Das Proscenium Theater im Rockwell Center in Makati war am 30. Mai bis auf den letzten Platz gefüllt, als das MSO sein ausverkauftes Galakonzert präsentierte.
Der Abend unter dem Titel From Mozart to Mahler war das zweite Konzert des MSO in seiner hundertjährigen Geschichte. Die Aufführung unterstrich nicht nur die künstlerische Exzellenz, sondern markierte auch einen historischen kulturellen Austausch anlässlich des 80. Jubiläums der philippinisch-österreichischen diplomatischen Beziehungen. Das MSO bewies erneut, warum es zu den bedeutendsten Institutionen der klassischen Musik zählt.
Vor Konzertbeginn stimmte eine achtminütige Dokumentation von J C Jose das Publikum auf die bewegte 100-jährige Geschichte des MSO ein. Die Entwicklung des Orchesters ist eng mit Österreich verknüpft, angefangen bei den Gründungsjahren unter dem Wiener Dirigenten Alexander Lippay von 1926 bis 1939. Diese österreichische Verbindung blieb essenziell für die Identität des MSO, das während des Zweiten Weltkriegs unter der couragierten Leitung des österreichischen Dirigenten Herbert Zipper zum Symbol kulturellen Widerstands wurde.
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Above Das MSO gemeinsam mit Mitgliedern des Manila Symphony Junior Orchestra und des UST Symphony Orchestra (Foto: Yan Caringal)
Dieser Meilenstein, präsentiert von Standard Insurance und EastWest Bank, wurde in Partnerschaft mit der österreichischen Botschaft in Manila und dem UST Conservatory of Music organisiert. Er würdigt ein Vermächtnis, das durch die universelle Sprache der Musik Brücken zwischen zwei Nationen schlägt, wobei das MSO als zentraler kultureller Akteur fungiert.
Das Konzert kombinierte zwei monumentale Werke der Klassik und Romantik, beginnend mit Wolfgang Amadeus Mozarts Sinfonia Concertante für Violine, Viola und Orchester in Es-Dur, KV 364. Der Geiger Emanuel John Villarin und der Bratschist Christian Wrona boten eine atemberaubende Darbietung, welche den komplexen Dialog der Instrumente zum Leben erweckte.
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Above Maan Hontiveros, Präsidentin der Manila Symphony Orchestra Foundation, Inc (Foto: Yan Caringal)
Villarin, ein 22-jähriger Standard Insurance-Stipendiat, der derzeit an der Hochschule für Musik Hanns Eisler in Berlin studiert, ist eines der vielen Talente, die aus den Ausbildungsprogrammen des MSO hervorgegangen sind. An seiner Seite lieferte Wrona, ein internationaler Kammermusiker und ebenfalls Absolvent der renommierten Berliner Institution, den perfekten künstlerischen Gegenpart.
Die Interpretation des Stücks war ein Meisterkurs in musikalischer Ausgewogenheit. Wie Crystal Rodis-Concepcion im Programmheft anmerkte, wird Mozarts Komposition für den meisterhaften Einsatz timbraler Kontraste gefeiert, bei dem der helle, strahlende Klang der Violine auf die dunkleren, satteren Töne der Bratsche trifft. Besonders im zweiten Satz glänzten die Solisten und gestalteten das Andante als lyrisches, opernhaftes Duett, das Mozarts unvergleichliches Gespür für Melodien unterstrich.

Above Margit Loidolt, Geschäftsträgerin der österreichischen Botschaft in Manila (Foto: Yan Caringal)
Für den zweiten Teil des Abends wuchs das MSO gemeinsam mit ausgewählten Mitgliedern des UST Symphony Orchestra zu einem Klangkörper an. Unter der versierten Leitung des Gastdirigenten Joshua Dos Santos, einem venezolanischen Protegé von Maestro José Antonio Abreu und Produkt des berühmten “El Sistema”, interpretierte das Ensemble Gustav Mahlers monumentale Symphonie Nr. 1 in D-Dur, auch bekannt als Titan, was die Vielseitigkeit des MSO eindrucksvoll zur Schau stellte.
Mahlers Werk ist historisch bedeutsam, da es die Romantik des 19. Jahrhunderts mit der Moderne des frühen 20. Jahrhunderts verbindet und die Tonalität an ihre Grenzen führt. Dos Santos und das MSO meisterten die dynamische Reise der Symphonie gekonnt und navigierten nahtlos vom naturinspirierten Erwachen bis zur unheimlichen Moll-Variante des Kinderliedes Frère Jacques im dritten Satz.

Above National Artist for Music Dr. Ramon Santos inmitten der Zuschauer (Foto: Yan Caringal)
Das große Finale wurde mit erhabener Intensität vollzogen, die Mahlers Vision eines “Blitzstrahls aus einer dunklen Wolke” widerspiegelte und in einer triumphalen Auflösung gipfelte. Das einstündige Meisterwerk erntete stehende Ovationen und begeisterte das Publikum nachhaltig, wobei das MSO einmal mehr seine herausragende Qualität bestätigte.
Über die musikalische Darbietung hinaus unterstrich die Gala die fortwährende Mission der Manila Symphony Orchestra Foundation, philippinische Musiker durch Bildung und internationale Zusammenarbeit zu fördern und zu unterstützen.
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Above Der Vorhangruf bei “From Mozart to Mahler” (Foto: Yan Caringal)
In ihren Ehrenreden fasste Maan Hontiveros, Präsidentin der MSO Foundation Inc, den Geist der Dankbarkeit zusammen, der den Abend prägte. Sie betonte vor dem ausverkauften Saal: “Während wir das hundertjährige Jubiläum des MSO feiern, sind wir unseren Unterstützern, Partnern, Stipendiaten und allen, die an die vitale Rolle der Musik glauben, zutiefst dankbar.”
Mit diesem unvergesslichen Auftritt zahlte das MSO seinem österreichisch geprägten Erbe Tribut und bewies gleichzeitig, dass das Herz des Ensembles stärker denn je für die nächste musikalische Ära schlägt.
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