Entdecken Sie die Werke, die den scharfen, neugierigen und schonungslos ehrlichen Blick von Anthony Bourdain auf die Welt prägten — von noir-Romanen bis hin zu den “anthony bourdain”-Favoriten.
Wenn Sie Anthony Bourdain jemals dabei zugesehen haben, wie er sich durch eine Stadt kostete, sich mit Fremden an einer Bar unterhielt oder die romantisierte Fassade eines Reiseziels demontierte, wissen Sie bereits, dass ihn polierte Hochglanzgeschichten nie interessierten. Dieser Instinkt prägte auch seine Lektüre.
Lange bevor er weltberühmt wurde, war Bourdain ein besessener Leser, der von schnörkelloser Prosa, schwarzem Humor, moralischer Vieldeutigkeit und Autoren angezogen wurde, die keine Angst hatten, die weniger glanzvollen Seiten des Lebens genau zu betrachten. Sein literarischer Geschmack reichte von Noir-Romanen und klassischem Journalismus bis hin zu Biografien komplizierter, oft zutiefst fehlerhafter Persönlichkeiten. Was sie verband, war die Weigerung, die Realität für den Leser zu schönen. Es waren Bücher, die sich mit Härte, Widersprüchen und unbequemen Wahrheiten befassten — jene Eigenschaften, die Bourdains eigenes Schreiben und seine Fernsehsendungen so fesselnd machten.
Ein Blick auf die Werke, die er liebte, gewährt einen Einblick in die Einflüsse hinter seinem berühmten “anthony bourdain”-Blick auf die Welt, der so scharf, neugierig und schonungslos klar war.
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Die 10 Bücher auf einen Blick
“Fear and Loathing in Las Vegas” von Hunter S. Thompson
“Junky” von William S. Burroughs
“The Quiet American” von Graham Greene
“Essays” von George Orwell
“Between Meals: An Appetite For Paris” von A.J. Liebling
“How to Live, Or, A Life of Montaigne in One Question and Twenty Attempts at an Answer” von Sarah Bakewell
“The White Album” von Joan Didion
“True Grit” von Charles Portis
“The Friends of Eddie Coyle” von George V. Higgins
“Crash” von J.G. Ballard
1. “Fear and Loathing in Las Vegas” von Hunter S. Thompson — ein Werk, das Anthony Bourdain maßgeblich beeinflusste.

Above Das Cover von “Fear and Loathing in Las Vegas” von Hunter S. Thompson (Foto: Harper Perennial)
Der Klassiker von Hunter S. Thompson aus dem Jahr 1971 dokumentiert eine drogeninduzierte Reise durch die Wüste von Nevada unter dem Deckmantel, ein Motorradrennen zu berichten. Der Text begründete den Gonzo-Journalismus und verband subjektives Erleben mit Kulturkritik, um den Niedergang der Gegenkultur der 1960er Jahre festzuhalten. Sein Einfluss zeigt sich direkt in der rhythmischen, kinetischen Prosastilistik von Anthony Bourdain.
2. “Junky” von William S. Burroughs

Above Die Ausgabe von “Junky” von William S. Burroughs (Foto: Penguin Classics)
Dieser 1953 veröffentlichte, semi-autobiografische Roman bietet einen schonungslosen Bericht über die Heroinsucht im Amerika und Mexiko der Mitte des Jahrhunderts. Burroughs verzichtet auf eine Moralisierung und entscheidet sich stattdessen dafür, die tägliche Logistik, die Umgangssprache und die Untergrundökonomie der Sucht zu katalogisieren. Die klinische Distanz und das Thema korrespondierten mit Bourdains eigenen Erfahrungen aus seiner frühen Karriere.
3. “The Quiet American” von Graham Greene

Above Der Roman “The Quiet American” von Graham Greene (Foto: Vintage Classics)
Angesiedelt im Vietnam der 1950er Jahre während des Ersten Indochinakriegs, kontrastiert Greenes Roman einen zynischen britischen Journalisten mit einem idealistischen amerikanischen Geheimdienstoffizier. Die Erzählung kritisiert ausländische Interventionen und die unbeabsichtigten Folgen eines fehlgeleiteten politischen Idealismus. Es blieb ein grundlegender Text für Bourdain auf seinen häufigen Reisen durch Südostasien.
4. “Essays” von George Orwell — ein Werk, das die journalistische Präzision von Anthony Bourdain formte.

Above Die Essay-Sammlung von George Orwell (Foto: Penguin Classics)
Diese Sammlung versammelt Orwells beste Sachbücher, darunter Stücke über Politik, Sprache und soziale Bedingungen. Orwells Beharren auf einfacher Sprache, direkter Beobachtung und struktureller Ehrlichkeit diente als Hauptvorbild für Bourdains eigene Sachbücher.
5. “Between Meals: An Appetite For Paris” von A.J. Liebling

Above A.J. Lieblings Meisterwerk “Between Meals: An Appetite For Paris” (Foto: Penguin Classics)
Lieblings Memoiren schildern seine Zeit als Student im Paris der 1920er Jahre und konzentrieren sich ganz auf die Kunst des Essens, Trinkens und Beobachtens des städtischen Lebens. Die Prosa erfasst französische kulinarische Traditionen ohne Prätention und machte das Werk zu einem grundlegenden Einfluss auf das moderne Food-Writing.
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6. “How to Live” von Sarah Bakewell

Above Das Buch “How to Live” über Montaigne von Sarah Bakewell (Foto: Vintage)
Bakewells Biografie erforscht das Leben und die Essays des Philosophen Michel de Montaigne aus dem 16. Jahrhundert. Strukturiert um praktische Fragen zur Existenz, untersucht das Buch Montaignes humanistischen Ansatz zum täglichen Leben, zur Neugier und zum Skeptizismus.
7. “The White Album” von Joan Didion

Above Die Essay-Sammlung “The White Album” von Joan Didion (Foto: Fourth Estate)
Didions Essay-Sammlung aus dem Jahr 1979 fängt die Fragmentierung und Paranoia Kaliforniens in den späten 1960er Jahren ein. Ihre knappe, präzise Reportage behandelt Ereignisse wie die Manson-Prozesse und die Black-Panther-Bewegung und dient als Meisterkurs in kultureller Beobachtung.
8. “True Grit” von Charles Portis

Above Der Roman “True Grit” von Charles Portis (Foto: Bloomsbury)
Portis' Roman von 1968 folgt Mattie Ross, die mit Hilfe des US-Marshals Rooster Cogburn Rache für den Mord an ihrem Vater sucht. Bekannt für seine authentische Dialogführung des 19. Jahrhunderts und seinen trockenen Humor, ist das Buch ein makelloses Stück amerikanischer Erzählkunst.
9. “The Friends of Eddie Coyle” von George V. Higgins

Above Die Buchausgabe von “The Friends of Eddie Coyle” (Foto: Orion)
Higgins' Debüt-Krimireihe schildert die trostlose Realität kleiner Bostoner Krimineller. Fast vollständig in rauen, phonetisch akkuraten Dialogen verfasst, entzieht es dem organisierten Verbrechen die Romantik, die ihm in der Fiktion oft zugeschrieben wird.
10. “Crash” von J.G. Ballard

Above Das umstrittene Werk “Crash” von J.G. Ballard (Foto: Harper Perennial)
Ballards kontroverser Roman von 1973 untersucht die erotische Obsession mit Autounfällen. Die Erzählung dient als extreme Erkundung dessen, wie Technologie die menschliche Psychologie und das körperliche Verlangen verändert — ein Thema, das “anthony bourdain” faszinierte.




