Von botanischen Brasserien bis zu Bistros mit Vinyl-Sound: Entdecken Sie die kuratierte Welt von Rikas Hospitality und vier Dubai-Hotspots, die Sie jetzt buchen sollten.
In einer Stadt, die sich mit schwindelerregender Geschwindigkeit wandelt, bleibt Rizwan Kassim, der Gründer der Hospitality-Gruppe Rikas, einer ihrer bedachtesten Gestalter. Der Pariser Unternehmer kam vor über einem Jahrzehnt mit einer einzigen, vielleicht etwas eigensinnigen Vision nach Dubai: den Geist der Gastronomie der Rue Saint-Honoré in die Wüste zu bringen.
Es war jedoch kein Erfolg über Nacht. Kassim verbrachte bekanntermaßen zwei Jahre damit, sich durch die Komplexität der lokalen Vermieter zu navigieren, bevor er 2015 das La Cantine du Faubourg eröffnete. Am Eröffnungsabend, als das Budget bis zum Äußersten strapaziert war, entschied er sich für den Start am Geburtstag seiner Tochter – ein Wagnis auf Familie und Intuition, das die Rikas Hospitality Group begründete.
Heute ist Rikas eine treibende Kraft mit über 16 Konzepten, bewahrt sich jedoch die Intimität eines familiengeführten Herzensprojekts.
In Kassims Augen ist Dubai das ultimative Drehkreuz; ein Ort, an dem man in den VAE aufwachen, aber im Osaka der Shōwa-Ära oder einer sonnendurchfluteten slawischen Villa speisen kann. Für den anspruchsvollen Gast beweist Rikas, dass zwar französische Technik das Rückgrat der Gruppe bildet, ihr Herz jedoch global schlägt – was es ermöglicht, sich kulinarisch um die Welt zu essen, ohne jemals „das 04“ zu verlassen. Hier sind unsere Favoriten.

Above Im Mimi Kakushi flirten östliche Traditionen mit westlichem Dekor

Above Die Bar bietet eine beeindruckende Cocktailkarte – wir empfehlen den Shadrach Martini
Mimi Kakushi: Das Osaka der 1920er Jahre – neu definiert
Ausgestattet mit dunklen Hölzern, Buntglas und tropischen Pflanzen ist das Mimi Kakushi im Four Seasons Resort am Jumeirah Beach ein Tor in das „Jazz Age“ des Japans der 1920er Jahre. Der Raum erzählt von einer Zeit, als östliche Traditionen erstmals mit dem westlichen Art Déco liebäugelten. Es ist ein Favorit der kreativen Szene der Stadt, die mittwochs zu den Minami Jazz Nights strömt, wo Live-Saxophonisten mit dem Klirren der Cocktailgläser konkurrieren.
Das kulinarische Angebot unter der Leitung von Chefkoch Gilles Bosquet bewegt sich vom traditionellen Sushi hin zu einer „Fun-Dining“-Fusion der japanischen Küche. Die Gyoza mit Wagyu und Gänseleber an Trüffelbutter sind eine Übung in purer Dekadenz, während das Kagoshima Wagyu Beef Donabe – reichhaltig, rauchig und zutiefst wohltuend – der ultimative Klassiker für den Power-Lunch ist.
Tatler Tipp: Bitten Sie um einen Tisch in der Nähe des Live-Jazz-Ensembles und kombinieren Sie Ihr Essen mit dem Shadrach Martini, der bei kühlen -20 °C als perfekter Gaumenreiniger serviert wird.

Above Die atemberaubende Kulisse am Pool des Maison Revka lädt zum Verweilen ein

Above Das Restaurant spezialisiert sich auf ein seltenes Genre: High-Society Soul Food slawischer Art
Maison Revka: Die slawische Seele des Delano
Das Maison Revka im Delano Dubai, ausgezeichnet mit dem Tatler Best Restaurant Design Award bei den Tatler Best of Middle East Awards 2025, hebt sich dramatisch von den minimalistischen Trends der Stadt ab. Entworfen, um an ein slawisches Herrenhaus zu erinnern, ist es ein Wandteppich aus rotem Samt, Kristallkronleuchtern und einem Glasdach, das wie eine „Kathedrale des Lichts“ wirkt. Hier zieht sich die gesellschaftliche Elite in private Cabanas am Pool zurück, bevor sie sich zu einem theatralischen Abendessen ins Innere begibt.
Das Menü ist eine seltene Entdeckung: High-Society „Soul Food“ mit slawischer Note. Erwarten Sie eine Auswahl exquisiter Kaviersorten, serviert mit warmen Blinis, und den charakteristischen Räucherlachs „Revka“, der am Tisch tranchiert wird. Der Abend endet mit den legendären, wolkenleichten Pavlovas, serviert in einem Raum, der sich wie ein gemeinsames Geheimnis der weitgereisten Weltbürger anfühlt.
Tatler Tipp: Buchen Sie eine der drei exklusiven Pool-Cabanas mit privaten Tauchbecken für einen Übergang vom Tag zur Nacht, der sich wahrlich nach Côte d'Azur anfühlt.

Above Eugene Eugene präsentiert sich als üppiges Refugium inmitten von Dubai

Above Die Speisekarte ehrt Klassiker, die man am besten im Licht des Sonnenuntergangs genießt
Eugene Eugene: Brasserie als botanischer Garten
Anlässlich seines zweiten Jubiläums im Kempinski hat sich das Eugene Eugene zu einem der schicksten Rückzugsorte der Stadt entwickelt. Inspiriert von Pariser Orangerien, ist es ein gläsernes Gewächshaus voller üppigem Grün und Marmor. Es ist der Ort zum „Sehen und Gesehenwerden“ für einen raffinierten Business-Lunch oder einen entspannten Sonntagsbrunch.
Unter Chefkoch Giuseppe Pezzella ehrt die Speisekarte die Klassiker: Das Cordon Bleu Deluxe ist ein nostalgischer Triumph, und das Rote-Thunfisch-Tartar mit Wassermelonen-Gazpacho bietet einen erfrischenden Kontrapunkt zur Wüstenhitze. Es ist eine Meisterklasse in „L'art de vivre“.
Tatler Tipp: Fragen Sie während der Goldenen Stunde nach einem Platz im Gewächshaus-Bereich. Das natürliche Licht ist unvergleichlich für alle, die die Ästhetik ebenso schätzen wie die Vorspeisen.

Above Das Chez Wam empfängt Gäste einladend, schick und entspannt zugleich

Above Die Küche ist elegant und doch wohltuend, was sie besonders zugänglich macht
Chez Wam: Die persönliche Einladung eines Chefkochs
Der Name ist eine Anspielung auf „Chez Moi“ (französischer Slang für „bei mir“), und es fühlt sich wahrlich an wie das private Zuhause eines sehr coolen Freundes – eines Freundes, der zufällig ein Chefkoch mit Michelin-Erfahrung ist.
Chefkoch Hadrien Villedieu hat hier alles kuratiert, von der Playlist bis zu den „French Touch“-DJ-Sets am Donnerstagabend. Das Essen ist lässig und rhythmisch: Der frittierte Camembert mit schwarzem Knoblauch hat Kultstatus erreicht, und die Ravioli mit Entenconfit sind eine Hommage an Villedieus französische Herkunft. Mit einem Purple Rain Cocktail in der Hand und 80er-Jahre R&B aus den Lautsprechern ist dies der perfekte Abschluss der Rikas-Weltreise.
Tatler Tipp: Sichern Sie sich einen Platz am „Chef's Table“ mit sechs Sitzen für eine 11-Gänge-Reise, die sich wie eine intime Dinnerparty anfühlt, die von Villedieu persönlich ausgerichtet wird.




