Die abendfüllende Weltpremiere von “Paquita” durch Lisa Macuja-Elizalde verleiht dem klassischen Ballett-Meisterwerk neues Leben und bietet ein fesselndes, emotionales Narrativ voller Liebe und Identität.
Die erste abendfüllende Inszenierung von Paquita durch Ballet Manila feierte im Rahmen ihrer exklusiven Gala am 18. Juni Premiere und wurde bis zum 21. Juni aufgeführt. Die von der künstlerischen Leiterin und CEO des Ensembles, Lisa Macuja-Elizalde, choreografierte Produktion erweitert die traditionellen Auszüge des klassischen Balletts “Paquita” fachmännisch in zwei Akten. Macuja-Elizalde integriert Elemente der Originalchoreografien von Pierre Malavergne, Joseph Mazilier und Marius Petipa, während sie gleichzeitig eine eigene narrative Struktur einführt, um den Charakteren mehr Tiefe zu verleihen. Das Ergebnis unterstreicht ihren meisterhaften Blick als Choreografin und Regisseurin in diesem beeindruckenden “Paquita”-Stück.
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Above Abigail Oliveiro in der Rolle der Paquita bei Ballet Manila (Foto: Konrad Ong)
Das Ballett erforscht die Reise von Paquita, einer jungen Frau, die von Zigeunern aufgezogen wurde und ihr wahres adliges Erbe entdeckt. Die Geschichte beginnt mit einem neu hinzugefügten Prolog, untermalt von Orchestrierungen von Kevin Galie, und beleuchtet die Tragik ihrer Entführung. Die Handlung verlagert sich dann in die Zeit der französischen Besetzung Spaniens, wo sie auf den französischen Offizier Lucien D’Hervilly trifft. Im Zentrum steht ein Liebesdreieck zwischen ihr, Lucien und dem Zigeuneranführer Iñigo, das durch einen vom spanischen Gouverneur Don Lopez de Mendoza inszenierten Mordkomplott weiter verkompliziert wird. Bei dieser Interpretation von “Paquita” wird deutlich, wie kunstvoll die Geschichte verwoben ist.
Über ihre kreative Vision für das Stück reflektierend, teilte Macuja-Elizalde ihre lebenslange Faszination für die Protagonistin. “Ich war mein Leben lang von der Geschichte hinter Paquita fasziniert”, bemerkte sie und erinnerte an ihre umfangreiche Erfahrung in der Interpretation der berühmten Auszüge. “Ich verstand ihre Geschichte erst richtig, als ich beschloss, das erste abendfüllende Ballett ‘Paquita’ als Teil der PRIMA-Saison von Ballet Manila zu präsentieren.”
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Above Das Ensemble von “Paquita” bestehend aus Tänzern von Ballet Manila (Foto: Konrad Ong)
Um die Handlung zugänglicher zu gestalten, erläuterte Macuja-Elizalde die Charakterdynamik. “Wie ich es bei der Neu-Choreografie von Klassikern handhabe, habe ich alle Rollen, die zuvor nur Pantomime waren, in Tanzrollen umgewandelt.” Sie betonte die Wichtigkeit der Klarheit für ein modernes Publikum: “Ich wollte, dass die Geschichte für Zuschauer ohne Vorkenntnisse über ‘Paquita’ verständlich ist. Ich wollte nicht, dass das Publikum raten muss.”
Ihre Vision positioniert das Ballett als erhebende Erzählung: “Ich sah ‘Paquita’ schon immer als ein fröhliches Gegenstück zu Giselle — denn am Ende wird sie auserwählt und heiratet den Adligen, obwohl sie dachte, dies sei aufgrund ihrer bäuerlichen Herkunft unmöglich.”
Während der Gala dominierte Abigail Oliveiro als Paquita die Bühne. Sie überzeugte durch bemerkenswerte Klarheit in ihrer Pantomime und Ausdrucksstärke, wodurch das Publikum ihrer emotionalen Entwicklung mühelos folgen konnte. An ihrer Seite erweckte Mark Sumaylo die Rolle des Lucien zum Leben. Die Chemie zwischen Oliveiro und Sumaylo war spürbar und verankerte die zentrale Romanze glaubhaft. Alternierend traten Shamira Drapete und Jos David Andes auf.
Above Eine eindrucksvolle Szene aus Ballet Manilas Inszenierung von “Paquita” (Foto: Konrad Ong)
Auch die Nebendarsteller lieferten überzeugende Leistungen. Ein besonderes Highlight war Martin Lawrence, der einen denkwürdigen Gastauftritt als Vater im Prolog hatte. Romeo Peralta zog als Zigeuneranführer Iñigo die Blicke auf sich. Peralta begegnete der physisch anspruchsvollen Rolle mit explosiver Energie und vermittelte die Volatilität des Antagonisten wirkungsvoll. Diese Darbietung trug maßgeblich zum Erfolg von “Paquita” bei.
Die Produktion wurde durch die Einspielung des Evergreen Symphony Orchestra unter der Leitung von Kevin Galie bereichert. Insgesamt bewiesen alle Tänzer von Ballet Manila Meisterschaft in Technik und Ausdauer. Diese Hingabe machte das große Finale der “Paquita”-Vorstellung zum choreografischen Höhepunkt, bei dem alle Akteure mit ansteckender Energie und Anmut glänzten.
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