Cover Jasmine Ang Chua, Gründerin und CEO der erfolgreichen Beauty-Marke Issy Cosmetics (Foto: Yel Dela Paz)

Von der persönlichen Frustration zur Gründung von Issy Cosmetics: Jasmine Ang Chua erzählt, wie sie globale Schönheitsideale infrage stellte, die Stärke lokaler Marken bewies und durch Kreativität, Storytelling und Gemeinschaft wuchs.

In einer Beauty-Landschaft, die lange Zeit von internationalen Namen dominiert wurde, trat Jasmine Ang Chua an, um zu beweisen, dass eine einheimische Marke dieselbe Begeisterung, Qualität und kreative Raffinesse bieten kann. Als Gründerin und CEO von Issy Cosmetics verwandelte sie eine persönliche Frustration in eine der faszinierendsten modernen Beauty-Marken der Philippinen.

In ihrer Jugend beobachtete Chua, dass viele der begehrtesten Beauty-Labels aus dem Ausland stammten. Issy Cosmetics begann als ihre Antwort auf dieses Ungleichgewicht: Eine Marke von den Philippinen, die in puncto Design und Leistung selbstbewusst neben globalen Konkurrenten bestehen konnte. Dennoch waren die ersten Jahre von der Herausforderung geprägt, unterschätzt zu werden. Kunden davon zu überzeugen, dass ein lokales Label in derselben Liga wie internationale Marken spielt, erforderte höchste Aufmerksamkeit für jedes Detail — von der Produktformulierung bis zur visuellen Identität.

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Interview mit der Issy-Gründerin

Was hat Sie dazu inspiriert, Ihr Unternehmen zu gründen? Gab es eine bestimmte Lücke oder Chance auf dem Markt, die andere übersehen haben?

Issy entstand tatsächlich aus einer persönlichen Frustration heraus. Als ich aufwuchs, kamen die meisten Beauty-Marken, die aufregend oder erstrebenswert erschienen, immer aus dem Ausland. Ich wollte etwas auf den Philippinen aufbauen, das in Bezug auf Qualität, Kreativität und Design mit globalen Marken mithalten kann. Etwas, auf das die Menschen hier wahrhaft stolz sein können.

Was waren in der Anfangszeit die größten Herausforderungen beim Aufbau der Marke?

Die größte Herausforderung bestand darin zu beweisen, dass wir uns auf Augenhöhe mit internationalen Marken befinden. Als lokale Marke wird man anfangs oft unterschätzt. Wir mussten bei jedem Detail noch härter arbeiten, um das Vertrauen der Menschen zu gewinnen.

Was unterscheidet Ihr Unternehmen von den Mitbewerbern?

Für mich ging es bei Issy schon immer um Kreativität und Verbundenheit. Wir bringen nicht einfach nur Produkte auf den Markt — wir kreieren Geschichten, Kampagnen und Erlebnisse um sie herum. Doch letztendlich müssen die Produkte im Alltag der Menschen mühelos funktionieren.

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Können Sie einen entscheidenden Wendepunkt teilen, etwa ein großes Risiko, einen Rückschlag oder einen Durchbruch, der die Richtung oder das Wachstum Ihres Unternehmens maßgeblich verändert hat?

Ein großer Wendepunkt war für mich die Erkenntnis, dass Issy mehr als nur eine Make-up-Marke werden musste. Als wir begannen, stärker in Storytelling, größere Kampagnen und Erlebnisse zu investieren, entwickelte die Marke eine ganz eigene Dynamik.

Wie navigieren Sie durch das sich wandelnde wirtschaftliche, politische und gesellschaftliche Klima?

Der Aufbau einer Marke auf den Philippinen lehrt einen, anpassungsfähig zu sein. Die Dinge sind ständig im Wandel. Es hilft, in der Gemeinschaft verwurzelt zu bleiben und sich auf das zu konzentrieren, was wir kontrollieren können: herausragende Produkte zu kreieren und die Marke kreativ weiter voranzutreiben.

Wenn Sie auf das Jahr 2026 blicken, wie lautet Ihre langfristige Vision für das Unternehmen?

Ich möchte, dass Issy weiterhin zu einer Marke heranwächst, mit der sich die Menschen über das reine Make-up hinaus verbunden fühlen. Beauty wird immer das Herzstück bleiben, aber ich freue mich darauf, in Erlebnisse und Räume zu expandieren, in denen die Menschen auf neue Art und Weise mit der Marke interagieren können.

Gibt es berufliche oder persönliche Meilensteine der letzten 24 Monate, die Sie besonders hervorheben möchten?

Die vergangenen zwei Jahre waren eine Phase enormen Wachstums. Wir sind in den Parfummarkt eingestiegen, haben uns durch größere Kampagnen kreativ selbst herausgefordert und die Gemeinschaft rund um die Marke gestärkt. Auf persönlicher Ebene hat mich dies auch als Gründerin und Führungspersönlichkeit enorm wachsen lassen.


Im Rahmen der Feierlichkeiten zum 25-jährigen Jubiläum von Tatler ehren wir 25 Unternehmerinnen und Unternehmer, deren Einfallsreichtum, Resilienz und Zielstrebigkeit die philippinische Unternehmenslandschaft neu gestalten. Viele von ihnen haben klein angefangen, doch ihre Entschlossenheit und Innovationskraft haben ihnen wohlverdiente Anerkennung eingebracht. Angetrieben von dem Wunsch, das Leben der philippinischen Bevölkerung zu verbessern, setzen sie neue Maßstäbe für den Erfolg.

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Photography: Yel Dela Paz

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