Der “Prix Versailles Most Beautiful Airports 2026” prämiert sieben Terminals in fünf Ländern, die durch architektonische Exzellenz bestechen — vom lotusförmigen Dach in Mumbai bis zur gewebten Deckenstruktur in Phnom Penh.
Am 15. Juni 2026 veröffentlichte der Prix Versailles seine Liste der weltweit schönsten Flughäfen. Darunter finden sich sieben Terminals in China, Deutschland, Indien, Kambodscha und den Vereinigten Staaten. Die Auswahl umfasst bedeutende Modernisierungen an Knotenpunkten wie Guangzhou Baiyun und Frankfurt, die zu den geschäftigsten Flughäfen ihrer Länder zählen, sowie architektonisch völlig neue Bauten. Zu den Highlights gehört das lotusförmige Terminal in Navi Mumbai von Zaha Hadid Architects sowie der “Techo International”-Flughafen nahe Phnom Penh, entworfen von Foster + Partners. In den USA überzeugen Pittsburgh und San Diego mit Terminals, die ihre alternden Vorgänger durch Strukturen ersetzen, die ihre lokale Umgebung — von den Allegheny Mountains bis zur Bucht von San Diego — widerspiegeln. Drei der sieben Projekte werden am Jahresende einen “World Title” vom Prix Versailles erhalten. Auch im Rahmen der “Prix Versailles Most Beautiful Airports 2026”-Auszeichnung wird deutlich, wie Architektur die Reiseerfahrung nachhaltig prägt.
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Guangzhou Baiyun International Airport, Terminal 3 — Artelia und Guangdong Architectural Design and Research Institute
Das neue Terminal in Guangzhou, einem wichtigen Knotenpunkt für China Southern Airlines, orientiert sich in seiner Form an Wolken, Wasser und Blumen der Lingnan-Region. Terrassen, Atrien und Gärten ziehen sich durch das Gebäude, das zudem über die höchste offene Aussichtsplattform an einem chinesischen Flughafen verfügt. Diese architektonische Meisterleistung ist ein starker Anwärter bei den “Prix Versailles Most Beautiful Airports 2026”.
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Flughafen Frankfurt, Terminal 3 — Christoph Mäckler

Above Die Außenansicht des neuen Terminals 3 des Frankfurter Flughafens, entworfen von Christoph Mäckler, beeindruckt mit einer gläsernen Fassade und dem Skyline-People-Mover im Vordergrund.

Above Ein Detail der kassettierten Deckenstruktur des Frankfurter Terminal 3 mit rasterförmigen Oberlichtern, die über einer gläsernen Zwischenebene verlaufen.
Das von Mäckler entworfene Terminal am Drehkreuz der Lufthansa umfasst 1,3 Quadratkilometer, was etwa der Grundfläche der Frankfurter Altstadt entspricht. Jura-Kalkstein und Travertin verkleiden die Piers und Lounges, deren Proportionen sich an städtischen Straßenzügen orientieren. Über den öffentlichen Hallen schweben drei rotierende Skulpturen aus farbigen Aluminiumscheiben.
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Lokapriya Gopinath Bardoloi International Airport, Terminal 2 — Nuru Karim

Above Von außen betrachtet wirkt die Struktur wie ein gigantischer Baum, dessen schlanke Holzlamellen ein weitverzweigtes Blätterdach bilden, das die Glasfassade darunter beschattet.

Above Am Vorplatz der Abflughalle fächern sich holzverkleidete Säulen wie Äste auf und rahmen den Blick in Richtung der umliegenden Stadt ein.

Above In der Check-in-Halle wiederholen sich die baumartigen Baldachine in rhythmischer Abfolge und erzeugen durch ihre Holzelemente ein Wechselspiel aus Licht und Schatten.

Above Die Ankunftshalle wird von einem geschwungenen Bambusgewölbe gekrönt, das an die traditionelle Form assamesischer Boote oder Korbstrukturen erinnert.
Das neue Terminal in Guwahati fungiert als Tor zu den “Seven Sister States” im Nordosten Indiens. Die Form orientiert sich an der Bambus-Orchidee: Die gewölbten Decken krümmen sich wie Blütenblätter, während Muster den Lauf des Brahmaputra nachzeichnen. Lokale Kunst und Handwerk sind nahtlos in die Wartebereiche integriert, was diese Nominierung für die “Prix Versailles Most Beautiful Airports 2026” besonders authentisch macht.
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Navi Mumbai International Airport, Terminal 1 — Zaha Hadid Architects
Navi Mumbais Terminal 1, erbaut auf rekultiviertem Marschland, ist bereits der zweite Flughafen der Stadt. Das Lotus-Motiv von Zaha Hadid Architects prägt die gesamte Architektur — vom Dach bis zu den tragenden Säulen. Es bleibt ein architektonisches Juwel bei den “Prix Versailles Most Beautiful Airports 2026”.
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Techo International Airport — Foster + Partners

Above Bei Nacht leuchten die gewaltigen Gewölbe des Techo International Airport und spiegeln in ihrem fächerartigen Profil die Silhouetten kambodschanischer Paläste wider (Foto: Nigel Young).

Above Das Innere des Techo International Airport zeichnet sich durch korbgeflochtene Dachstrukturen aus, die das Tageslicht sanft in den Flughafenbereich filtern (Foto: Nigel Young).

Above Tagsüber wirkt das wellenförmige Dach wie eine Abfolge von gewebten, blattartigen Gewölben, die auf schlanken Säulen über dem begrünter Dachbereich ruhen (Foto: Nigel Young).
Der Flughafen “Techo”, benannt nach einem königlichen Titel für Unbesiegbarkeit, ersetzt den internationalen Flughafen in Phnom Penh. Das wellenförmige Dach von Foster + Partners erinnert an Khmer-Tempel, während die Unterseite Bambus- und Rattanflechtwerk imitiert. Rumduol-Bäume, Kambodschas Nationalblume, gedeihen im zentralen Bereich des Terminals.
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Pittsburgh International Airport — Gensler und HDR mit luis vidal + architects
Pittsburghs neues Terminal orientiert sich in seiner geschwungenen Dachlinie an den Allegheny Mountains. Im Inneren stützen 38 baumförmige Stahlsäulen den Baldachin, der an die Wälder der Region erinnert — ein weiteres Highlight bei den “Prix Versailles Most Beautiful Airports 2026”.
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San Diego International Airport, Terminal 1 — Gensler mit James Carpenter

Above Die geschwungene Glasfassade des Terminal 1 fängt das Abendlicht ein, während die kannelierten Bildschirme hinter einer Reihe von Palmen sichtbar werden (Foto: Ema Peter).

Above Eine leuchtende, quallenartige Skulptur setzt am Vorplatz einen künstlerischen Akzent vor dem auskragenden Dach des Terminals (Foto: Ema Peter).
San Diegos neues Terminal 1 ersetzt den alten Bau des geschäftigsten Ein-Startbahn-Flughafens der USA. Das markanteste Merkmal ist die 244 Meter lange, geschwungene Glasfassade, die in Zusammenarbeit mit dem Künstler James Carpenter entwickelt wurde, um Tageslicht zu filtern und Blendung zu reduzieren. Durch den Verzicht auf Säulen in der Tickethalle konnte der ökologische Fußabdruck um 30 Prozent gesenkt werden. Die “Prix Versailles Most Beautiful Airports 2026” würdigen damit nicht nur Design, sondern auch nachhaltige Innovation.
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