Envisioned as a retiree’s forever home, the semi-detached house by RT+Q Architects is designed for ease of maintenance, mobility and tranquillity
Cover Das Teezimmer in dieser Doppelhaushälfte von RT+Q Architects ist mit japanischem Feingefühl gestaltet, samt Tatami-Böden, Shoji-Schirmen und dem Duft von Holz
Envisioned as a retiree’s forever home, the semi-detached house by RT+Q Architects is designed for ease of maintenance, mobility and tranquillity

Diese von RT+Q Architects entworfene Doppelhaushälfte, auch “House of Voids” genannt, vereint auf einem kompakten Grundstück zahlreiche Wohnideen und ein japanisches Teezimmer.

Japan bleibt für viele Singapurer, die von dessen Kultur und Ritualen fasziniert sind, ein überaus beliebtes Reiseziel. Der Eigentümer dieser Residenz in Singapur wollte die traditionelle japanische Teezeremonie nicht nur im Urlaub erleben, sondern auch in seinem Alltag zu Hause.

Als er daher RT+Q Architects mit der Gestaltung seiner Doppelhaushälfte beauftragte, äußerte er den ausdrücklichen Wunsch nach einem Teezimmer. “Der Raum selbst duftet herrlich nach Holz”, erklärt der Architekt Allan Tongol, der an dem Projekt mitwirkte. “Dieser japanisch inspirierte Raum besticht durch eine Holzdecke, Massivholzschränke und traditionelle Shoji-Schirme.”

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Tatler Asia
The tearoom, located in the attic, opens to a terrace so the owner feels at one with the outdoors
Above Das Teezimmer im Dachgeschoss öffnet sich zu einer Terrasse, sodass sich der Eigentümer im Einklang mit der Natur fühlt
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A peek at the tearoom
Above Ein faszinierender Blick in das elegant gestaltete Teezimmer
The tearoom, located in the attic, opens to a terrace so the owner feels at one with the outdoors
A peek at the tearoom

Zudem diene der Raum weder reinen Repräsentationszwecken noch der Unterhaltung von Gästen, fügt Tongol hinzu. “Der Eigentümer nutzt das Teezimmer tatsächlich auf traditionelle Weise; er bereitet den Tee mit seiner Sammlung traditioneller Kannen, Tassen und weiteren Utensilien sorgfältig zu.” Das Teezimmer befindet sich im Dachgeschoss des Hauses, oberhalb von drei Ebenen. Die Shoji-Schirme lassen sich zu einer Terrasse öffnen, sodass der Eigentümer eine harmonische Verbindung zur Natur erfährt.

Angesichts der Lage im obersten Teil der Doppelhaushälfte wirkt das Erreichen dieses Teezimmers — oder Tatami-Raums — wie die Ankunft an einem Ort der Kontemplation und des Rückzugs. Er liegt verborgen vor der Straße am hinteren Ende des Grundstücks. Der Eigentümer selbst ist ein pensionierter Architekt und hatte RT+Q Architects bereits mit dem Entwurf seines vorherigen Zuhauses betraut.

Tatler Asia
This front view of the house showcases its gridded facade, which serves as a brise soleil—literally a “sun-breaker”—screening the abode from the harshest sunlight
Above Die Vorderansicht des Hauses präsentiert eine gitterartige Fassade, die als Brise-Soleil dient und das Anwesen vor intensiver Sonneneinstrahlung schützt
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The ground floor is expressed as a sort of void deck
Above Das Erdgeschoss ist raffiniert als eine Art “Void Deck” gestaltet worden
This front view of the house showcases its gridded facade, which serves as a brise soleil—literally a “sun-breaker”—screening the abode from the harshest sunlight
The ground floor is expressed as a sort of void deck

Dieses neue, etwa 790 Quadratmeter große Anwesen besticht durch eine gerasterte Fassade, die einen modernen und funktionalen Ausdruck vermittelt. Tongol beschreibt sie als “tropisches, sonnenschützendes Beton-Brise-Soleil, das das Haus vor der Hitze bewahrt”. Dieses architektonische Element ist mit besonderer Tiefe gestaltet, um dem Innenraum ausreichend Schatten zu spenden.

Der Betonschirm bildet die Fassade für einen doppelhohen Balkon, der dem Familienzimmer in der ersten Etage und dem Arbeitszimmer in der zweiten Etage vorgelagert ist. Tongol erklärt, dass dies nicht nur als Puffer zwischen den Außen- und Innenbereichen fungiert, sondern den Innenräumen zudem “ein gewisses Maß an Privatsphäre verleiht”.

Tatler Asia
The living room offers views of the lap pool from the comfort of the indoors
Above Vom komfortablen Wohnzimmer aus genießt man einen herrlichen Blick auf den eleganten Lap-Pool
The living room offers views of the lap pool from the comfort of the indoors

Das Projekt trägt den Namen “House of Voids”, da die horizontalen und vertikalen Freiräume in den Schnitten und Grundrissen des Hauses eine zentrale Rolle spielen. Das Erdgeschoss ist als eine Art “Void Deck” konzipiert — ein großzügiges architektonisches Merkmal für Häuser im flächenarmen Singapur. Dem Grundriss zufolge betritt man das Haus, indem man nach dem Carport an einem halbüberdachten Swimmingpool vorbeigeht. Das Wohnzimmer öffnet sich zum Blick auf dieses Gewässer, das mit der dahinter liegenden Wirtschaftsküche verbunden ist.

Tatler Asia
A multi-level void connects the rooms across floors
Above Ein mehrstöckiger Freiraum verbindet die verschiedenen Zimmer über alle Etagen hinweg nahtlos miteinander
A multi-level void connects the rooms across floors

Die Hauptküche und das Esszimmer befinden sich in der ersten Etage und sind vom vorderen Familienzimmer durch ein dreistöckiges Atrium getrennt. Dieses verbindet den geselligen Bereich mit dem darüber liegenden Arbeitszimmer und einem Schlafzimmer sowie dem Hauptschlafzimmer mit eigenem Bad im Dachgeschoss. Dort finden sich auch das erwähnte Teezimmer sowie großzügige Balkone auf der Vorder- und Rückseite.

Tongol verrät, dass bei diesem Projekt die Herausforderungen einer begrenzten Grundstücksgröße und komplexer Anforderungen gemeistert wurden. Hinzu kamen strenge Grenzabstände und die Vorschrift einer maximalen Gebäudehöhe auf einem nach Osten und Westen ausgerichteten Grundstück. “Die Herausforderung für uns bestand darin, die vom Eigentümer gewünschten Räume in dieser beeindruckenden Doppelhaushälfte zu schaffen und zu optimieren, während wir gleichzeitig die Auswirkungen der tropischen Hitze auf das Gebäude berücksichtigten”, kommentiert er.

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Envisioned as a retiree’s forever home, the house is designed for ease of maintenance, mobility and tranquillity, as seen in this living room with convenient access to the lift and stairwell along the party wall
Above Als dauerhafter Ruhesitz konzipiert, ist das Haus auf Pflegeleichtigkeit, Mobilität und absolute Ruhe ausgelegt, wie das Wohnzimmer mit bequemem Zugang zum Aufzug zeigt
Envisioned as a retiree’s forever home, the house is designed for ease of maintenance, mobility and tranquillity, as seen in this living room with convenient access to the lift and stairwell along the party wall

Die Freiräume im Haus tragen dazu bei, ein Gefühl der Kontinuität zu schaffen und die Sichtlinien sowohl durch das Haus als auch in die umgebende Natur zu erweitern. Das bedeutet, dass die Immobilie trotz der vielen Räume keineswegs starr oder isoliert wirkt.

Funktionale Elemente und Einrichtungen wie Treppe und Aufzug sind in einem klaren, linearen Layout entlang der Brandmauer angeordnet, die mit dem Nachbarhaus geteilt wird. In der zweiten Etage sind zudem ein kleineres Arbeitszimmer und ein Yogaraum in diesen Bereich integriert. Im Dachgeschoss reihen sich ein kleines Lesezimmer und ein Whirlpool harmonisch an die Treppe.

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Strategic architectural openings lend themselves to poetic shadow play, as seen here in the pool area
Above Strategische architektonische Öffnungen sorgen für ein geradezu poetisches Schattenspiel im exquisiten Poolbereich
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A top-down view of the lap pool
Above Ein beeindruckender Blick von oben auf den luxuriösen Lap-Pool
Strategic architectural openings lend themselves to poetic shadow play, as seen here in the pool area
A top-down view of the lap pool

Beim Rundgang durch diese exquisit gestaltete Doppelhaushälfte entdeckt man zudem zahlreiche faszinierende Überraschungen. So bietet sich beispielsweise vom Hauptbadezimmer und -schlafzimmer im Dachgeschoss ein reizvoller Blick hinab auf kleine Pflanzgefäße und den Swimmingpool im Erdgeschoss.

Da der Pool nicht an der Seite des Hauses, sondern vor dem Wohnzimmer platziert ist, profitiert er von einer größeren Breite; zudem verleiht er dem Wohnraum einen beruhigenden Blick auf das Wasser. Am Ende wurden durchdacht Wände eingezogen, um den Carport optisch elegant abzuschirmen.

Tatler Asia
Sunlight streaming in through one of the home’s many strategic architectural openings
Above Das Sonnenlicht strömt durch eine der vielen raffinierten architektonischen Öffnungen des luxuriösen Hauses
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Mirrored surfaces and mosaic tiles make for a stunning powder room
Above Spiegelnde Oberflächen und edle Mosaikfliesen verwandeln das Gäste-WC in einen wahren Blickfang
Sunlight streaming in through one of the home’s many strategic architectural openings
Mirrored surfaces and mosaic tiles make for a stunning powder room

In diesem “Void Deck” sind die Säulen als schlanke Pfeiler ausgeführt, und ein Zwischenraum zwischen dem Carport und der Hauptdecke schafft eine zusätzliche Öffnung, durch die Licht und eine sanfte Brise eindringen können. Ein kleiner Abstellraum wurde in einer abgerundeten Betonform in diesen Bereich integriert und von Pflanzgefäßen gesäumt, sodass es eher wie ein Ort zum Verweilen wirkt als ein rein zweckmäßiger Carport.

Credits

Photography: Fabian Ong

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