Durch die Verschmelzung der ursprünglichen Queen-Anne-Architektur mit der eleganten Ästhetik moderner Kunstgalerien hat Studio Vara in San Francisco einen unvergesslichen Lebensraum geschaffen.
Für zeitgenössische Architekten stellen historische Wohnhäuser eine einzigartige Herausforderung dar: Wie baut man auf einer bestehenden Struktur auf und erschafft dabei etwas wahrhaft Neues?
Im Stadtteil Pacific Heights in San Francisco verbrachte Studio Vara sieben Jahre damit, eine Antwort auf diese Frage zu finden, indem sie eines der anspruchsvollsten Wohnprojekte der Stadt umgestalteten. Die Bauherren, selbst Architekten, erwarben ihr zukünftiges Zuhause in einem sanierungsbedürftigen Zustand: ein heruntergekommenes viktorianisches Queen-Anne-Haus aus dem Jahr 1894, dessen historische Integrität durch zahlreiche Eigentümerwechsel und unsachgemäße Renovierungen gelitten hatte.
Trotz dieser Hürden war das Paar von den architektonischen Details des San Francisco Anwesens fasziniert. Dazu zählen ein dreistöckiger Turm mit Zinnen und aufwendigen Schnitzereien, die typisch für den Queen-Anne-Stil in Pacific Heights sind. Das weitläufige Gelände umfasst drei Grundstücke, die an der Spitze des Viertels zu einem einzigen Anwesen zusammengelegt wurden.
Weitere bemerkenswerte Elemente, die sie bewahren wollten, waren ein Solarium mit Glasdach aus den 1980er Jahren sowie ein Sockel aus den 1930er Jahren, der das Haus um ein ganzes Stockwerk anhob, um Platz für eine Garage zu schaffen. Darüber hinaus wollten die Eigentümer das Interieur in San Francisco für ein kunstbegeistertes Mehrgenerationenhaus neu interpretieren.
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Above Die Außenansicht eines exklusiven Wohnhauses in San Francisco, entworfen von Studio Vara.
Eine der ersten Aufgaben von Studio Vara war der Rückbau der niedrigen Decken, wodurch die ursprüngliche Holzrahmenkonstruktion und Stahlträger der Pacific Rolling Mills zum Vorschein kamen – derselben Gießerei, die auch die Golden Gate Bridge erbaute. Giebelgauben wurden durch große Panoramafenster ersetzt, die einen atemberaubenden Blick über die Hügel von San Francisco und die Bucht freigeben. Neue Oberlichter fluten die oberen Räume mit natürlichem Licht, während miteinander verbundene Flure den Fluss der Räume in einem Rhythmus eröffnen, der an eine Kunstgalerie erinnert.

Above Der elegante Eingangsbereich in dem von Studio Vara gestalteten Haus in San Francisco.

Above Die beeindruckende Treppe im Wohnhaus, ein architektonisches Highlight in San Francisco.
“Wir haben versucht, die Elemente so weit wie möglich zu isolieren und sie als freistehende Objekte zu inszenieren, die wie Skulpturen innerhalb dieser Galerie wirken”, erklärte Maura Abernethy von Studio Vara. Die Materialpalette wurde bewusst minimalistisch gehalten: breite europäische Eichendielen, Sichtbeton und Stahl lassen die architektonische Struktur des Hauses in San Francisco für sich sprechen.
Im Zentrum des Hauses befindet sich die monumentale Treppe, die aus weißem Corian geformt wurde und über schwebende Eichenstufen verfügt. Die von CW Keller & Associates gefertigte Treppe erstreckt sich über alle vier Ebenen und verbindet die Stockwerke in diesem Haus in San Francisco über Zeit und Raum hinweg.

Above Die innovative Küche in der stilvollen Residenz in San Francisco von Studio Vara.
Die Küche ist einer der innovativsten Räume im San Francisco Heim, besonders durch die drei großen, kugelartigen Kücheninseln. Diese halbkugelförmigen Elemente von CW Keller & Associates scheinen über dem Boden zu schweben und setzen einen markanten, skulpturalen Akzent im Herzen des Familienwohnsitzes.
Die Badezimmer zeugen ebenfalls von einer exzellenten Design-Zusammenarbeit, bei der Studio Vara mit dem Handwerker Mike Ostrowski zusammenarbeitete, um eine Serie von Terrazzo-Waschtischen zu fertigen. Die Bauherren wählten die Zuschlagstoffe persönlich aus und legten die übergroßen Steinfragmente selbst, um die Farbkomposition zu verfeinern. Im Hauptbadezimmer wirken kantige Terrazzo-Monolithen als Doppelwaschtisch und verleihen dem Raum zusätzliche Gravitas.
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Um sicherzustellen, dass die Außenfassade den maritimen Bedingungen von San Francisco standhält, entwickelte Studio Vara in Zusammenarbeit mit Chris French Metal individuelle Aluminiumverkleidungen für Fenster und Türen. Eine spezielle Beschichtung schützt das Material vor Oxidation und Fleckenbildung, was die Langlebigkeit dieses Hauses in San Francisco garantiert.
Insgesamt veranschaulicht das “Modern Artifact”-Projekt von Studio Vara ihre Philosophie. Anstatt eigene Erwartungen aufzudrängen, haben sie jeden Schritt mit der Sorgfalt bedacht, die eine solche historische Immobilie verdient. Die Zusammenarbeit mit Kunsthandwerkern und Ingenieuren zeigt, wie viel Aufwand nötig ist, um historische Räume in San Francisco lebendig zu halten. Und sie beweisen, wie lohnenswert ein solches Unterfangen ist.
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Credits
Photography: Matthew Millman










