Von den Machern hinter “Eat and Cook” kommt “Sun and Moon”, ein Brunchkonzept in Imbi – mit der Sonne als rotem Faden
Vor einigen Jahren trat “Eat and Cook” nicht mit Pomp, sondern mit Überzeugung auf. Der Sechs-Plätze-Tresen wurde beinahe über Nacht zum Kult, befeuert von der Leidenschaft seiner jungen Gründer, Lee Zhe Xi und Soh Yong Zhi, und ihrer Gewissheit, dass malaysische Zutaten die Hauptrolle verdienen. “Sun and Moon”, ihr bislang jüngstes und ambitioniertestes Projekt, steht weniger für eine Neuerfindung als für eine Erweiterung des Horizonts.<\/p>
An der Jalan Delima in Imbi eröffnet, residiert das Restaurant in einem Bungalow, der als ganztägige Dining-Destination neu gedacht wurde. Der Name spiegelt die Intention des Hauses: ein Ort, der Gäste mühelos vom Morgen bis in die Nacht trägt — von der Sonne bis zum Mond. Der Raum spricht für sich. Bei Tag flutet das Licht der Sonne durch ein großzügiges Oberlicht und erhellt eine abgesenkte Mitte, die an eine Retro-Conversation-Pit erinnert. Am Abend wandelt sich die Stimmung: warmes Licht, rot hinterleuchtete Wände und ein gedämpftes Vibrieren lassen den Raum eher wie eine Hotel-Lounge als wie ein Nachbarschaftscafé erscheinen.<\/p>

Above Das luftige Interieur von “Sun and Moon”
Die Küche steht unter der Leitung von Farid Johanne, langjähriger Sous-Chef bei “Eat and Cook”; sein Ansatz spiegelt den Raum mit unprätentiöser Präzision. “Sun and Moon” setzt ganz auf wohlige Vertrautheit, veredelt durch genau so viel Technik, wie es braucht. Frühstück und Lunch kreisen um herzhafte Galettes, süße Crêpes, Tartines und Joghurt-Bowls — ein Tagesprogramm, das dem Lauf der Sonne folgt.<\/p>
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Above Auch das Kaffeeprogramm von “Sun and Moon” ist beeindruckend

Above Zum Brunch und zum Dinner serviert “Sun and Moon” die ganze Bandbreite
Die Gerichte sind durchweg beeindruckend. Die Galette mit Tigergarnelen — ein luftiger Buchweizenpfannkuchen, cremiges Rührei, süße Tomaten und feste Garnelen — ist rasch zum Favoriten avanciert. Erfindergeist zeigt sich in Kreationen wie “Honey-glazed Duck Bacon and Eggs”, bei denen geräucherte Ente die Rolle des Bacons überzeugend übernimmt: reich, leicht wild und genau richtig balanciert. Der Lunch gleitet nahtlos in genussvolle Brunch-Sphären. Die Steak frites werden von einem Spiegelei gekrönt, dessen Eigelb mit den krossen Pommes und einem glänzenden Rinderjus glücklich verschmilzt — und dabei wie eine kleine Sonne leuchtet. <\/p>

Above Natürliches Licht flutet den Raum
Abends erweitert “Sun and Moon” sein Repertoire. Chili-Knoblauch-Tigergarnelen mit schwarzen Oliven, knusprig ausgebackenes Fried Chicken mit Honig-Senf sowie tief befriedigende Hauptgänge wie confierte Hähnchenkeule mit Estragon oder kräutergeröstete Lammschulter zeigen eine Küche, die Maß hält. Pastagerichte und Risotti belegen die technische Souveränität des Teams. Und über die herzhaften Gänge hinaus lohnt es sich, bis nach dem Untergang der Sonne zu bleiben — für den Dessertwagen — eine rollende Vitrine voller Köstlichkeiten, die Gespräche verstummen lässt und den Tisch mit Madeleines, Donuts und anderen süßen Verführungen bereichert.<\/p>
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