Akteur zu sein, der die Umwelt bereichert. Es geht nicht nur darum, Ungleichgewichte zu korrigieren, sondern natürliche Kreisläufe konkret wiederherzustellen”, betont Christelle.

Diese Unterscheidung ist essenziell. Erhaltung schützt das, was bereits vorhanden ist. Regeneration hingegen stellt wieder her und verbessert das, was beschädigt wurde. Hier beginnt die wahre Komplexität. Mehr als 90 Prozent der Rohstoffe von Louis Vuitton stammen aus der Natur. Diese Tatsache verändert die gesamte Perspektive — die Marke agiert nicht mehr getrennt von der Umwelt, sondern mittendrin.

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Above Die festliche Holiday-Kampagne 2025 für das Parfum Imagination [Foto: Peter Langer]
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Above Die exklusive Beauty-Produktlinie von Louis Vuitton wendet ebenfalls regenerative Prinzipien an [Foto: Louis Vuitton]
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Und alles beginnt an der Quelle. Rohstoffe sind für den Großteil der Kohlenstoffemissionen verantwortlich. Diese Realität verlagert den Fokus an den Anfang der Kette und macht die Rohstoffbeschaffung zum entscheidendsten Interventionspunkt. Regenerative Landwirtschaft ist hierbei der Schlüssel: Baumwolle, Wolle, Alkohol — alles lässt sich auf Systeme zurückführen, die das Land entweder ausbeuten oder eben regenerieren können. In einigen Bereichen wird dieser Wandel bereits im großen Stil vollzogen. Alkohol, der für Parfums verwendet wird, ist einer der Wege, die sich schneller umsetzen ließen. “Bis Ende 2026 werden 100 Prozent des in unseren Parfums verwendeten Alkohols aus regenerativer Landwirtschaft stammen. Darauf sind wir außerordentlich stolz”, fasst Christelle zusammen.

Dies ist ein bedeutender Meilenstein, nicht nur wegen des Ergebnisses, sondern auch aufgrund dessen, was er beweist: dass Regeneration ein bloßes Konzept übertreffen und in realem Maßstab funktionieren kann. Die Zahlen sind signifikant. “Die Verwendung von recycelten oder zertifizierten Materialien kann den Emissionsfaktor um 30 bis 80 Prozent senken.” Eine Reduktion, die verdeutlicht, wie gewaltig die Auswirkungen der Materialwahl sind.

Die Umsetzung ist jedoch nicht immer unkompliziert, insbesondere bei Leder, dem Material, das den Kern der Identität des Hauses bildet. Hier weitet sich die Regeneration auf das gesamte Ökosystem aus: Tierschutz, Futterquellen, Abfallwirtschaft bis hin zu den wirtschaftlichen Realitäten der landwirtschaftlichen Betriebe. “Derzeit gibt es noch keine einheitlich anerkannte Zertifizierung für regenerative Landwirtschaft im Bereich Leder, weshalb wir eine eigene entwickeln und eng mit Wissenschaftlern zusammenarbeiten, um diese zu definieren.” In diesem Aspekt fungiert Louis Vuitton als echter Pionier. Der Prozess erfordert Zeit, kollaborative Zusammenarbeit und ist nicht immer von Beginn an makellos. Man kann mit Fug und Recht behaupten, dass Louis Vuitton hier den Weg für die gesamte Branche ebnet.

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Above Natürliche Landschaften und Ökosysteme stehen auf der Schutzagenda von Louis Vuitton durch das Programm Regeneration 2030 [Foto: Louis Vuitton]
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Die unsichtbare Architektur der Nachhaltigkeit

Luxus zieht für gewöhnlich alle Blicke auf sich. Nachhaltigkeit hingegen agiert zunehmend im Hintergrund. Einer der faszinierendsten Momente des Gesprächs entsteht, als Christelle nachdrücklich betont, dass die Kundschaft im Idealfall keinen Unterschied bemerken sollte. “Ich möchte nicht, dass unsere Kunden eine Veränderung wahrnehmen. Unser Versprechen lautet, stets langlebige und begehrenswerte Produkte anzubieten, ganz ohne Kompromisse.”

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Above Eine stilvolle Denim-Jacke mit dem ikonischen Monogramm von Louis Vuitton [Foto: Louis Vuitton]
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Above Die charakteristische Verpackung von Louis Vuitton kommt nun gänzlich ohne Magnete aus [Foto: Louis Vuitton]
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Dieser Ansatz steht im Kontrast zu Bewegungen, die ihren Fortschritt oftmals durch auffällige visuelle Symbole markieren. Bei Louis Vuitton ist die Vorgehensweise wesentlich subtiler. Sie ist tief verankert, anstatt öffentlich zur Schau gestellt zu werden. Sie zeigt sich in Lieferkettenanpassungen, die den Abfall um bis zu 30 Prozent reduzieren. Sie manifestiert sich in der Verlagerung auf den Seeweg, wobei sorgfältig darauf geachtet wird, keine Überproduktion auszulösen. Sie offenbart sich in der Konzeption bioklimatischer Werkstätten, die deutlich energieeffizienter sind. Und sie wird sichtbar in der Nutzung von Lederresten als Strukturverstärkung für Taschen, die für das bloße Auge unsichtbar bleiben.

Diese Bemühungen enden nicht in den Ateliers oder der Lieferkette. Ein Großteil der bedeutendsten Arbeit findet fernab der öffentlichen Wahrnehmung statt, sowohl geografisch als auch konzeptionell. Durch die Zusammenarbeit mit der Organisation “People for Wildlife” in Australien unterstützt Louis Vuitton die Wiederherstellung von einer Million Hektar Biodiversität. “Wir haben im Jahr 2023 gemeinsam mit einer Nichtregierungsorganisation in Australien begonnen, um eine Million Hektar Biodiversität wiederherzustellen. Dabei arbeiten wir eng mit lokalen Gemeinschaften und der indigenen Bevölkerung der Aborigines zusammen, um zu verstehen, wie wir diesen Erholungsprozess bestmöglich unterstützen können.”

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Above Die weiten Naturlandschaften, die im Fokus der Schutzmaßnahmen von Louis Vuitton im Rahmen der Regeneration 2030 stehen [Foto: Louis Vuitton]
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Above Natürliche Ökosysteme gelten als inhärenter Auftrag innerhalb der modernen Luxuspraktiken [Foto: Louis Vuitton]
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Diese geografische Distanz birgt eine subtile Radikalität. Dass ein Pariser Maison, das untrennbar mit Reisegepäck und Entdeckungen verbunden ist, nun in die Regeneration von Ländereien auf der anderen Seite der Welt involviert ist. Doch genau darin liegt die tiefere Logik. Wenn Nachhaltigkeit tatsächlich ein systemischer Ansatz ist, kann sie nicht lokal begrenzt bleiben. Sie muss sich auf die Umgebungen ausweiten, die jene Materialien hervorbringen, welche verwendet werden. Dies ist womöglich die unsichtbarste und zugleich essenziellste Ebene überhaupt.

Beweise statt bloßer Versprechen

Wenn die vergangenen Jahre uns etwas gelehrt haben, dann dies: Die Sprache der Nachhaltigkeit allein reicht nicht mehr aus. Christelle ist sich dessen überaus bewusst. “Dies ist kein bloßes Versprechen. Es ist ein Beweis.”

Die Grenze zwischen der reinen Kommunikation einer Mission und überzogenen Behauptungen wird immer schmaler und unterliegt der strengen Beobachtung der Öffentlichkeit. Aus diesem Grund hat sich Louis Vuitton bewusst in Geduld geübt. Als das Haus im Jahr 2020 seinen Nachhaltigkeitsfahrplan vorstellte, wurden ehrgeizige Ziele definiert. Heute werden handfeste Ergebnisse präsentiert: 98 Prozent der verwendeten Rohstoffe sind recycelt oder zertifiziert, und Einwegplastik in Verpackungen wurde um 90 Prozent reduziert. Ein konkreter und messbarer Fortschritt. “Wir wollten nicht kommunizieren, bevor wir nicht etwas vorweisen konnten, das sich tatsächlich belegen lässt”, bekräftigt sie.

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Above Das nachhaltige L’Oratoire-Atelier von Louis Vuitton in Frankreich [Foto: Louis Vuitton]
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Doch hier dienen die Beweise nicht lediglich der Validierung. Sie verleihen Glaubwürdigkeit — und laden die Klienten dazu ein, sich aktiv zu beteiligen. Nicht nur als passive Konsumenten, sondern als Teil von etwas weitaus Größerem. “Regeneration 2030” ist weit mehr als eine bloße Unternehmensstrategie; es ist ein ganzheitliches Angebot.

Die pure Beständigkeit des Luxus

Nachhaltigkeit wird oft als eine Art Korrekturmaßnahme positioniert — als direkte Reaktion auf übermäßige Produktion. Was Louis Vuitton anbietet, ist jedoch weitaus nuancierter. Im Kern ist Nachhaltigkeit hier nämlich keine Neuheit. Laut Christelle “handelt es sich um Werte, die im Luxussegment schon immer verankert waren.” Es gleicht einer Rückkehr zu jenen Prinzipien, die der Luxus seit jeher für sich beansprucht: herausragende Qualität, Beständigkeit und ein tiefes Verständnis von Werten, die den Moment des bloßen Kaufs weit überdauern. Über allem steht die absolute Ehrfurcht vor dem Rohstoff — ein Aspekt, der für dieses Modehaus stets das Herzstück bilden wird.

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Above Die Jubiläumskampagne zum 130-jährigen Bestehen des ikonischen Monogramms [Foto: Louis Vuitton]
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Was sich jedoch grundlegend gewandelt hat, ist das Maß an Verantwortlichkeit. Diese Prinzipien werden nun präzise gemessen, skaliert, dokumentiert und kontinuierlich optimiert. Das führt uns unweigerlich zu einem zentralen Gedanken zurück: Widerstandsfähigkeit existiert niemals isoliert. Damit etwas dauerhaft bestehen kann, muss das gesamte umliegende Ökosystem in die Betrachtung einfließen — angefangen bei den Rohstoffquellen über die systemischen Abläufe bis hin zu den Menschen und den Produktionsprozessen. Dauerhaftigkeit ist nicht nur eine Frage des Designs, sondern auch des Systems, welches dieses Design erst ermöglicht. “Man kann kein einziges Element isoliert betrachten. Alles ist untrennbar miteinander verbunden.”

In einer Branche, die traditionell auf ständiger Neuerfindung fußt, wirkt dieser Wandel zwar subtil, aber dennoch von enormer Bedeutung. Die Innovation wird fortgesetzt, jedoch mit einem deutlich vertieften Bewusstsein für die tragenden Systeme — auf dass das, was heute erschaffen wird, in der Zukunft auf verantwortungsvolle Weise Bestand haben möge.

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Above Die beeindruckende Fassade der Boutique Louis Vuitton Ginza Namiki [Foto: Daici Ano]
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